TuS Lingen – Nach 0:2 zum Punkten verdammt
Lingen (hg) – Als gestern ein technischer Fehler eine Tabelle ausspuckte, in der Fußball-Oberligist TuS Lingen nicht 0:2 bei Germania Leer verloren, sondern 2:0 gewonnen hatte, da wurde den TuS-Anhängern erst bewusst, was ein Sieg nach zuvor vier Niederlagen bedeutet hätte: den Sprung auf Platz 12.
Und diese Tabelle gab neue Zuversicht: jetzt am Samstag ein Sieg gegen Nordhorn und die nicht gerade stimmungsvolle Welt beim TuS Lingen wäre wieder in Ordnung.
Auch ohne Libero Norbert Koers, aber mit Josef Arning und den beim Training aussetzenden Florian Kribber auf der Bank, hatte Trainer Jochen Wessels endlich zumindest in der Offensiv Alternativen. Die Abwehr allerdings wirkte oft unsicher, Offensivbemühungen waren manchmal gehemmt, während die Leeraner, die zuletzt viermal in Folge gegen den TuS verloren hatten, bissiger waren, aber selten gefährlich agierten.
Foppe und Brauer hatten frühe Möglichkeiten zum 1:0, dennoch war die Germanen-Führung durch Timo Klemm (38.) nicht unverdient, wohl aber das 2:0 durch Brüntjen (54.), gegen dessen Volleyschuss Tobias Schimmöller chancenlos war.
Mit Arning und dann mit Kribber entwickelte der TuS noch einmal Druck, doch Niemeier und vor allem Kremer verpassten beste Gelegenheiten. Brauer zeigte sich in vorderster Front engagiert, Niemeier organisierte gut. “Zwei Standards und wir mussten unverdient beide Punkte in Leer lassen”, fasste TuS-Trainer Jochen Wessels zusammen, der sich auf seinem in der Mannschaft voll akzeptierten Weg auch nicht verbiegen lässt. Es fehlt das Erfolgserlebnis, das mit Spielern wie Kremer, die schon in der 4. Minute wegen Meckerns gelb sehen und sich fortan deshalb zurückhalten müssen, auch schwer zu erreichen sein wird.
Quelle: Emsland Kurrier





