Bezirksliga Weser-Ems
„70-jähriger“ Sturm erfolgreich
Emsland.-Sparta Werlte macht weiter von sich reden: Mit dem „70-jährigen“ Sturm – Ludger Brunnecke (36) und Johann Stenzel (34) sind gemeinsam der älteste Angriff der Liga – gewannen die Hümmlinger in der Fußball-Bezirksliga mit 2:0 gegen den SV Bad Bentheim. Selbst für Trainer Marco Dehne kaum zu fassen angesichts der vielen verletzten Spieler.
Technisch zwar besser, aber vor dem Tor manches Mal zu verspielt, vergaben die Gäste eine Reihe guter Möglichkeiten, wobei Sparta-Torhüter Frank Richter seiner Mannschaft die Null sicherte. Die Werlter Treffer erzielten mit Rohde und Bressel zwei Spieler aus dem Mittelfeld.
Bis zur 90. Minute hielt der Haselünner SV ein 1:1 bei Raspo Lathen, ehe die Gastgeber spät, aber nicht unverdient zum Siegtreffer kamen. Zuständig für dieses Tor war einmal mehr Jörg Brunen (15. Saisontor). Unmittelbar vor der Pause ließ HSV-Stürmer Andreas Hüring die Chance zum 2:0 für die Haselünner aus: Raspo Torwart Jonas Fährmann verstolperte das Leder, doch Hüring schoss den Ball aus rund zehn Metern über das Tor.
„3:0 hätten wir zur Pause führen müssen“, sagte Helmuth Korte und verwies auf die klaren Chancen der Sportfreunde Schwefingen gegen Borussia Neuenhaus. Mislim Mazen gleich zweimal und Florian Hoppe hätten nach Ansicht des Schwefinger Trainers schon in der ersten halben Stunde für die Vorentscheidung sorgen können.
Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Gäste gefährlicher. Da musste Torwart Josef Hus in einer Situation sein ganzes Leistungsvermögen aufbringen, um den Rückstand zu verhindern. Es war ein erster Warnschuss der Grafschafter.
Zur spielentscheidenden Figur wurde für Korte der Schiedsrichter, als er in der 70. Minute „Pit“ Brüwer des Feldes verwies: wegen einer unsportlichen Äußerung, die der Referee gehört haben wollte. Das Unterzahlspiel bei den Hausherren nutzten fortan die konterstarken Gäste, die zusätzlich ihren Torjäger Holger Veltmann, der zunächst auf der Bank geblieben war, einwechselten.
Quelle: Emslandsport
Kerzen gegen den Abstieg
„Wir sollten in der nächsten Zeit beten oder eine Kerze anzünden.“ Auf diese Weise hofft Dieter Ostermann darauf, die Fußballgötter im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga auf die Lingener Seite zu bringen.
Einen anderen Weg kann der Trainer des TuS Lingen II nach der 1:6-Heimklatsche gegen den VfL Emslage derzeit nicht erkennen, um aus der prekären Situation herauszukommen.
Zwar liegen die Lingener noch zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt, wenn aber die hinter ihnen liegenden Teams SV Bawinkel und Haselünner SV ihre Nachholspiele gewinnen sollten, dann wäre der TuS Vorletzter.
Die Spieler konnten sich in Ruhe und konzentriert auf die Begegnung gegen Emslage einstellen. Auf dem Platz allerdings ließen sich die theoretischen Planspiele der Woche nicht umsetzen. Der VfL, technisch keineswegs besser als die Hausherren, zeigte, wie man sich im Abstiegskampf zu verhalten hat: kämpfen, laufen und – vor allen Dingen – sich als Mannschaft präsentieren. Das gelang den Lingenern zu keiner Phase. So hilft eine Kerze allein nicht mehr.
Der VfL Emslage hingegen benötigt aus seinen letzten fünf Spielen einen Sieg, um sich als Neuling den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern.
Quelle: Emslandsport





