Presseschau 11. Spieltag Fortuna Köln
Fortunas vorsichtiger Blick nach oben
Von Kathrin Schrage, 26.10.08 (Kölner Stadtanzeiger)
Die Kölner feiern beim 2:1 gegen den Delbrücker SC den vierten Sieg der Saison. Daniel Blankenheim erzielt zwei Minuten vor Schluss den entscheidenden Treffer für den Südstadtklub.
Köln – Der SC Fortuna Köln orientiert sich ganz klar nach oben. Der Klub-Vorsitzende Klaus Ulonska geht sogar so weit, dass er der Mannschaft durchaus noch den direkten Aufstieg in die Regionalliga zutraut, dies ließ er jüngst auf einer Veranstaltung der Freunde und Förderer des Vereins verlauten. Wenngleich derartige Ansprüche zum jetzigen Zeitpunkt leicht vermessen klingen mögen – gegen den Delbrücker SC landeten die Kölner ihren vierten Saisonsieg und müssen deshalb „nicht unbedingt nach unten gucken“, wie Trainer Matthias Mink es etwas vorsichtiger formulierte.
Allerdings kam der zweite Heimsieg in Folge etwas glücklich zustande. Lange Zeit nämlich hatte alles auf ein weiteres Unentschieden hingedeutet – es wäre das siebte im elften Spiel gewesen. Doch wenige Minuten vor Schluss entschied sich Daniel Blankenheim, den Ball nicht raus auf den Flügel zu Hamdi Dahmani zu spielen, sondern selbst den Abschluss zu suchen. Und der Spielmacher wurde belohnt. Mit einem herrlichen Schlenzer bescherte er seinem Team das 2:1-Siegtor (88.).
Kategorie Arbeitssieg
Nachdem die Fortuna durch ein Freistoßtor von Andreas Moog bereits nach sechs Minuten mit 1:0 gegangen war, erarbeiteten sich die Gäste mehr und mehr Spielanteile. „Ich war schon etwas überrascht, welch hohes Tempo Delbrück an den Tag gelegt hat“, gestand Mink später. Nach vier Niederlagen in Folge setzten die Gäste ganz offensichtlich alles daran, endlich wieder ein Erfolgserlebnis zu landen. Ein kleines verbuchten sie dann nach 35 Minuten: Einer tollen Flanke von Berhorst folgte ein mindestens genau so schöner Kopfball von Plucinski zum verdienten zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Doch mit dieser schönen Aktion musste Delbrück sich dann auch zufriedengeben.
Nach dem Wechsel konnten die Gäste das Tempo nicht mehr halten und Fortuna gewann wieder mehr Souveränität. Zwar wurden die Südstädter nicht zwingend gefährlich, dominierten jedoch weitgehend das Spielgeschehen. Als Frank Schroden dann kurz vor Schluss Blankenheim auf die Reise schickte, hatte dieser auch ein bisschen Glück dabei. „Letztlich fällt dieses Spiel eindeutig in die Kategorie Arbeitssieg. Doch gerade im Hinblick auf die bevorstehenden beiden Heimspiele gegen Gütersloh und den Bonner SC stärken uns diese drei Punkte sehr“, resümierte Mink zufrieden.
SC Fortuna Köln: Möllering – Waraghai, Jagusch, Mimbala, Moog – Schroden, Hoffmann, Glaser (76. Bably), Blankenheim (89. Henseler), Dahmani – Kruth (85. Podlas). – Zuschauer : 502. – Tore : 1:0 Moog (6.), 1:1 Plucinski (35.), 2:1 Blankenheim (88.).
Die Fortuna erarbeitet sich den Dreier
Bis zwei Minuten vor Schluss drohte der Fortuna am Freitagabend im Heimspiel gegen den Delbrücker SC das siebte Unentschieden im elften Saisonspiel. Doch dann trat Daniel Blankenheim auf den Plan und der Spielmacher der Kölner zirkelte den Ball nach einer feinen Einzelleistung gekonnt flach ins lange Eck zum viel umjubelten 2:1-Siegtreffer.
Für die überraschend stark auftretenden Gäste war es die fünfte Niederlage in Folge in der NRW-Liga. Die Fortuna setzte sich mit dem Heimsieg im oberen Tabellendrittel fest und hat nun in den kommenden Spielen im Südstadion am Samstag (1. November, 18 Uhr) gegen den FC Gütersloh und am darauf folgenden Mittwoch (5. November, 20 Uhr) gegen den Bonner SC weitere gute Möglichkeiten sich in der Spitzengruppe zu etablieren.
Die Fortuna erwischte einen Auftakt nach Maß im Südstadion. Bereits nach sechs Minuten schoss Andreas Moog einen Freistoß an Freund und Feind vorbei flach zum 1:0 ins Tor. Die Kölner verloren aber trotz der frühen Führung im Laufe der ersten Halbzeit die Souveränität in ihrem Spiel. Und nach einer tollen Flanke des baumlangen Peter Berhorst gelang Patrick Plucinski per Kopf der nicht unverdiente Ausgleichstreffer zum 1:1 (35.).
Im zweiten Spielabschnitt plätscherte die Partie lange vor sich hin. Wenn Bälle in den Delbrücker Strafraum segelten, köpften die Abwehrspieler diese mühelos wieder aus der Gefahrenzone. Allein drei Verteidiger des DSC waren deutlich über 1,90 Meter. Und wenn es hoch nicht geht, muss man es halt mal flach probieren. Siehe Daniel Blankenheim…
Stimmen zum Spiel:
Matthias Mink: „Das war sehr spannend. Die Schlussphase war nervenaufreibend. Wir haben sehr gut angefangen und Delbrück kaum Luft zum Atmen gelassen. Nach 20 Minuten kam ein Bruch in unser Spiel. Der Gegner hat viel Laufarbeit verrichtet, und uns stark zugesetzt. Wir haben mit langen Bällen agiert, das wollten wir gar nicht machen. Die zweiten Bälle haben wir auch nicht bekommen. Das 1:1 war zu dem Zeitpunkt absolut verdient. Ich hab gehofft, dass bei dem Spiel der Delbrücker irgendwann die Kräfte nachlassen. In der zweiten Hälfte haben wir versucht, Druck aufzubauen. Das war ein Arbeitssieg. Der Erfolg war glücklich, aber nicht unverdient. Besonders für Daniel Blankenheim hat es mich gefreut, der zuletzt aufgrund seiner mangelnden Torgefährlichkeit kritisiert wurde. Dass er es kann, hat er nicht nur heute, sondern auch schon mit seinem Tor gegen Schermbeck und der Vorlage zum Treffer in Velbert gezeigt.“
Mike Jochem: „Mir tun die Jungs ein bisschen leid. Wir haben uns sehr gut hier präsentiert. Leider kriegen wir zwei Minuten vor Schluss dieses Ding. Ein Punkt wäre drin gewesen. Das 1:1 war sehr schön herausgespielt. Zu Beginn haben wir mehr reagiert, als agiert. Dann sind wir aber nochmal zurückgekommen. Sind aber leider nicht dafür belohnt worden. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir so in den nächsten Wochen auch wieder unsere Punkte holen werden.“
Fortuna: Möllering _ Waraghai, Jagusch, Mimbala, Moog _ Schroden, Hoffmann, Glaser (76. Bably), Blankenheim (89. Henseler), Dahmani _ Kruth (85. Podlas).
Tore: 1:0 Moog (6.), 1:1 Plucinski (35.), 2:1 Blankenheim (88.).
Zuschauer: 502.
Stefan Kleefisch, 26.10.2008
Quelle: Pressemitteilung deinfussballclub.de





