Erlösende Tore fallen erst in der spannenden Schlussphase

Oberligaelf des TuS Heeslingen bedankt sich mit 2:1-Heimsieg gegen Maschen für den Winterdienst

Heeslingen (sd). Nach dem überragenden Auftritt in Rotenburg hat der TuS Heeslingen auch vor heimischer Kulisse in voller Höhe gepunktet. Gegen den VfL Maschen feierte die Elf von Torsten Gütschow einen knappen, aber hochverdienten 2:1 (0:0)-Erfolg. In einer dramatischen Schlussphase wurde die gute Moral der Platzherren belohnt. Innerhalb weniger Minuten machten sie einen Rückstand wieder wett und stellten die Weichen auf Sieg.

Vom Erfolg der Vorwoche beflügelt, legten die Platzherren auch auf dem schwer bespielbaren Geläuf im Heeslinger Waldstadion mächtig los. Für den ersten Szenenapplaus sorgte dabei Patrick Posipal, der nach Kopfballvorlage von Jan Koch nur den Pfosten traf (7.). Vier Minuten später verfehlte Daniel Lippold nach Mickelat-Ecke das Gehäuse des Gegners nur um wenige Zentimeter.

Während sich Maschens A-Junioren-Keeper Vincent Foermer mehrfach auszeichnen konnte, war TuS-Coach Hendrik Lemke im Verlauf der ersten Halbzeit nur selten gefordert. Bei einem Freistoß von Dirk Zander (20.) und einem Konter von Yasar Sahin (33.) war er allerdings hellwach und vereitelte einen möglichen Treffer des Gegners. Den zwei Chancen des VfL Maschen stand rund ein halbes Dutzend Möglichkeiten der Platzherren gegenüber, doch trotz deutlicher Überlegenheit der Heeslinger wurden torlos die Seiten gewechselt.

Die Gütschow-Elf setzte ihr druckvolles Spiel auch im zweiten Durchgang fort, doch die längst überfällige Führung wollte einfach nicht fallen. Die ersten schön herausgespielten Möglichkeiten vergaben Walerij Hettich (52.) und Patrick Posipal (57.).

Die Gäste, die spielerisch zwar nicht mithalten konnten, mit langen Bällen – meist von Ex-Profi Dirk Zander – aber durchaus gefährlich waren, hätten den Spielverlauf nach genau einer Stunde beinahe komplett auf den Kopf gestellt. Nach einer schönen Einzelaktion von Nils Mahncke kam Maximiliam Schmidt aus acht Metern in Schussposition, traf aber nur die Latte.

Es sollte aber nicht bei diesem einen Warnschuss bleiben. Gegen die drückend überlegenen Gastgeber führte die zweite Maschener Chance in der zweiten Halbzeit bereits zum Erfolg. Nach einer Standardsituation stand Silko Fraerks goldrichtig und beförderte das Leder in die Maschen von Hendrik Lemke (76.).

Die Antwort der Platzherren ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Kopfballvorlage von Daniel Lippold mogelte sich Almir Redzepagic an Dirk Zander vorbei und spitzelte den Ball aus sechs Metern ins Netz des bis dahin überragenden Vincent Foermer, der auch im zweiten Durchgang Glanzparaden am laufenden Band zeigte und die Heeslinger in der Schlussphase fast schon zum Verzweifeln brachte.

Aber eben nur fast: Zwar scheiterte der gute aufgelegte Björn Mickelat in der 82. und 84. Minute an Querlatte und Keeper, doch vier Minuten vor dem Abpfiff folgte die Erlösung durch Jan Koch. Der Mittelfeldspieler zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar zum 2:1 ins Netz (86.).

Während die Gäste auch nach dem Schlusspfiff noch lautstark am Schiedsrichter herummäkelten – Dirk Zander sah wegen einer Beleidigung sogar noch die Rote Karte – war die Erleichterung im Lager des TuS Heeslingen allgegenwärtig. “Ich bin schon ziemlich froh, denn wenn wir heute verloren hätten, hätten uns viele belächelt. Schließlich ist es in dieser Liga keinesfalls selbstverständlich, dass man einen Platz räumt. Aber wir haben gewonnen und damit alles richtig gemacht. Am Sonntag müssen wir in Bornreihe antreten und auch da werden wir wieder alles richtig machen”, so ein sichtlich gut gelaunter Torsten Gütschow nach dem Schlusspfiff.

TELEGRAMM

TuS Heeslingen – VfL Maschen 2:1 (0:0)

Heeslingen: Hendrik Lemke – Daniel Lippold, Roman Razza, Clas Mojen, Jan Koch, Sebastian Sautner (71. Sead Kucevic), Thomas Johrden, Patrick Posipal, Björn Mickelat, Almir Redzepagic (89. Janis Müller), Walerij Hettich (63. Herman Mulweme)

Maschen: Vincent Foermer – Dirk Zander, Christian König, Maximilian Schmidt, Niklas Maurischat, Olaf Gürtler (74. Olaf Gürtler), Kristian Markaj (38. Adil Tolga Odabas), Tim Jurischka, Silko Fraerks, Nils Mahncke, Yasar Sahin; Trainer: Clifford Kortylak

Schiedsrichter: Christian van Koten (Hagenburg) mit den Assistenten Andreas Thienel und Danile Thielker.

Tore: 0:1 Silko Fraerks (73.), 1:1 Almir Redzepagic (76.), 2:1 Jan Koch (86.).

Zuschauer: 350.

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Dirk Zander wegen Schiedsrichterbeleidigung (nach dem Schlusspfiff).

Quelle: Zevener Zeitung

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