Rote Laterne wieder in Lingen
fa Hameln.-Mit Wut im Bauch auf das Schiedsrichtergespann und der roten Laterne im Gepäck mussten die Oberliga-Fußballer des TuS Lingen gestern in Hameln die Heimfahrt ins Emsland antreten. Weil die Konkurrenz im Abstiegskampf punktete, stand die Elf von Trainer Georg Schultejans nach dem 0:3 (0:1) gegen Preußen als großer Verlierer des Spieltags da.
„Es ist eigentlich nicht meine Art, mich über die Leistung der Schiedsrichter zu beschweren, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, war der Lingener Coach auch eine Stunde nach dem Abpfiff noch aufgebracht. Schultejans kritisierte einerseits mehrere Abseitsentscheidungen zum Nachteil des TuS, insbesondere aber den Platzverweis von Patrick Foppe nach einer Stunde Spielzeit beim Stande von 2:0. Der Angreifer soll im eigenen Strafraum nachgetreten haben. Den daraufhin fälligen Strafstoß nutzte Hameln zum vorentscheidenden 3:0.
Während der Trainer mit der Leistung des Unparteiischen Mario Birnstiel aus Osterode also alles andere als zufrieden war, wollte er seiner Mannschaft nach der kampfbetonten Partie keinen Vorwurf machen. „Die Spieler haben alles gegeben, der Einsatz stimmte“, betonte Schultejans, der nach dem dritten Gegentreffer trotz Unterzahl die Liberoposition auflöste und mit den Einwechslungen von Dimitri Porsch, Alvaro Zalla und Benjamin Brauer die Offensive verstärkte.
Doch auch sie blieben vor dem gegnerischen Tor erfolglos und konnten somit nicht verhindern, dass der TuS bereits im 13. Spiel (von insgesamt 20) keinen Treffer erzielte. Verantwortlich dafür war laut Coach Schultejans wieder einmal eine mangelhafte Chancenverwertung, denn die Möglichkeiten waren da. So verfehlten Freistöße von Manuel Wittmoser und Heinz Frimming das Tor nur knapp, Josef Arning scheiterte freistehend vor Preußen-Keeper Stefan Schmidt an eben diesem.
Was bleibt, ist einmal mehr einzig die Hoffnung des Lingener Trainers: „Irgendwann wird meine Mannschaft für ihren Einsatz belohnt.“
Hameln – TuS Lingen 3:0 (1:0)
TuS Lingen: Schimmöller, Fiedler (65. Zalla), Frimming, Bollmer, Thomes, Wittmoser, Helming (65. Porsch), Gerritzen, Arning (81. Brauer), Kremer, Foppe.
Preußen Hameln: Schmidt, Stellmacher, Klimke, Tarak, Jörn, Schmidt, Sarier, Deppe, Diener (58. Hasani), Belka (70. Stetzkowski), Offermann.
Rot: Foppe (60., Tätlichkeit) – Zuschauer: 180 – Schiedsrichter: Mario Birnstiel (Osterode).
1:0 Torben Deppe (24.) schließt einen Alleingang vom Mittelkreis bis kurz vor das gegnerische Tor erfolgreich ab. 2:0 Torben Deppe (55.) mit sehenswertem Volleyschuss aus spitzem Winkel. 3:0 Niyazi Sarier (60.) lässt TuS-Keeper Tobias Schimmöller beim Strafstoß keine Chance.
Quelle: Emslandsport





