Eintracht bringt gegen Schlusslicht kein Tor zustande

Enttäuschende Nullnummer

Von Martin Lüken – Nordhorn. Die Oberliga-Fußballer von Eintracht Nordhorn haben gegen das Schlusslicht SV Wilhelmshaven II kein Tor zustande gebracht und schlichen nach einer blamablen Nullnummer gestern Abend enttäuscht vom Rasen des heimischen Stadions am Heideweg. Die Spieler des Tabellenletzten dagegen feierten den Punktgewinn, als hätten sie soeben ein Endspiel gewonnen. „Das ist eine Katastrophe. Es ist das erste Spiel, in dem wir zu Hause nicht getroffen haben“, sagte der total enttäuschte Eintracht-Trainer Shefqet Lajci. Er ging mit seiner Offensivabteilung hart ins Gericht und kritisierte vor allem Torjäger Dennis Brode, der die größte Möglichkeit der Gastgeber in der 67. Minute vergab, als er den Ball nach einer Hereingabe von Oliver Peschke aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbrachte. „Wenn ich gegen diesen Gegner kein Tor mache, gegen wen dann?“, fragte Lajci.

Die Wilhelmshavener waren mit dem allerletzten Aufgebot, darunter auch einige A-Jugendspieler, in Nordhorn angetreten. „Wir mussten uns hinten reinstellen“, sagte SVW-Trainer Normen Günther im Hinblick auf die personellen Voraussetzungen seines Teams, das die Bälle reihenweise aus der Gefahrenzone schlug – den Rest erledigten die Nordhorner mit ihrer Spielweise. Die Gastgeber ließen all das vermissen, was gegen eine massive Deckung vonnöten ist: Bewegung, schnelles Flügelspiel, mutige Einzelaktionen und Zielstrebigkeit. Trainer Lajci monierte zudem die fehlende Bereitschaft, es auch einmal aus der Distanz zu probieren. Dem Aufbauspiel der Nordhorner war gestern allzu deutlich anzumerken, dass gleich mehrere Stammkräfte fehlten.

Trotz es uninspirierten Auftritts verzeichneten die Nordhorner viele gute Möglichkeiten, während die Gäste keinen auch nur ansatzweise gefährlichen Schuss in Richtung des Eintracht-Tores abgaben. Als Torjäger Dennis Brode in der 11. Minute gefährlich abzog, erklang im Eintracht-Stadion bereits die Tormusik, doch der Ball war knapp am langen Pfosten vorbei gegangen. Brode war auch fünf Minuten später beteiligt, als er den Ball im Nachschuss nicht im Tor unterbringen konnte. SVW-Spieler Gerrit Schökel rettete zunächst auf der Torlinie, ehe der Ball an den Pfosten flog – kein Tor.

Auch im zweiten Durchgang sahen die 150 Zuschauer Einbahnstraßen-Fußball und eine Reihe von Chancen. Eine dieser Möglichkeiten verbuchte der eingewechselte Serkan Cayli, der eine Hereingabe an den Pfosten verlängerte. SVW-Coach Günther war mit seinem Team „hoch zufrieden“, wenn er auch einräumen musste: „Das Ergebnis war nicht unbedingt verdient.“

Quelle: Grafschafter Nachrichten

Abwehrbollwerk von SVW U23 für Nordhorn nicht zu knacken

Oberligist bejubelte 0:0 beim Tabellenzweiten

Wilhelmshaven/gz Mit dem buchstäblich letzten Aufgebot reiste die Reserve des SV Wilhelmshaven gestern zum Tabellenzweiten der Fußball-Oberliga Niedersachsen West. Mehrere Stammspieler musste SVW-Trainer Normen Günther ersetzen, weshalb nicht wenige Wilhelmshavener Anhänger mit einer deutlichen Niederlage beim Spitzenteam Eintracht Nordhorn rechneten. Doch die Jadestädter zeigten über 90 Minuten eine kämpferisch vorbildliche Leistung und entführten beim 0:0 völlig verdient einen Punkt vom Heideweg.

Damit konnten die Gelbroten den letzten Rang an den Heesseler SV abgeben, der gegen Arminia Hannover mit 1:8 unterlag. Für die Gastgeber war es das erste Saisonheimspiel ohne eigenen Torerfolg, was das widerspiegelt, was die rund 150 Zuschauer zu sehen bekamen. Eine Heimelf, die klar feldüberlegen war, aber einfach kein Mittel fand um die engagierte SVW-Defensive zu knacken.

Wilhelmshavens Coach Normen Günther hatte wieder in die Trickkiste gegriffen und vor der Viererabwehrkette um die überragende Innenverteidiger Marc Neumann und Lars Meyer mit Christian Müller einen weiteren defensiven Mittelfeldspieler installiert.

Der ließ dem erfahrenen Nordhorner Dirigenten Milosevic kaum Raum, sodass der gefährliche Angriff der Grafschafter völlig in der Luft hing. Weder Brode (23 Tore) noch Arend konnten sich entscheidend durchsetzen und wurden zu Recht ausgewechselt. Und wenn sich doch einmal ein Kicker der Platzherren durchsetzte, stand mit Thorsten Müller ein Keeper zwischen den Pfosten, der mit tollen Reflexen seinen Kasten sauber hielt.

“Wir haben gegen diese Spitzenmannschaft nur wenige Chancen zugelassen. Das war große Klasse und ein Verdienst der gesamten Mannschaft”, war Günther stolz auf sein Team, in dem insgesamt vier Akteure aus der A-Jugend standen. “Das wir in der Offensive mit diesem Gegner nicht mithalten können war uns klar, aber meine Truppe hat sich voll und ganz an die ausgegebene Marschroute gehalten”, bilanzierte der Coach.

Am Sonnabend geht es für die Wilhelmshavener mit dem Auswärtsspiel in Osnabrück weiter. Bis dahin dürften Nils Grape und Mehmet Baydak eventuell wieder in den Kader rutschen.

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung

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