„Es bleiben sechs Endspiele“
ho Gersten.-Victoria Gersten hat sich im Abstiegskampf der 2. Frauenfußball-Bundesliga keine Luft verschaffen können. Gegen Lok Leipzig verloren die Emsländerinnen mit 0:1 (0:0). „Der Punktverlust tut weh“, hielt Victoria-Trainerin Maria Reisinger insbesondere aufgrund der Leistung ihrer Elf in der zweiten Hälfte ein Unentschieden für gerecht.
In einer kampfbetonten Partie war der Tabellenvierte in der ersten Halbzeit feldüberlegen, ohne sich jedoch nennenswerte Chancen zu erarbeiten. Auf Gerstener Seite kamen nur wenig Entlastungsangriffe zustande.
„Die Leipzigerinnen haben eine harte Gangart gewählt“, beobachtete Reisinger und war mit der Leistung der Schiedsrichterin Herrmann aus Mönchengladbach absolut nicht einverstanden. „Bei uns wurde jedes Zweikampfverhalten abgepfiffen, die Nickeligkeiten der Gäste blieben ungeahndet“, sah die Gerstener Trainerin die Unparteiische überfordert.
Dazu passte eine Szene aus der 48. Minute, als Britta Kappel, die sich packende Duelle mit Peggy Kuznik lieferte, nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah. Eine aus Gerstener Sicht fragwürdige Entscheidung. Die Emsländerinnen machten fortan geschickt die Räume eng und ließen nur wenig Torraumszenen zu. Einmal rettete Sarah Schneider kurz vor der Torlinie (50.). Ansonsten erarbeiteten sich die Leipziger kaum Großchancen. Kurz vor Ende der Partie reagierte Gäste-Stürmerin Corinna Vogg nach einem Distanzschuss am schnellsten und schoss aus dem Gewühl unhaltbar ins rechte Toreck ein (82.).
Durch das Remis der Mitkonkurrenten Union Berlin und Mellendorf rutschte Gersten auf einen Abstiegsplatz. „Es bleiben sechs Endspiele. Erst dann wird abgerechnet“, sieht Reisinger sich und ihren Trainerkollegen Rieck jetzt in der Pflicht, mentale Aufbauarbeit zu leisten.
Quelle: Emslandsport





