Schrader: „Dranbleiben bis zur Winterpause“
Als Tabellenletzter gegen Bayer Leverkusen II
Cloppenburg (jok) – Seit Mittwochabend ist Fakt, was nach vier Niederlagen und einem Unentschieden in Folge ohnehin zu befürchten war: Die Fußballer des BV Cloppenburg zieren erstmals das Tabellenende in der Regionalliga West. Der 1:0-Sieg des bisherigen Schlusslichts Wormatia Worms beim 1. FC Kleve machte den Sturz auf Rang 18 möglich. Der Erfolgsdruck im morgigen Heimspiel (14 Uhr) gegen Bayer Leverkusen II wird durch die neue Tabellensituation selbstredend nicht geringer.
Ausgerechnet in dieser angespannten Situation stellt sich morgen Nachmittag mit den von Ex-Nationalstürmer Ulf Kirsten trainierten Leverkusenern eine der spielstärksten Mannschaften aus der Regionalliga West vor. Angreifer und U 19-Nationalspieler Richard Sukuta-Pasu ist das sicherlich bekannteste von einigen Talenten, deren Namen auch schon bei Bayer-Chefcoach Bruno Labbadia auf dem „Zettel“ stehen.
Eine erneute Verlustpartie würde den BVC vermutlich auf Wochen hinaus in der Abstiegszone festnageln. Dies weiß auch Trainer Frank Schulz, der sich wünschen würde, „dass wir die Anzahl unserer Konzentrationsfehler minimieren“, und der trotz der letzten Nackenschläge nach wie vor den Kämpfer gibt: „Ich bin angetreten, um Regionalliga-Fußball in Cloppenburg zu etablieren“.
Dass es nicht nur bei einem einjährigen Gastspiel in der 4. Liga bleibt, hofft vor allem auch Klubchef Professor Dr. Joachim Schrader: „Wir müssen es schaffen, dass wir bis zur Winterpause den Anschluss ans Tabellenmittelfeld nicht völlig aus den Augen verlieren und dann hoffen, dass wichtige Spieler wie Gouhari, Dikhtjar oder vielleicht auch Rodriguez zurückkommen. Zudem können wir über eventuelle Verstärkungen nur dann nachdenken, wenn wir in der Rückrunde sportlich noch eine reele Chance haben“.
Sportlich eher geringe Chancen hat derzeit Dominique Nowak. Der Torwart präsentierte sich am Dienstagabend dennoch als perfekter Teamplayer, in dem er den 290-Kilometer-Bustrip nach Mönchengladbach nicht scheute. „Spiele gegen Bundesliga-Nachwuchsmannschaften interessieren mich schon deshalb, weil ich mir von den jungen Torhütern einiges abschauen kann. In Mönchengladbach hat das diesmal allerdings nicht so viel gebracht“, meint Nowak mit Blick auf den eher unterbeschäftigten Borussen-Keeper Julien Jansen.
Quelle: Münsterländische Tageszeitung





