Oberliga Niedersachsen West TALK
Gegner gehen siegessicher ins Derby
Fußball-Oberliga VfL Oldenburg gastiert am Sonntag beim Stadtrivalen VfB – Anstoß weiter fraglich
Der VfL-Stürmer Ferrulli freut sich auf das Duell. Im Hinspiel siegte der VfB in Unterzahl mit 2:0.
VON HENNING MENKE
Oldenburg – In Oldenburg ist wieder Derbyzeit! Ab 15 Uhr streiten die Oberliga-Fußballer von VfB und VfL an diesem Sonntag im Marschwegstadion einmal mehr um den Titel: “Nummer eins der Stadt”.
Im Hinspiel siegte das Team von VfB-Trainer Joe Zinnbauer am Ende trotz zweier Platzverweise mit 2:0. Ähnlich erfolgreich möchten die Blauen nun auch im erneuten Aufeinandertreffen sein. “Damals waren wir spielerisch und mannschaftlich ganz klar besser, und auch jetzt bin ich guter Dinge”, sagt VfB-Stürmer Sebastian Ghasemi-Nobakht: “Wir werden das schon schaukeln.”
Aber auch in Reihen des VfL ist man optimistisch. “Ich habe ein ganz gutes Gefühl”, verrät der Kapitän der Grün-Weißen, Sebastian Ferrulli: “Ein Unentschieden wäre denkbar. Aber wir können auch mehr holen”, sieht der Ex-VfBer sein Team keinesfalls chancenlos. Warum sollte er auch? Immerhin ist der VfL seit seinem Fünftliga-Aufstieg 2004 im Marschwegstadion noch ungeschlagen.
Der VfB muss am Sonntag neben René Damerow und Alexander Eckel auch auf Stefan Malchow (Pause nach OP) und Artur Frank (Fußverletzung) verzichten. Zudem zog sich Matthias Deumelandt eine Innenbandverletzung im Knie zu und trainiert derzeit nicht mit der Mannschaft. VfL-Coach Frank Claaßen bangt derweil um den Einsatz der angeschlagenen Stefan Noack und Renke Pflug.
Während Ghasemi-Nobakht das Derby eher gelassen angeht (“Ich gehe in das Spiel wie in jedes Spiel. Da könnte auch Bayern kommen”), ist die Vorfreude bei Ferrulli schon deutlich zu spüren. “Die Anspannung ist schon allein durch die Zuschauermassen da. Und für den Verein ist das Derby immer etwas Besonderes. In unteren Ligen sind solche Spiele absolute Highlights”, befindet der Angreifer.
Bei aller Rivalität herrscht zwischen den Teams aber auch Respekt. “Der VfB ist in dieser Saison sehr heimstark. Daher müssen wir kompakt stehen”, weiß Ferrulli und erntet ein Lob vom Rivalen: “Die Stärken des VfL liegen ganz klar vorne mit Özkan und Ferrulli”, meint Ghasemi-Nobakht.
Der Anstoß des Derbys bleibt wegen der schlechten Witterungsverhältnisse indes weiter fraglich.
Quelle: Nordwest Zeitung
Gerdes: Lose Vertragsgespräche
Trainer Hüring hat kaum Alternativen: SVM in Hildesheim mit eingespielter Elf
Meppen (hegt) – Für das Duell am Sonntag ab 15 Uhr in der vivaris-Arena gegen den VfV Hildesheim wird wieder mit der vollen Unterstützung des SV Meppen von allen Fanklubs gerechnet.
Der Großteil der 8700 Fans beim Duell gegen Nordhorn hatte nach allen Treffern zum 4:1 das „Tanz op de Deel“ mitgesungen und auch ansonsten kaum bemerkt, dass es einen Support-Boykott einiger Fan-Gruppen gab. Fahnen wurden nicht geschwenkt, die permanente Anfeuerung fehlte. Nicht wenige Fans sehen das Maß bei einigen der mittlerweile 20 Stadionverbote, die bis zu fünf Jahre gelten, als überhöht an. „Wir haben Wiederholungs- anders bestraft als Ersttäter“, gab SVM-Geschäftsführer Hermann Plagge zu, der auch die Ermittlungen der Polizei einbezog. Dabei gab es bei antisemitischen und rechtsradikalen Parolen, bei denen der Staatsschutz ermittelt, selbstverständlich keine Gnade.
Allerdings hat der Verein seinen neuen Fanbeauftragten bei der Ermittlung der verschiedenen Strafmaße nicht zu Rate gezogen. Dafür hat sich Geschäftsführer Plagge mittlerweile entschuldigt.
Gegen Hildesheim setzt Trainer Hüring auf die eingespielte Elf. Es fehlen auch die Alternativen, denn Assinouko, Bortolozzo und Maier sind erst im Lauftraining. Marcus Antczak fällt nach seinem Handbruch bis zum April aus. Der neue Ersatz-Schlussmann Michael Gellhaus hat sich ebenfalls verletzt, so dass jetzt mit Max Beckmann ein weiterer Akteur aus den A-Junioren „hochgezogen“ wurde.
So bleibt es auch bei Stefan Raming-Freesen auf der rechten Abwehrseite, obwohl er noch, so Hüring, „etwas Luft nach oben hat“. Immerhin brachten seine bisherigen Einsätze auf dieser Seite den nötigen Schwung nach vorne. Stephan Wille übernimmt im Mittelfeld den defensiven Part, Marcel Hoppe und René Wessels dürften sich da eher nach vorne bewegen und den einzigen Stürmer, Andreas Gerdes, unterstützen. In Sachen Vertragsverlängerung hat es laut Gerdes „mehr als lose Gespräche“ mit dem SVM nicht gegeben.
Quelle: Emsland Kurier
„Siege müssen her – auch mal überraschende“
TuS Lingen: Zalla noch keine Alternative
Lingen (hegt) – Die prekäre Situation des TuS Lingen hat sich trotz des 0:2 des BSV Rehden im einzigen Sonntagsspiel der Fußball-Oberliga nicht verändert.
„Es müssen Siege her, auch mal überraschende wie gegen den SV Meppen“, hatte Vorsitzender Gregor Menger schon vor dem Spiel in Bad Rothenfelde gesagt. Vor dem Duell am Sonntag (15 Uhr) im Weserberglandstadion bei Preußen Hameln fordert TuS-Trainer Georg Schultejans ebenfalls drei Zähler.
„Wir wollen doch keinen Schönheitspreis gewinnen“, meint Schultejans. Die Fehleranalyse nach der Niederlage in der Salinenstadt war sogar noch in dieser Woche anberaumt. „Wir haben nur einmal gewonnen“, rief Schultejans den Spielern zu. Zur Selbstüberschätzung bestehe absolut kein Anlass.
Diese leichte Überheblichkeit hatte Schultejans in der Abwehr erkannt. „Da meinen manche aus der Defensive heraus das Spiel ankurbeln zu können“. Die beiden Sechser im Mittelfeld, Heinz Frimming und Gerrit Thomas, aber auch die Innenverteidiger Maik Schomakers und Manuel Wittmoser ruft er zur Pflicht. Schomakers hat seine Grippe überwunden; es könnte trotzdem sein, dass Heiner Bollmer in die Abwehr rückt. Wladimir Schenemann steht nach seiner neunmonatigen Pause erst im nächsten Monat wieder zur Verfügung.
Auch im Angriff muss es beim Duo Kremer/Foppe bleiben, da Florian Kribber nach seinem Fußbruch noch mindestens drei Wochen fehlt und André Beyer weiter an der Entzündung am Fuß laboriert.
Im Mittelfeld ist der nicht sehr trainingsfleißige Alvaro Zalla keine Alternative. Mit Josef Arning in der zentralen Rolle sowie Sascha Gerritzen und Jens Helming auf den Seiten steht hier eh das beste TuS-Trio in der Startlöchern für die Fahrt zu den Rattenfängern.
Wie lange Jens Helming noch zur Verfügung steht, hängt vom Abistress ab. In Mathe, Physik, Chemie und Englisch wird der 19-jährige Schüler aus Lingen schriftlich geprüft; dazu kommt die mündliche Prüfung in Erdkunde. „Es hängt am Zeitaufwand, das Abi geht vor“, meint Helming, einer der talentiertesten Fußballer im Emsland.
Jetzt hat er auch auf der rechten Mittelfeldseite seinen Platz gefunden. „Ich hatte immer Drang nach vorne“, meint er. Den Aufwärtstrend führt er auf das „andere Aufstellen“ und die Motivationsgabe des neuen Trainers Georg Schultejans zurück. Vorher seien zu viele Akteure mit ihren Positionen nicht einverstanden gewesen. „Ein guter Fußballer muss überall spielen können“, lässt aber Georg Schultejans dieses Argument nicht gelten.
Quelle: Emsland Kurier





