Rothenfelde zu „grün“

schl BAD ROTHENFELDE.

Achtbar geschlagen und dennoch verloren – diese bittere Erkenntnis ziehen die Oberligafußballer vom SV Bad Rothenfelde aus der 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Nordhorn. Den Unterschied zwischen beiden Teams machte vor 300 Zuschauern im heristo-Sportpark vor allem die größere Cleverness des Tabellenzweiten aus.

Bereits nach einer Viertelstunde musste man befürchten, dass die Partie einen ähnlichen Verlauf nimmt wie im Hinspiel, als die Rothenfelder mit 2:7 untergegangen waren. Nach einem Kontertor und einem abgefälschten Freistoß führten die Grafschafter mit 2:0. Doch das Gessat-Team kämpfte sich ins Spiel, allerdings ohne daraus Kapital zu schlagen. Die größte Chance hatte Danny Enthof, dessen harter Schuss gerade noch von einem Nordhorner Abwehrbein abgeblockt wurde (16.).

Mit Elan kamen die Rothenfelder nach der Pause aus der Kabine und wurden auch postwendend belohnt. Nach einem Foul an Malte Becker verwandelte Kapitän Matthäus Zehn den fälligen Strafstoß sicher (53.). Zehn hätte nur drei Minuten später zum Helden werden können, doch einen Fiß-Freistoß konnte der Abwehrspieler frei stehend nicht im Gästetor unterbringen. Im Anschluss verpassten es die Platzherren, sich weitere Chancen zu erarbeiten. Zu hektisch und ungenau im Spielaufbau, fehlte dem Aufsteiger die Kaltschnäuzigkeit gegen abgeklärte Nordhorner.

„Wir haben heute nicht nur in Grün gespielt, sondern waren auch zu grün hinter den Ohren“, bemängelte ein enttäuschter Jürgen Gessat die fehlende Cleverness.

Bad Rothenfelde: Witte – Hörmeyer (27. Schaap), Tredup, Zehn, Vormund – Rustige, Vocks, Enthof (53. Heinrich), Vollmer (46. Schlingmann) – Fiß, Becker. – Tore: 0:1 Arend (5.), 0:2 Novaku (13.), 1:2 Zehn (53. Elfmeter nach Foul an Becker).

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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