SVM rückt näher an Oldenburg heran

Von Uli Mentrup.

Meppen.-Karnevalsstimmung kam gestern beim SV Meppen nicht auf. Dabei hätte es eigentlich kaum besser laufen können: Die Emsländer setzten sich souverän mit 3:0 (2:0) gegen den VfV Hildesheim durch und der VfB Oldenburg musste sich im Stadtderby gegen den VfL mit einem Zähler begnügen. Die Spitzengruppe ist wieder enger zusammengerückt .

Der VfB Oldenburg und Eintracht Nordhorn, die ein Spiel mehr ausgetragen haben als der SVM, weisen fünf Punkte Vorsprung auf. Keine unlösbare Aufgabe. Doch Hüring war bewusst, dass noch viel passieren muss in Meppen. Er forderte einen Kunstrasenplatz und wieder die volle Unterstützung der Fans, die auch wegen der Stadionverbote offenbar nicht so viel Stimmung wie sonst gemacht hätten. „Dann hätten wir vielleicht auch eine Durststrecke wie um die 30. Minute besser überstanden.“

Doch insgesamt lief es gut für die junge Meppener Mannschaft. Sie wirkte konzentriert, war in den meisten Szenen einfach einen Tick entschlossener und schneller. Die Hildesheimer sorgten nur ganz selten für Gefahr. Es wurde deutlich, warum der VfV erst 18 Tore geschossen hat. Und im Zweifelsfall war einfach Torwart Florian Hillebrand zur Stelle. Er holte sich früh Sicherheit und gab sich keine Blöße. „Endlich ohne Gegentor“, war Hüring zufrieden. „Da muss mit Marcus Antczak der beste Torwart der Liga erst zuschauen und mit Florian Hillebrand der zweitbeste zum Einsatz kommen“, lachte der Trainer.

Die Gastgeber gingen energisch in die Zweikämpfe, waren nur im Abschluss noch zu verspielt. Mit den Anspielen in die Nahtstellen der Hildesheimer Abwehrkette sorgten sie für viel Gefahr. Vor dem 1:0 konnte Keeper Alexander Dieser Andreas Gerdes nur per Foul stoppen. Den Strafstoß verwandelte Johan Wigger im Nachschuss (18.). Hüseyin Dogan stellte mit dem 2:0 kurz vor der Pause die Zeichen auf Sieg. Andreas Gerdes nutzte die Räume zum 3:0 als der Gast nach dem Wechsel noch einmal seine Chance suchte. Die Emsländer schossen nach dem 4:1 im Hinspiel ein Viertel der 28-VfV-Gegentore.

Hüring weiß, dass der SVM mit seiner jungen Truppe wuchern kann. Da lernen Marcel Hoppe, Sebastian Schepers oder Stefan Raming-Freesen von den Erfahrenen, die selbst kaum Mitte 20 seien. Das gefiel dem Coach erkennbar. „Ich hoffe, wir sehen Hildesheim in der nächsten Saison wieder“, verabschiedete er VfB-Trainer Andreas Golombek, der schnell korrigierte: „Nein Hubert, „ich wünsche euch den Aufstieg…“

SV Meppen – VfV Hildesheim 3:0 (2:0)

SV Meppen: Antczak – St. Raming-Freesen, Göttsch, Westerveld, Schepers – Wigger, Dogan – Wille (65. Bayraktar), Wessels, Hoppe (70. Hajrizi) – Gerdes (82. G. Raming-Freesen).

VfV Hildesheim: Dieser – Gömann (78. Wolf), Wiedemann, Pertile, Hartmann – Bajgier, Salar – Köhler (73. Mende), Turgay (65. Schlichting) – Lange, E. Ametovski.

Gelb: Raming-Freesen , Westerveld, Wigger, Göttsch / Dieser, Pertile, Gömann, Lange – Zuschauer: 2150 – Schiedsrichter: Schlickmann (Ganderkesee).

1:0 Johan Wigger (18.), der den Ball per Strafstoß an den Innenpfosten setzt, den Abpraller vom Körper von Keeper Dieser, aber wuchtig ins Netz knallt; 2:0 Hüseyin Dogan (42.) mit Freistoß aus 20 m halbrechter Position – Dieser faustet den Ball ins eigene Tor, 3:0 Andreas Gerdes (66.) mit Flachschuss aus 17 m.

Quelle: Emslandsport

Comments are closed.