Im dritten Jahr in Folge Regionalligafußball

buek MEPPEN.-Bereits im dritten Jahr in Folge kann der SV Meppen mit seinem Aushängeschild, den A-Junioren, Regionalligafußball bieten. Immerhin spielen die Emsländer in der zweithöchsten Jugendfußball-Liga Deutschlands.

Darüber gibt es nur noch die A-Junioren-Bundesliga, in der vornehmlich die Nachwuchsakteure der Bundesligisten spielen. In der Hinserie der vergangenen Saison klopfte der SVM sogar an die Tür dieser Bastion, musste aber in der zweiten Halbserie durch verletzungsbedingte Ausfälle die Segel streichen und sich mit einem Mittelfeldplatz zufriedengeben.

Die A-Junioren-Mannschaft des SV Meppen ändert in jeder Saison ihr Gesicht, doch der Erfolg ist immer an zwei Dingen festzumachen. Zum einen an dem Trainerduo Wilfried Köther und Norbert Kimmann und zum anderen natürlich an der Unterstützung der immer wieder zahlreichen Fans. Das Trainergespann schafft es immer wieder, nicht nur den eigenen Nachwuchs regionalligatauglich in das Team zu integrieren, sondern auch durch auswärtige gute Spieler gezielt zu verstärken.

So konnten Köther und Kimmann auch für die kommende Saison 2009/10 vom VfL Osnabrück Abudi El Kahil, vom Nachbarn TuS Lingen Nils Höting und Willi Schmidt sowie von Union Lohne Patrick Humbert für die Regionalliga gewinnen. Humbert brachte sich im NFV-„Conti“-Pokal bei Kickers Emden gleich mit zwei Toren hervorragend in die Mannschaft ein, auch wenn die Partie letztendlich im Elfmeterschießen unglücklich mit 4:7 verloren ging.

Aus den benachbarten Niederlanden stießen Yannis Kasantjis vom FC Emmen und Jessie van de Graaf vom BV Veendam zum SVM-Aufgebot. Für die kommende Saison verfügt der Verein wieder über eine schlagkräftige Truppe, die wie in der vergangenen Serie durchaus für Furore sorgen könnte.

Es wird aber vermutlich schwerer, die Konkurrenz aufzumischen. Mit Eintracht Braunschweig und dem FC St. Pauli sind zwei Traditionsvereine aus der Bundesliga in die Regionalliga abgestiegen, und die Aufsteiger FC Oberneuland (Bremer Fußball-Verband), Eintracht Norderstedt (Hamburger Fußball-Verband), Holstein Kiel II (Schleswig-Holsteinischer Fußballverband) und Kickers Emden (Niedersächsischer Fußballverband) sind schwer einzuschätzen. Die Stärke der Emder haben die Meppener bereits zu spüren bekommen. Insgesamt hat die Regionalliga Nord an Qualität gewonnen, was Auf- und Abstieg noch spannender werden lässt.

Bei nur noch sechs Teams in der Bundesliga aus dem Norden gegenüber acht Mannschaften aus dem Osten und der Stärke der Regionalliga Nord kann sich der Abstieg aus der Regionalliga sogar auf zwei Mannschaften reduzieren, sodass das Emsland selbst bei einem schlechten Lauf für den SV Meppen auch in Zukunft zumindest im Jugendfußball weiterhin Regionalligafußball erwarten kann.

Doch für einen schlechten Lauf des SVM spricht eigentlich nichts. Die Mannschaft ist wieder gut aufgestellt und braucht keinen Gegner in der Regionalliga Nord zu fürchten. Das Team bemängelt lediglich das eigene Umfeld, das dem Standard für die zweithöchste Jugendliga Deutschlands nicht standhalte. Der B-Platz als Spielfläche wird regelmäßig von den Schiedsrichtern beanstandet. Der A-Platz steht dem am höchsten spielenden Team im Verein selten zur Verfügung.

Quelle: Emslandsport

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