Das etwas andere Spitzenspiel
hege Emsland.-Im Fokus der Fußball-Kreisliga steht am heutigen Abend die Partie in Schapen. Der FC, personell aufgepäppelt und wohl aller Abstiegssorgen ledig, empfängt nach sechs Spielen ohne Niederlage und den Blick schon nach oben gerichtet den SV Esterwegen (19.30 Uhr). Die Gäste fuhren sogar sechs Siege in Folge ein. Derweil kämpfen der FC Leschede und der SV Dohren um unterschiedliche „letzte Chancen“.
Eigentlich werden Duelle zwischen dem Ersten und dem Zweiten oder zumindest anderer enger Verfolger als Spitzenspiel bezeichnet. Heute ist scheinbar alles anders, denn da empfängt der FC Schapen den SV Esterwegen, der Zehnte den Sechste – und alles schaut nach Schapen. Vor einiger Zeit standen die Kontrahenten einträchtig nebeneinander – auf Platz 13 und 14 der Tabelle der Kreisliga. Die Schapener rutschten gar noch auf den 15. Platz ab, wobei der 14. Rang in dieser Saison schon den Abstieg bedeutet.
Dann aber zog der FC mit dem neuen Spielertrainer Dirk Thieme die Reißleine. Es gab 16 Punkte in sechs Spielen. Die Folge: Platz zehn und „nur“ noch acht Punkte Abstand auf den vierten Rang, der zur Relegation berechtigt. Diese Möglichkeit des „Emporkömmlings“ schafft zusätzliche Spannung und Brisanz in der Liga.
Aber noch besser als Schapen waren die Esterwegener. Mit weniger Toren (18 für Schapen, 14 für Esterwegen) holten sie die optimale Ausbeute: 18 Punkte in den letzten sechs Spielen. Auf Platz sechs gibt es nur eine Differenz von einem Punkt auf die Relegation und nur noch drei Punkte auf die Spitze. Beste Voraussetzungen also für ein Spitzenspiel.
Der SV Dohren – mit einem Abstand zur Rettung von acht Punkten – kann bei zwei anstehenden Heimspielen nur den Abstieg vermeiden, wenn es wenigstens einen Sieg gibt. Der sollte am ehesten heute ab 19.30 Uhr gegen Voran Brögbern möglich sein, denn am Montag gegen den FC Schapen scheint die Gerdes-Elf chancenlos, wenn auch bei der abgebrochenen Partie vor vier Wochen lange ein 0:0 gehalten wurde.
Concordia Langen – empfängt heute Olympia Laxten – und der SV Groß Hesepe haben sich mit dem Abstieg scheinbar abgefunden. 16 Punkte sind kaum aufzuholen. Die Groß Heseper werden, so Klaus Lammers, auch gegen den TuS Haren alles in die Waagschale werfen, um sich „vernünftig aus der Kreisliga zu verabschieden“.
Zugleich können sowohl BW Dörpen als auch der TuS Aschendorf ihre Schlappen wieder wettmachen. Spitzenreiter Dörpen könnte das gegen SuS Darme gelingen, die Aschendorfer Aufgabe in Freren ist ungleich schwerer. Das können die Harener heute in Ruhe betrachten und dann Samstag eventuell nach einem Heimsieg gegen Grenzland Twist ganz nach vorne zu rutschen. Die Schifferstädter scheinen wieder in der Spur zu sein, aber auch die Grenzländer haben endlich wieder personelle Alternativen, die auch schon die Wende gegen Concordia Langen brachten.
Am Montag wird die Reihe der Nachholspiele mit dem Nachbarschaftsduell zwischen Alemannia Salzbergen und FC Leschede beendet.
Quelle: Emslandsport





