Bezirksliga Weser-Ems 3

Neue Gefühle

Schwefingen.-Neue Gefühle – sowohl bei Helmuth Korte als auch bei Branko Dragutinovic. Während Schwefingens Trainer mit dem 1:3 gegen den Haselünner SV die erste Niederlage im siebten Spiel einstecken musste, war es für HSV-Coach Dragutinovic nach zwei Niederlagen und einem Unentschieden endlich wieder ein Erfolg.

„Jetzt muss es sein, sonst ist es zu spät“, hatte Betreuer Max Sandhaus vor dem Spiel erklärt. Und das wussten auch die Spieler, die nach rund zehn Minuten immer besser ins Spiel fanden und das umsetzten, was Dragutinovic verlangte und seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben hatte. Aggressiven Fußball spielen und den Gegner auf seinem eigenen Platz in der Abwehr beschäftigen.
Während die HSVer das Konzept umzusetzen verstanden, bemühten sich die Schwefinger über fast die gesamte Spielzeit vergeblich, ein ordentliches Aufbauspiel auf die Beine zu stellen.

„Völlig verdient“, bewertete Korte den HSV-Sieg, da sein Team es nicht fertigbrachte, die konstruktiven Angriffe der Gäste frühzeitig zu unterbinden. Litzen (20.) und Hüring (44., 58.) nutzten die Schwefinger Fehler, und selbst Hoppes Anschluss (52.) blieb wirkungslos.
 
 Werlte blieb auf der Strecke

Werlte.-Sparta Werlte läuft „der Musik hinterher“. Das gestrige 1:1 gegen den abstiegsbedrohten SV Bawinkel ist einfach zu wenig, um an die Spitze wieder heranzukommen. Mittlerweile sind es elf Punkte, die Sparta gegenüber dem FC Schüttorf 09 und Concordia Emsbüren aufzuholen hätte.

In Halbzeit eins war es eine „unterirdische Leistung“, wie Stephan Sandmann nüchtern feststellte. „Nach dem Seitenwechsel haben wir auch nicht gut gespielt, aber immerhin ein paar Möglichkeiten herausgearbeitet“, fügte der Werlter Co-Trainer ziemlich enttäuscht hinzu.
Spitzenreiter FC Schüttorf 09 setzte sich derweil mit 5:0 ungefährdet und souverän gegen den VfL Emslage durch. Die Emslager hatten zu keiner Zeit der Partie auch nur den Hauch einer Chance, und selbst als die Gastgeber in der zweiten Halbzeit einen Gang zurückschalteten, fand Emslager Sturmspiel nicht statt, so sicher beherrschten die Grafschafter ihren Gegner.

Erheblich mehr Mühe hatte Concordia Emsbüren beim 3:1-Erfolg über Borussia Neuenhaus. Schon pomadig wirkte die Spielweise des Tabellenzweiten gegen die im Rahmen ihrer Möglichkeiten spielenden Gäste, die Mitte der ersten Halbzeit völlig verdient in Führung gegangen waren. Viel änderte sich zunächst durch die Auswechslungen von Winfried Budde an der Emsbürener Spielweise nicht. „Unsere Cleverness reichte letztlich, um uns durchzusetzen“, erklärte der Concorden-Trainer und fügte kritisch hinzu: „Mehr als ein Unentschieden hatten wir eigentlich nicht verdient.“

Nach der 0:7-Hinspielniederlage wirkte das 0:3 des TuS Lingen II gegen den SV Bad Bentheim optisch schon besser. Das Spiel und die Leistungen der Lingener hingegen keineswegs. Und die großartigen Möglichkeiten von Benedikt Gerdes, der dreimal frei vor dem Bad Bentheimer Torhüter aufgetaucht war, seine Chancen aber kläglich „versemmelte“, ärgerten TuS-Trainer Dieter Ostermann noch zusätzlich.

Noch schlechter geworden ist die Bilanz von Union Lohne gegen den VfL/WE Nordhorn nach der 1:3-Niederlage. „Wir haben uns selbst geschlagen“, konnte Union-Obmann Jürgen Menger die drei krassen Abwehrfehler nicht verstehen, die zum Nordhorner Sieg führten. 
 
Quelle: Emslandsport

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