Andervenne: Minimale Chance auf Titel
ho Emsland.-Die Voraussetzungen und das Leistungsvermögen der vier emsländischen Vertreter der Frauen-Oberliga West liegen weit auseinander. Die Fußballerinnen von Andervennes Trainer Siggi Scheel haben sich mit Mitkonkurrent Scharmbeckstotel von dem Rest der Liga abgesetzt und sehen trotz des Fünf-Punkte-Rückstandes bei optimaler Ausbeute in der Rückserie noch eine kleine Titelchance.
Sparta Werlte (6.) hat sich im gesicherten Mittelfeld festgesetzt, Twist ( 8.) und Union Meppen (9.) müssen einen Gang zulegen, wollen sie die Hümmlinger als drittbestplatzierte Damenmannschaft nach Zweitligist Victoria Gersten und Heidekraut Andervenne verdrängen.
Andervenne blickt auf einen hervorragenden Saisonauftakt mit mindestens drei Treffern pro Spiel zurück. Eine kleine Krise zur Mitte der Hinrunde, als das Scheel-Team in Piesberg (0:1) verlor und gegen Twist (2:2) nur ein Remis erzielte, könnte die Meisterschaft kosten. Gegen den Mitkonkurrenten aus Scharmbeckstotel gab es ein leistungsgerechtes Unentschieden. In elf Partien kassierten die Emsländerinnen gerade fünf Gegentore und verfügen somit über die beste Abwehr. Sieben Spiele ließ die Andervenner Defensive keinen Treffer der K onkurrenz zu.
Nach einem Jahr Eingewöhnungszeit hat sich die Spielgemeinschaft Werlte/Ostenwalde in der Liga etabliert. Der Klassenerhalt als minimales Saisonziel von Trainer Siegfried Kleinau muss in der Rückrunde bestätigt werden. Es kamen nur 15 Spielerinnen zum Einsatz. Damit verfügt Werlte über den kleinsten Kader aller in der Oberliga spielenden emsländischen Vereine. Auswärts (10) errangen sie mehr Punkte als auf ihrem heimischen Sportplatz (6).
Nach dem Abstieg aus der Regionalliga führte das Team von FSG-Trainer Dieter Wessels einen Verjüngungsprozess durch. Als Saisonziel wird ein Mittelfeldplatz angepeilt. Auf rang acht blieb das Team hinter den Erwartungen zurück. Die Twisterinnen haben zwei Gesichter gezeigt. Es gab überraschende Punktverluste gegen tieferstehende Mannschaften wie Westerholz (1:3) oder beim Tabellenletzten Cloppenburg (2:2). Gut mithalten konnte die junge Elf allerdings gegen die Teams aus dem oberen Tabellendrittel. Bad Laer, Kettenkamp und auch Andervenne mussten sich gegen die FSG jeweils nur mit einem Remis zufriedengeben. Der Regionalliga-Absteiger deutete das Potenzial mehrfach, aber nicht konstant genug, an.
Nach der Ära Jürgen Mantheys mussten sich die Fußballerinnen von Union Meppen an den neuen Trainer Alexander Hambach gewöhnen. Ein überraschend schwacher Auftakt mit nicht einplanten Niederlagen deutete zunächst auf Findungs- und Abstimmungsprobleme. Von den ersten fünf Partien verloren die Kreisstädterinnen vier. Ebenfalls schieden sie gegen einen klassentieferen Gegner in der Vorrunde des NFV-Pokals aus. Gerade in den emsländischen Derbys gegen Twist (1:2), in Werlte (2:4) und bei Heidekraut Andervenne (0:8) offenbarte das Team Schwächen. Mittlerweile konnten die Abstimmungsschwierigkeiten bei der Zusammensetzung des neuen Teams abgestellt werden und die Unionerinnen fanden zu alter Leistungsstärke zurück. Vom Potenzial her steckt mehr als der derzeit neunte Tabellenplatz in dem Team von Hambach.
Quelle: Emslandsport





