Bruns kann sich nicht entscheiden

Jetzt fast überall doppelt besetzt

Aufgalopp bei Arminia Hannover fällt aus – Bruns kann sich nicht entscheiden

Lingen (hegt) – Der TuS Lingen gibt sich nicht auf. Es wäre auch verfrüht, angesichts eines Abstandes von lediglich sechs Punkten zum rettenden Ufer des 13. Tabellenplatzes schon jetzt Losungen für die Bezirksoberliga rauszugeben. Dafür wäre auch mit dem ehrgeizigen Trainer Georg Schultejans der falsche Mann aus Herzlake geholt worden. Das heutige Duell bei Arminia Hannover wurde allerdings abgesagt. So unterblieb der mit drei Punkten ermöglichte Anfang eines „Lingener Wunders“, wie es auch Vorsitzender Gregor Menger erwartet.
„Wir geben und doch nicht auf“, meinen denn auch Kapitän Tobias Schimmöller und die schon jetzt auf 24 Akteure angewachsene Crew des emsländischen Oberligisten, der alles tun will, um nach einem Jahr nicht schon wieder im Schatten des übermächtigen SV Meppen zu verschwinden. Punktspiele gegen BW Papenburg, dem SV Holthausen/Biene, dem SC Spelle/Venhaus und Conc. Emsbüren, wie sie nach den augenblicklichen Tabellenständen möglich sind, würden zwar auch ins Emsland-Stadion mehr Zuschauer als zuletzt locken, gehören aber nicht zum Selbstverständnis des Fußballklubs in der größten Stadt des Emslandes.
Aber Erfolge sind nun mal Wanderdünen – und Sturm ist aufgezogen. Dazu passt der Spruch vom „nächsten Gegner“, der immer der schwerste ist. Nach dem Spielausfall bei Arminia Hannover ist das nicht der SV Meppen, der am kommenden Sonnabend (31. 1., 15 Uhr) im Lingener Emsland-Stadion zum „Spiel des Jahres“ auflaufen wird.
Der TuS Lingen denkt weiter vorwärts, wenn zum Beispiel am 23. 5. zum letzten Saisonspiel Arminia Hannover zum zweiten Mal – dieses Mal in Lingen – auf den TuS trifft. Dann sollen die letzten nötigen Punkte gesammelt werden.
Jetzt folgen nämlich erst einmal sehr schwere Aufgaben gegen Langenhagen und den SV Meppen, ehe im März mit erfolgreichen „ostfriesischen Wochen“ gegen Leer, Wilhelmshaven II und Pewsum der Grundstein für die Rettung gelegt werden soll.
Nach dem Weggang der Stammkräfte Nico Niemeier, Norbert Koers, Michael Ende, Ismael Altun-Saban und Alvaro Zalla hat Trainer Georg Schultejans zwar mit Dennis Klosterhuis (SV Teglingen), Dimitri Porsch (Germ. Leer), André Beyer (Haselünner SV) sowie Johannes Felker und Christoph Urbansky (beide aus der Reserve) und vielleicht Elmar Bruns (SV Meppen), dessen Entscheidung wohl erst kurz vor dem Ende der Wechselfrist am 31. 1. fallen wird, zwar quantitativ aber nicht qualitativ gleichwertigen Ersatz gefunden, kann aber immerhin jede Position doppelt besetzen. Außerdem gibt das nahezu sensationelle 5:1 gegen den favorisierten Bezirksoberligisten Vorw. Nordhorn neuen Auftrieb, zumal der TuS bisher immer die Rückschläge in psychologisch ungünstigen Momenten hinnehmen müsste.
Die Doppel-Besetzung gilt für alle Positionen, um so auch den nötigen Druck des fehlenden garantierten Stammplatzes aufbauen zu können. Das beginnt im Tor mit Schimmmöller und Florian Roock, Wittmoser/Frimming und vielleicht noch Bruns auf der Liberoposition, Arning/Brauer/Porsch als zentrale Anspielstationen, Kribber/Helming auf der rechten sowie Foppe/Gerritzen auf der linken Mittelfeldseite. Bollmer/Schomaker und Bekel/Bönisch sind für die Abwehr vorgesehen, je nach Besetzung der Liberoposition auch Heinz Frimming, der allerdings auch neben Klosterhuis für die 6er-Positionen, von denen es zwei gibt, in Frage kommt. Defensiv gestellt werden könnten dann auch Felker, Heinz Frimming oder Gerrit Thomes. Im Angriffszentrum sind Urbansky und Beyer die Ergänzung zu Rainer Kremer, der seinen Entschluss zum Abschied schnell revidierte. Hinzu kam, dass der Staffelleiter unterschiedlich straft. Während Marcel Hoppe beim SV Meppen für eine rote Karte vor der Sommerpause – zumal bei den A-Junioren – die ersten Oberligaspiele nicht mitwirken durfte, hatte Kremer eine Sperre für die spiellosen Weihnachts- und Neujahrswochenenden.

Quelle: Emsland Kurier

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