Das Emsland Special

Meppen sucht den Rhythmus

um Meppen.-„Alles Sch . . ., das macht so keinen Spaß“, redet Hubert Hüring Klartext, wenn er an die wegen der Witterung widrigen Trainingsbedingungen und die (möglichen) Spielabsagen denkt. „Wir wollen unbedingt spielen“, ist der SV Meppen heiß auf die Heim-Partie gegen VfV Hildesheim am Sonntag um 15 Uhr.

Die Gastgeber wollen nämlich da weitermachen, wo sie vor zwei Wochen gegen Nordhorn aufgehört haben, ihre Position im Spitzenfeld mindestens behaupten und möglichst verbessern. Hüring sorgt sich, dass seine Mannschaft den richtigen Rhythmus findet. „Wir haben ja wenigstens schon zwei Spiele gehabt“, zieht er den Vergleich mit dem Gegner: Die Hildesheimer absolvierten ihr letztes Meisterschaftsspiel am 30. November 2008 in Leer. Danach stehen nur noch Absagen zu Buche.

Dennoch ist Hüring mit der Situation natürlich nicht zufrieden. „Vielleicht bekommen wir ja mal einen Kunstrasenplatz“, hofft er auf ein Investitionsprogramm. Zurzeit improvisiert er häufig im Training. Montag wich die Mannschaft ins Fitnessstudio aus. Danach teilte es sich den Ascheplatz mit anderen Teams, absolvierte auf dem Kurzfeld ein Trainingsspiel.

Gesetzt sind Sonntag die „Korsettstangen“ im Meppener Team. Stefan Raming-Freesen soll weiter auf der rechten Defensivseite auch für Offensivschwung sorgen – im Duett mit dem zuletzt vorgezogenen Stephan Wille. Den Youngsters im Kader fehlt noch die Konstanz. Wenn sie im A-Team stehen, hat Hüring erkannt, geraten sie unter Druck. „Sie sehen besser aus, wenn sie gegen das A-Team spielen.“ Doch für Veränderung kann nur die Praxis sorgen.

Das sah im Hinspiel noch anders aus. Beim 4:1 fehlte etwa Torjäger Andreas Gerdes noch. „Da haben wir sehr gut gespielt“, meldete der SVM mit dem Auftreten Ansprüche an. „Das war der erste richtige Schritt nach vorn“, erklärt Hüring.

Allerdings warnt der Pädagoge davor, den Gegner zu unterschätzen. „Die Mannschaft hat Qualitäten“, ist ihm unerklärlich, warum der Gegner bis in die Abstiegszone abgerutscht ist. Ins Bild passt, dass der VfV nur 18 Tore geschossen hat. Er hat allerdings auch nur 25 Gegentreffer kassiert – ein Spitzenwert. Der SV Meppen will so viele weitere Gegentore beisteuern, dass der Dreier im Emsland bleibt…

 

Viele Fragezeichen lassen Schultejans grübeln

mir Lingen.-Eine Woche, die er am liebsten schnell vergessen würde, liegt hinter Georg Schultejans, dem Trainer des Fußball-Oberligisten TuS Lingen. Erkältungen, Pressschläge mit Folgen, wieder aufgebrochene Verletzungen: Gleich reihenweise musste er Fragezeichen auf die Liste setzen, auf der die Spieler für die Auswärtspartie beim Aufsteiger Preußen Hameln (So., 15 Uhr) stehen.

„Ich hoffe, dass es beim Abschlusstraining nicht so schlimm aussieht“, sagte Schultejans am Freitag. In den Tagen zuvor hatte Maik Schomakers, Heinz Frimming und Benjamin Brauer die Grippe erwischt, sie konnten nicht trainieren. Ebenfalls keine Einheit absolvieren konnten André Beyer, der sich im Derby gegen den SV Meppen am Fuß verletzte, und Florian Kribber (Mittelfußbruch).

Zu allem Übel verletzten sich dann auch noch zwei Spieler beim Training. Zunächst Wladimir Schenemann, der gerade erst nach Kreuzbandriss wieder eingestiegen war: Nach einem Pressschlag war Schluss – die Knie müssen nun wieder untersucht werden. Und schließlich gesellte sich auch noch Sascha Gerritzen auf die Liste der Spieler, hinter denen ein Fragezeichen steht: Er erlitt einen Pferdekuss, durch den eine alte Verletzung wieder aufbrach. „In dieser Woche hat es sich wirklich geballt“, sagte Trainer Schultejans.

Wie er in Hameln spielen lässt, das weiß er deshalb auch nicht so genau: „Es kann sein, dass wir mal vom System abweichen müssen.“ Nicht jedoch von der Abwehrformation mit Libero und zwei Manndeckern, die der Trainer auffordert, ihre Aufgaben zu erfüllen, Zweikampfbereitschaft und Einsatz zu zeigen. Denn dass seine Mannschaft endlich einmal zu null spielt, ist einer seiner größten Wünsche: „Dann würden wir die Sicherheit nach vorn bekommen und auch ein bisschen mehr Selbstvertrauen.“

Trotz des Wetters ist es wahrscheinlich, dass das Spiel stattfinden wird: Hameln, als Aufsteiger mit 20 Punkten auf Rang elf und damit sechs Zähler besser platziert als Lingen, besitzt einen Kunstrasen. „Das kennen wir ja aus Bad Rothenfelde“, so Schultejans.

Quelle: Emslandsport

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