Lingen, Meppen… Nordhorn

Eintracht übt das Toreschießen

TSV Havelse gastiert Sonntag am Nordhorner Heideweg
Die Nordhorner Oberliga-Fußballer haben mit dem Hannoveraner Vorstadt-Club noch eine Rechnung offen. In der Hinserie unterbrach der TSV mit einem 2:0-Erfolg die eindrucksvolle Siegesserie der Mannschaft von Eintracht-Trainer Shefqet Lajci.

ml Nordhorn. Shefqet Lajci ist als Vollblutstürmer bekannt – und als solcher tat es dem Eintracht-Trainer in der Seele weh, dass seine Mannschaft unter Woche nicht in der Lage war, gegen das überforderte Schlusslicht SV Wilhelmshaven II einen Treffer zu erzielen – übrigens erstmals in dieser Saison im eigenen Stadion. Also setzte Lajci vor dem morgigen Heimspiel (15 Uhr, Eintracht-Stadion) gegen den TSV Havelse verstärkt auf Schusstraining. „Es hat keiner richtig auf das Tor geschossen. Die Chancen wurden halbherzig verwertet – frei nach dem Motto: Es kommt schon die nächste“, sagt der Eintracht-Trainer. Der große Ärger hat sich gelegt, mittlerweile sagt Lajci: „Es gibt solche Spiele.“ Und er erinnert sich an einen eigenen Auftritt vor mehr als zehn Jahren, als den Nordhornern gegen Wolfenbüttel einfach kein Treffer gelingen wollte.

Ein Grund für den enttäuschenden Auftritt gegen Wilhelmshaven waren sicher auch die vielen Ausfälle. Mit Hartmut Vrielmann, Torben Rattelsdorfer, Bertino Nacar, Kevin Thiel und Herion Novaku fehlten gleich fünf Stammspieler, zudem blieb Sebastian Terdenge mit Leistenproblemen auf der Bank. „Ein oder zwei Verletzte kann man kompensieren – aber wenn fünf oder sechs Spieler aus der ersten Reihe fehlen, wird es schwer“, sagt Lajci, für den sich kurzfristig wohl keine entscheidende Verbesserung abzeichnet: Novaku muss nach seinem Platzverweis noch zwei Spiele pausieren und im Verletztenlager besteht allenfalls bei Bertino Nacar eine kleine Hoffnung auf Rückkehr in den Kader. Im schlimmsten Fall könnte sich die Situation sogar verschlechtern, denn Torjäger Dennis Brode verletzte sich am Mittwoch am Knie – sein Einsatz ist zumindest fraglich.

Brode würde sicher gerne einen Fehler aus dem Hinspiel geraderücken, denn bei der ersten Niederlage nach einer Serie von acht Siegen in Folge vergab der Angreifer einen Strafstoß und damit die Chance auf eine 1:0-Führung, die den Nordhornern wohl einen anderen Spielverlauf beschert hätte. „Wir haben etwas gut zu machen“, sagt Lajci mit Blick auf das 0:2 am 2. November des vergangenen Jahres. Überhaupt will der Eintracht-Coach, dass seine Mannschaft auch in der Endphase der Spielzeit und trotz fehlender Aufstiegschancen weiterhin Werbung in eigener Sache macht. Lajci: „Wir wollen die Saison vernünftig zu Ende bringen.“

Quelle: Grafschafter Nachrichten

 

Meppen hat noch Ziele

um Meppen.-Die Aufstiegsträume hat der SV Meppen begraben. Ziele hat der emsländische Fußball-Oberligist immer noch. Trainer Hubert Hüring möchte die 60-Punkte-Marke deutlich überschreiten. Platz drei soll es am Saisonende werden. Am Sonntag um 17 Uhr kommt es gegen den SV Bavenstedt zum Duell mit einem unmittelbaren Konkurrenten um die Bronzemedaille.

Beim 4:0 in Wilhelmshaven stoppte der SVM seinen Negativlauf. „Wir haben früh geführt“, verweist der Coach auf eigene Stärken. Die Unterstützung des Gastgebers hätten die Emsländer nicht benötigt. Dabei ermittelt die Polizei in Wilhelmshaven wegen früherer Hinweise in Richtung Betrugsverdacht, weil sechs Spieler des Schlusslichtes Wilhelmshaven II in Wettbüros auf Niederlagen ihres eigenen Teams gesetzt haben sollen.
„Wenn man das 0:0 der Wilhelmshavener in Nordhorn sieht, muss man unseren Erfolg vielleicht noch höher bewerten“, sagt Hüring, der selbst grundsätzlich nicht wettet und damit für das Duell mit Bavenstedt keine Prognose abgibt. Doch auch wenn ihm auf etlichen Positionen die Alternativen fehlen, ist er zuversichtlich. Schließlich könne niemand der Mannschaft vorwerfen, dass sie nicht wolle.

Das haben nach Umstellungen zuletzt wieder jüngere Akteure bewiesen wie Marcel Hoppe oder Leo Homann. „Der Leo hat es richtig gut gemacht“, lobt der Coach den ehemaligen Biener. Wie schon zweimal zuvor in dieser Saison. Jetzt muss das Talent die Leistungen endlich konstant bestätigen. Aus dem Vollen kann Hüring Sonntag nicht schöpfen. Stefan Lammers und Hüseyin Dogan fallen aus, hinter mehreren Akteuren, darunter auch Andreas Gerdes (Prellung am Fuß), steht noch ein Fragezeichen.

Bavenstedt weist sechs Punkte, aber auch drei Spiele weniger auf als der SV Meppen und steht nach Hürings Einschätzung zu Recht mit oben in der Tabelle. Das Team von Trainer Gerd Celnik, der im Winter Torjäger Marc Vucinovic an Eintracht Braunschweig verloren hat, verfügt über die zweitbeste Abwehr. „Die Mannschaft hat in der Hinserie super gespielt“, weiß Hüring. Zuletzt lief es nicht mehr so erfolgreich. „Aber wenn die in Meppen spielen, ist das der Höhepunkt der Saison“, sagt Hüring, doch den, so sein Wunsch, soll der Gegner mit einer Niederlage in Erinnerung behalten.

Quelle: Emslandsport

 

Einzelgespräche im Bus sollen zum Erfolg führen

hsz Lingen.-Im Bus auf dem Weg zum VfL Oldenburg will Georg Schultejans die entscheidenden Worte an seine Mannschaft richten. „Auf der Fahrt werde ich Einzelgespräche führen“, kündigt der Trainer des Fußball-Oberligisten TuS Lingen vor dem Auswärtsspiel an, das am Sonntag um 18 Uhr angepfiffen wird.

Die intensiven Gespräche mit den Spielern sind notwendig, weil sie nach der bitteren 0:5-Klatsche gegen den BSV Rehden „im Kopf frei werden müssen“, wie Schultejans betont. Der Coach hofft, dass sein Team die herbe Niederlage gegen den direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg mittlerweile verdaut hat. Der ohnehin vorhandene Druck sei dadurch noch höher geworden. Schultejans: „Es ist entscheidend, ob die Mannschaft damit umgehen kann.“ Im Training hat er positive Rückmeldungen erhalten: „Da waren die Spieler giftig. Das müssen wir nach Oldenburg mitnehmen.“
Ebenfalls in den mentalen Bereich fällt das ungewohnte Geläuf in der Huntestadt, wo die Platzherren traditionell auf Kunstrasen spielen. Während der VfL Oldenburg reichlich Erfahrung mit dem Boden hat, war der TuS Lingen auf diesem Untergrund in der Vergangenheit nicht besonders erfolgreich. Schultejans: „Auch das muss raus aus den Köpfen.“

Der Trainer will seiner Elf einbläuen, dass sie auf Kunstrasen möglichst wenig mit langen Bällen operieren soll. Gefordert sei ein technisch sauberes und auf Sicherheit bedachtes Kurzpassspiel. Ziel sei es, das Geschehen möglichst in des Gegners Hälfte zu verlagern. Weitere taktische Optionen hält sich Schultejans offen: „Ich bin mir noch nicht schlüssig, ob wir es etwas defensiver angehen lassen.“

Allerdings bereitet ihm die Abwehrabteilung einiges Kopfzerbrechen. Denn Heiner Bollmer musste gegen Rehden mit Leistenproblemen vorzeitig vom Platz. „Sein Einsatz ist sehr fraglich“, sagt der Trainer, der deshalb voraussichtlich seine Viererkette umbauen muss. Schultejans hat sich aber noch nicht überlegt, wer den Part von Bollmer übernimmt: „Das werde ich nach den letzten Trainingseindrücken entscheiden.“

Quelle: Emslandsport

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