Als der VfL Rütenbrock Verbandspokalsieger wurde, stieg der TuS Lingen in die Bezirksliga 8 auf

hege Emsland.-Amisia Papenburg Meister, der Hase-lünner SV Vize, Sparta Werlte Dritter, TuS Lingen Vierter, aber Börgerwald und Salzbergen mussten absteigen – Ende Mai 1968 sah das Bild der allerdings zweigeteilten Bezirksliga 8 für das Emsland an der Spitze sehr erfolgreich aus. 1972 ist in der dann wieder eingleisigen Bezirksliga TuS Lingen Erster, Rütenbrock Zweiter und Haselünne Dritter. Die Bezirksliga 8 existierte von 1964 bis 1979.

1964, ein Jahr nach der Gründung der Bundesliga, waren Landes- und darunter Verbandsligen eingeführt worden. 1979 stand in Folge der Bezirksreform die Verbandsliga plötzlich vor der Landesliga, vier Bezirksoberligen wurden zusätzlich installiert.

1964/65: Als Erster der Amateuroberliga West, die abgeschafft wurde, kam Meppen in die Landesliga; Germania Papenburg musste in die Verbandsliga Nord, ein Jahr später in die Weststaffel, die noch ohne Emsländer war. Aus der aufgelösten Amateurliga kamen Emsbüren (13.), Lingen (14.) und Salzbergen (15.). Als Aufsteiger wurden der Haselünner SV (5.) und Amisia Papenburg (6.) zum Start in die Bezirksliga 8 beste Emsländer. Salzbergen musste absteigen, weil das Entscheidungsspiel um Platz 14 in Schüttorf 1:3 gegen Emsbüren verloren ging (im Torverhältnis war Salzbergen klar besser, aber das zählte damals noch nicht); dafür kam Schwefingen aus der Bezirksklasse.

1965/66: Amisia wurde Bester (3.), Union Meppen kam als fünfter Emsländer hinzu.

1966/67: Nur der SV Meppen ist in der Landesliga. Als einzige der acht Bezirksligen Niedersachsen wird die Staffel 8 aufgeteilt in Nord und Süd. Lingen (3.), Haselünne (5.), Schwefingen (6.), Emsbüren (10.), Union Meppen (11.), Amisia (15. nach 3. im Vorjahr, wäre sonst abgestiegen) sowie die Aufsteiger Börgerwald, Laxten, SV Meppen II, Alem. Salzbergen und Sparta Werlte kommen in die Staffel Nord.

1967/68: Meppen wird 1. in der Landesliga, aber der 4. (Celle) steigt auf in die Regionalliga. Germania Papenburg ist weiter einziger Emsländer in der Verbandsliga (11.). In der Bezirksliga wird Amisia Meister, gewinnt zu Hause vor 1300 Zuschauern 5:1 im Aufstiegsspiel gegen Borgloh nach 3:1 im Hinspiel. Haselünne lag nur einen Punkt hinter Amisia, Werlte zwei, Lingen fünf Zähler. Börgerwald und Salzbergen müssen absteigen.

1968/69: In der Verbandsliga gibt es jetzt zwei Emsländer: Amisia liegt sechs Punkte vor Germania Papenburg (7. bzw. 13.). Werlte steigt auf, weil gegen Lüstringen zuerst 4:2 dort gewonnen, dann vor 2000 Zuschauern in Werlte 1:2 verloren, aber im dritten Spiel 2:1 vor 1500 Besuchern in Quakenbrück gewonnen wird. In der Bezirksliga wird Laxten Vizemeister, aber weil die Klasse wieder zusammengeführt wird, müssen Union Meppen (knapp hinter Rütenbrock), Haselünne, Schwefingen, SV Meppen II, TuS Lingen und Emsbüren absteigen. Trotz der acht Absteiger steigt der Bezirksklassenmeister SuS Rhede auf.

1969/70: Der SV Meppen, obwohl nur Fünfter in der Landesliga, steigt nach Aufstiegsspielen in die Regionalliga auf. Es ist die starke Zeit der Fußballer im Kreis Aschendorf-Hümmling. In der Verbandsliga vertreten Amisia Papenburg (6.), Sparta Werlte (9.) und Germania Papenburg (10.) emsländische Farben. In der Bezirksliga bleiben nach dem Abstieg von Rhede nur noch Rütenbrock (4.) und Laxten (8.); Haselünne steigt auf.

1970/71: Der SV Meppen kommt zurück in die Landesliga. In der Aufstiegsrunde zur Landesliga scheitert Verbandsliga-Meister Germania Papenburg mit nur einem Sieg in sechs Spielen. In der Bezirksliga gesellt sich zu Rütenbrock (3.), Laxten (7.) und Haselünne (8.) der TuS Lingen als Aufsteiger. Rütenbrock wird überraschend Verbandspokalsieger. Das Spiel hatte 1:1 geendet. „Beatle“ Thieben traf in der 117. Minute, dann auch im Elfmeterschießen ebenso wie Meyer, während für Salzgitter vor 1100 begeisterten Zuschauern in Rütenbrock nur Feuerpfeil, der Ex-Meppener, den Elfer versenkte.

1971/72: Meppen steigt gleich wieder auf; in der Verbandsliga landen Werlte, Germania und Amisia Papenburg zwischen Platz 5 und 9; aber der TuS Lingen kommt nach einem Durchmarsch mit nur drei Niederlagen durch die Bezirksliga hinzu. Dort waren die Emsländer absolut Spitze: Rütenbrock ohne Heimschlappe mit nur einem Punkt Rückstand Zweiter, Haselünne Dritter – hinter dem Emsland-Trio acht Punkte Abstand. Das war viel bei der Zwei-Punkte-Regelung. Jetzt kommt der TuS Aschendorf hinzu.

1972/73 : TuS Lingen wird schon wieder als Aufsteiger Erster – jetzt in der Verbandsliga; der dritte Aufstieg scheitert knapp an Pyrmont. Amisia (8.), Werlte (9.) und Germania (13.) müssen nicht bangen, es gibt keinen Absteiger. In der Bezirksliga steigt Aschendorf sofort wieder ab; dafür beginnt die „goldene Zeit“ des VfL Herzlake.

1973/74: Lingen wird erneut Erster, steigt mit Losglück und Entscheidungsrunde gegen Wolfenbüttel auf. Herz-lake fehlt in der Bezirksliga ein Punkt zum Aufstieg; Laxten (3.), Haselünne (5.) und Rütenbrock (6.) sorgen für emsländische Triumphe.

1974/75: Herzlake wird Meister zwei Punkte vor Laxten; es kommt noch zur Streitigkeit über die Spielberechtigung eines spät verpflichteten Jugoslawen (Adulovic); Rütenbrock – zwei Punkte hinter Laxten – und Hase-lünne (5.) runden erneut die emsländische Dominanz ab. Union Meppen steigt auf.

1975/76: Herzlake wird gleich Zweiter in der Verbandsliga, Amisia (5.) und Werlte (10.) halten sich, Germania (15.) muss runter. In der Bezirksliga liegen Hase-lünne (3.), Rütenbrock (5.), Union Meppen (10.) und Laxten (11.) nur zehn Punkte auseinander, Grenzland Twist kommt hinzu.

1976/77: In der Verbandsliga liegen Herzlake (5.), Werlte und Amisia nur zwei Punkte auseinander. Dann kommt Rütenbrock hinzu. Für Absteiger Germania Papenburg rückt der SC Spelle-Venhaus in die Bezirksliga 8 nach.

1977/78: Der SV Meppen gesellt sich als Oberliga-Absteiger zum TuS Lingen (7.) in die Landesliga. Erneut liegen Werlte, Rütenbrock und Herzlake dicht beisammen auf den Plätzen 6, 7 und 8. Spelle-Venhaus wird gleich Zweiter in der Bezirksliga. Mit zusätzlich Haselünne (4.), Olympia Laxten (8.), Union Meppen (11.) und Grenzland Twist (12.) ist das Emsland gut vertreten. Zudem steigt Concordia Schöninghsdorf auf.

1978/79: Meppen steigt gleich wieder auf; Rütenbrock (3.) überholt am letzten Spieltag noch den punktgleichen VfL Herzlake in der Verbandsliga; weil die Verbandsliga in Landesliga umbenannt und auf zwei Staffeln reduziert wird, müssen Werlte und Amisia absteigen. Aus der Bezirksliga müssen Grenzland Twist und Schöninghsdorf runter in die Bezirksklasse; kein Emsländer kommt aus der Bezirksliga in die Bezirksoberliga; Laxten (6.), Haselünne (8.), Union Meppen (12.) und dank eines Zählers Vorsprung auch Vorjahres-Vize Spelle-Venhaus (13.) kommen in die neuen Bezirksligen Mitte und Süd, die vier Jahre später wieder angepasst werden. Aber es ist das Ende der Bezirksliga 8.

Quelle: Emslandsport

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