Chancen mit extremer Arroganz vergeben

INTERVIEW VfB-Kapitän Andreas Mayer redet nach Remis im Stadtduell Klartext

Von Wolfgang Wittig

Frage: Herr Mayer, der VfB Oldenburg hat am Sonntag im Marschwegstadion in allen Belangen dominiert und nur eine einzige Chance der Gäste zugelassen, die dann auch noch zum 1:1-Unentschieden geführt hat. Haben Sie schon eine Erklärung dafür?

Mayer: Es ist einfach nicht zu fassen! Wir spielen fast 90 Minuten auf das VfL-Tor und kriegen den Ball darin nicht unter, weil unser Angriff viel zu sorglos mit den sich bietenden Angeboten, das Tor zu treffen, umgeht. Aber ich wusste es; es musste einfach so kommen. Wer solche Möglichkeiten liegen lässt, der wird im Fußball halt dafür bestraft.

Frage: Der VfB war an diesem Tag dem VfL eigentlich deutlich überlegen . . .

Mayer: Ja genau, aber wir vergeben mit einer extremen Arroganz unsere zahlreichen Chancen.

Frage: Ein Stellungsfehler in der Abwehr und aus möglichen drei Punkten wurde nur einer – das muss Sie doch ungemein ärgern?

Mayer: Genauso ist es. Vorne segeln die Spieler reihenweise am Ball und den Chancen vorbei, und wir machen in 90 Minuten einen einzigen Fehler und werden bestraft. Dabei hat uns der Trainer vor Özkan gewarnt. Der macht 90 Minuten nichts und haut dann doch noch irgendwie den Ball ins Tor.

Frage: Am Sonntag geht es nun nach Heessel. Wird der Tabellenletzte die Wut des VfB zu spüren bekommen?

Mayer: Der Trainer wird in der Woche erst einmal Aufbauarbeit leisten müssen, dann werden wir uns beim Heesseler SV rehabilitieren.

Quelle: Nordwest Zeitung

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