„Wir freuen uns auf die Bezirksliga“

Kreisliga-Meister Union Emlichheim lässt noch einmal Spannung aufkommen

Die Fußballer des SC Union standen über weite Strecken der Kreisliga-Saison auf dem ersten Tabellenplatz. Spielertrainer Edward Sabander legt nicht nur Wert auf Erfolge, sondern auch auf ansehnlichen Fußball.

ml Emlichheim. Die Fußballer des SC Union Emlichheim haben sich im spannenden Titelkampf der Kreisliga gegen den SV Wietmarschen durchgesetzt. Am Ende kam es so, wie SVW-Trainer Gert Goolkate vor der Saison prognostiziert hatte: „Es wird eine ganz enge Angelegenheit, wenn es um die Vergabe des Titels geht.“ Danach hatte es lange Zeit allerdings nicht ausgesehen. Zwar überwinterte Wietmarschen (mit zwei mehr absolvierten Spielen als der SCU) auf Platz eins der Kreisliga-Tabelle. Drei Spieltage vor dem Saisonende führte die Mannschaft von SCU-Coach Edward Sabander allerdings noch mit sechs Punkten Vorsprung auf den SVW.

„Es wäre richtig bitter gewesen, wenn wir noch in die Relegation gegangen wären“, sagte Emlichheims Stürmer Björn Brill, nachdem er und seine Mitspieler sich gerade mit einem 2:2 bei Olympia Uelsen den Kreisliga-Titel erkämpft hatten. Und während der SCU-Vorsitzende Johann Beerlink nach der Rückkehr der SCU-Fußballer auf die Bezirksebene „einfach froh“ war, blickte Spielertrainer Edward Sabander schon einmal auf die nächste Saison: „Wir freuen uns auf die Bezirksliga.“

In seinem ersten Jahr als spielender SCU-Trainer hat der Niederländer bei den Emlichheimern das Niveau noch einmal kräftig gehoben. So wurde aus dem Saisonziel, so lange wir möglich oben mitzumischen, sogar die Meisterschaft. „Ich habe versucht, mehr Fußball spielen zu lassen, das zahlt sich aus. Ich denke, dass der Titelgewinn verdient ist“, sagte Sabander. Er ist nicht nur auf Erfolge aus, sondern will den Zuschauern auch ansehnlichen Fußball bieten.

Dass seine Kicker beim Saisonfinale in Uelsen von einer großen und vor allem lautstarken Anhängerschaft unterstützt wurden, freute den Coach natürlich. „Die Unterstützung der Fans war wirklich gut; das war allerdings auch schon gegen Wietmarschen so“, sagte Sabander und fügte hinzu: „Wir sind auch für die Zuschauer und den Verein Meister geworden.“

Im Hinblick auf die Herausforderung in der Bezirksliga weiß er, dass sein Team noch weiter zulegen muss. „Wir haben eine gute Mannschaft, aber das Niveau im nächsten Jahr muss höher werden“, sagt der Spielertrainer. Er ist der Ansicht, dass sein Team in der neuen Spielklasse wird mitspielen können, trotzdem sagt er auch: „Eigentlich müssen wir den Kader verstärken. Man braucht aber nicht nur mehr Spieler, sondern auch Qualität.“ Für den Coach ist grundsätzlich nicht nur die Stammelf wichtig, „sondern der ganze Kader“.

Und auch wenn der Coach den Fokus vor dem Gewinn der Meisterschaft in Uelsen auf die 90 Minuten Fußball gegen die Olympia-Mannschaft gerichtet hatte, so waren die Emlichheimer in Sachen Titelfeier natürlich nicht unvorbereitet. Die Niedergrafschafter bejubelten Meisterschaft und Bezirksliga-Aufstieg ausgelassen auf dem Spielfeld – natürlich mit den mittlerweile obligatorischen Insignien eines Titelträgers, Sektflaschen und Meister-Shirts. Mittendrin war einer, der nicht nur am Sonntag mit seinen beiden Treffern, sondern in der gesamten Saison entscheidenden Anteil am Erfolg hatte: Christian Schonhoff. Der Angreifer erzielte in 28 Spielen insgesamt 37 Tore und es war fast schon etwas kurios, dass ausgerechnet der absolute Toptorjäger in der Endphase des Spiels in Uelsen den Ball beim Stand von 2:2 aus kurzer Distanz nicht im Gehäuse unterbrachte. Hätte Schonhoff in bekannter Manier getroffen, wäre der Titelkampf allerdings nicht buchstäblich bis zum Schluss spannend gewesen …

Quelle: Grafschafter Nachrichten

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