Notfalls mit der Brechstange
rs Meppen.-Nicht nur reden von Rehden und schon träumen von den folgenden November-Derbys beim VfB Oldenburg, beim TuS Lingen und gegen VfL Osnabrück II dürfen die Meppener Oberligafußballer heute Abend. Sie müssen auch siegen, um die Euphorie rund um den Oberliga-Gipfelsturm der letzten Woche auf großer Flamme zu halten.
„Alle Konzentration gilt nur Rehden“, beobachtete Mannschaftskapitän Marcus Antczak im Training in der Woche, wie „die Jungs Gas geben.“ Er weiß natürlich: „Das Heimspiel müssen wir ziehen, damit wir gut vorbereitet nach Oldenburg fahren können.
Doch geschlagen werden müssen die Schwarz-Weißen aus dem Kreis Diepholz erst einmal. Wie schwer das ist, haben die Emsländer beim knappen 2:1-Pokalsieg im August in den Rehdener Waldsportstätten erlebt, als Tore von Andreas Gerdes und René Wessels in der zweiten Halbzeit aus einem Rückstand einen Erfolg machten.
Der Vizemeister der letzten Niedersachsenligasaison ist ein ähnlich gefährlicher Gegner, wie es der SC Langenhagen, der dem SVM zu Hause die einzige Saisonniederlage beibrachte, vor vier Wochen gewesen war. Unter Wert in der Tabelle platziert, weil verletzungsbedingt gehandicapt, unglücklich bei Punktverlusten, wie letzte Woche als der VfB Oldenburg (1:3) am Rande eines Punktverlustes stand und immer für ein Kontertor gut, kommt ein gefährlicher Gegner. „Das wird kein Selbstläufer“, sagt Antczak.
30 Treffer, so viele wie der Vierte VfL Oldenburg, erzielten die Rehdener bislang. Fünf davon gegen den TuS Lingen vor vierzehn Tagen, mit denen Trainer Marek Lesniak – einst Bundesligastürmer bei Bayer Leverkusen, Wattenscheid 09, 1860 München und Bayer Uerdingen – seine Position wieder stärkte.
„Wir haben in Meppen nichts zu verlieren“, sagt Lesniak und weiß, dass die große Kulisse und tolle Fußballatmosphäre in der Vivaris Arena seine Truppe – wie alle Gegner in Meppen – besonders motiviert. Da werden die verletzten Saad Yahia, Max Moormann und Regisseur Baya Baya (Muskelfaserriss) ebenso zu ersetzen sein wie womöglich Stefan Bernholt (dickes Knie), der sich eigentlich um SVM-Torjäger Andreas Gerdes kümmern soll.
„Kompakt stehen und lange ein 0:0 halten.“ Dieser gegnerischen Taktik gilt es einmal mehr entgegenzutreten. Notfalls auch mit Stoßstürmer Jeroen Fühler, der für den gesperrten Hoppe parat steht, wenn der SVM die Brechstange benötigt. Denn: Einfach wird’s nicht.
Quelle: Emslandsport





