Fußball nur beim ASC
Ralf Hilberink ist der Dauerbrennen beim Bezirksligisten
Sein ganzes Fußballleben lang spielt Ralf Hilberink für den ASC Grün-Weiß 49. Auf dem Rasen ist er der Kapitän und einer der Leistungsträger des Bezirksligisten – und auch in der Halle ist er für den ASC unverzichtbar.
Von Daniel Buse – Wilsum. Falls der ASC Grün-Weiß 49 einmal auf die Idee kommen sollte, Autogrammkarten seiner Spieler zu produzieren, hätte es Ralf Hilberink beim Ausfüllen seines Steckbriefs leicht: In der Kategorie „Bisherige Vereine“ kann der 35-Jährige nicht mit vielen Klubs aus der Region, sondern nur mit einem großen Strich glänzen. „Für mich war der ASC immer Ralf Hilberink“, sagt Bert de Vries, aktueller Trainer der Grün-Weißen.
Er hat Hilberink vor vier Jahren zum Kapitän der Wielener Mannschaft gemacht und in dieser Funktion wird der Offensivspieler seine Jungs auch an diesem Wochenende beim ASC-Hal-lenturnier um den „Peters-Cup“ auf das Parkett führen. „Ralf macht seine Tore auf dem Rasen und in der Halle“, ist sich Trainer Bert de Vries sicher, dass Hilberink einer seiner entscheidenden Spieler beim Versuch sein wird, den Cup erneut zu gewinnen. „Die Hallenturniere mag ich gerne, aber ich habe Probleme mit einem Fersensporn und deshalb ist der harte Boden eigentlich nicht so gut für mich. Aber beim Peters-Cup muss ich wohl ran“, ist sich der ASC-Kapitän seiner Verantwortung bewusst und sieht das Turnier gleichzeitig als Möglichkeit, sich mit einer guten Leistung für die langjährige Unterstützung durch die ASC-Fans zu bedanken.
Das Kapitel Hilberink beim ASC beginnt vor 15 Jahren: Nach der A-Jugend spielt Ralf zunächst in der 3. Mannschaft und wechselt nach einem halben Jahr in die 2. Mannschaft. „Dort habe ich 20 Tore gemacht. Es gab dann eine Fete bei uns zu Hause, bei der mich Trainer Heinz Westerink, der zu der Zeit mit meinem Vater bei den Alten Herren spielte, angesprochen hat. Da hatte ich schon verloren“, lacht Hilberink. Seitdem schießt er für die Erste des ASC seine Tore – und das immer auf Bezirksebene.
In der vergangenen Saison wäre es dann fast soweit gewesen: Dem ASC drohte der Abstieg in die Kreisliga, der nur mit einem Sieg in Bad Bentheim zu verhindern war. Beim Stand von 2:2 bekamen die Wielener in der Schlussminute einen Elfmeter zugesprochen, den Hilberink im Tor versenkte. „Ich habe sofort gesagt, dass ich nicht schieße. Thorsten Ewert hat sich dann den Ball genommen, aber unser Trainer ist halb auf den Platz gelaufen und hat gerufen: Der nicht“, berichtet der Matchwinner von der Situation, die anschließend auf der Mannschaftsfahrt auf Mallorca ausdiskutiert wurde. „Bert hat mir erklärt, dass mir die Leute im Verein einen Fehlschuss eher verziehen hätten, weil ich schon so lange für den ASC spiele. Thorsten Ewert hat dagegen letztes Jahr erst seine erste Saison für uns gespielt“, so Hilberink.
Diese denkwürdige Begegnung war in seinen Überlegungen ein möglicher Schlusspunkt einer langen Fußballkarriere, doch der Linksfuß entschied sich für eine Fortsetzung beim ASC. „Was im Sommer passiert, kann ich noch nicht definitiv sagen. Es gibt einige Anfragen, als Spielertrainer hier im Kreis weiterzumachen, aber ich bin jetzt 35 und möchte eigentlich etwas mehr Zeit für meine Familie haben. Meine Frau hat schließlich immer viel Verständnis für mein Hobby gehabt“, erklärt er. Und im Grunde genommen kann man sich den Fußballspieler Ralf Hilberink bei keinem anderen Verein als dem ASC vorstellen.
Quelle: Grafschafter Nachrichten





