Die Oberligen in Niedersachsen aktuell

Anacleto trifft – MTV feiert ersten Saisonsieg

Gifhorner gewinnen mit 3:2 beim VfV Hildesheim – Schlechteste Punktspielleistung wird belohnt

Von Jens Neumann

GIFHORN. Es mag paradox klingen: Die Oberliga-Fußballer des MTV Gifhorn lieferten gestern beim VfV Hildesheim ihre bislang “schlechteste Punktspielleistung” (Trainer Klaus Fricke) ab – und feierten dennoch ihren ersten Saisonsieg. Beim VfV 06 Hildesheim gab es einen 3:2 (0:1)-Erfolg für die Schwarz-Gelben.

270 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit eine schwache Begegnung von beiden Mannschaften. “Es war grottenschlecht. Mein Gegenüber Andreas Golombek war genauso unzufrieden wie ich”, erklärte Klaus Fricke kopfschüttelnd, der seiner Elf eine Rückwärtsbewegung attestierte, die “90 Minuten lang nicht Oberliga tauglich war”.

Die Hildesheimer operierten ausnahmslos mit langen Bällen und profitierten immer wieder von Stellungsfehlern in der Gifhorner Hintermannschaft. “Ich hätte meine Viererkette zur Pause komplett rausnehmen können, sie hat nur Unsicherheit verbreitet”, betonte der MTV-Coach. Mit Ausnahme von Patrick Wötzel, denn der Innenverteidiger hatte sich beim Warmmachen verletzt und musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss vom Seitenrand aus tatenlos zuschauen.

Die Quittung für den schwachen Auftritt gab’s für die Gäste praktisch mit dem Pausenpfiff, als Drazen Ivankovic zum 1:0 für Hildesheim traf. “Das Gegentor war absolut identisch mit dem Treffer vor Artem Schur gegen uns in der Vorwoche”, schilderte Klaus Fricke, der in der Halbzeit “laute Worte” wählte.

Und diese rüttelten seine Mannschaft offenbar wach. Fortan agierte der MTV so, wie er es sich von Beginn an vorgenommen hatte – und drehte binnen weniger Minuten die Partie durch Treffer von Massimiliano Anacleto und Ingo Vandreike, der einen Freistoß aus 25 Metern versenkte. Nach 63 Minuten rettete MTV-Keeper Michael Krauskopf “sensationell” gegen Murat Salar, doch nur drei Minuten später glich Hildesheims Stürmer dann doch zum 2:2 aus.

Es drohte das dritte Gifhorner Unentschieden im dritten Spiel. Doch dann schlug wiederum “Massi” Anacleto zu und verwertete ein Zuspiel von Ralf Middendorf zum 3:2-Siegtreffer. “Natürlich ist die Erleichterung groß nach dem ersten Erfolg, auch wenn der vom Spielverlauf her nicht verdient war”, sagte Fricke.

Tore: 1:0 Drazen Ivankovic (45.); 1:1 Massimiliano Anacleto (49.); 1:2 Ingo Vandreike (53.); 2:2 Murat Salar (66.); 2:3 Anacleto (89.).

MTV: Krauskopf – Kreutzfeldt (62. von der Ohe), Busboom, Deppe (70. Pilz), Benke – Lütge, Vandreike, Bewernick, Skoda – Anacleto, Klein (70. Middendorf).

Quelle: Wolfsburger Nachrichten

 

Eingespielte Turner-Elf gewinnt

Fußball-Oberligist siegt mit 2:0 gegen Rot-Weiß Cuxhaven – Torwart Florian Jänsch mit Blitzreaktion

Von Henning Thobaben

Mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Rot-Weiß Cuxhaven haben sich die Freien Turner zunächst in der oberen Tabellenhälfte der Fußball-Oberliga festgesetzt. Dabei baute Turner-Coach Uwe Walther auf elf bewährte Spieler.

Denn die Anfangsformation hätte so schon in der vergangenen Saison auf dem Platz stehen können. Sämtliche Neuzugänge waren entweder verletzt, angeschlagen, im Urlaub oder saßen auf der Bank. Auch die Wechsel erfolgten erst spät.

“Ich hatte vorher keinen Grund dazu”, erklärte Walther. Er habe das Gefühl gehabt, dass diese Formation erfolgreich sein würde.

Und er behielt Recht. Auch mit seiner Entscheidung, Torwart Jänsch das Vertrauen zu schenken. Der Keeper hatte gegen Stade herausragend gehalten, wie Walther lobte. Danach in Göttingen aber “Öl an den Handschuhen”. Gegen Cuxhaven war er wieder ein sicherer Rückhalt, vereitelte fünf Minuten vor Ende mit einer Glanztat das 1:1.

“Das war ein Reflex, Glück gehabt”, meinte Jänsch bescheiden. Der Schlussmann hat sich gegen den erfahrenen Amin Stenzel durchgesetzt. “Aber wir verstehen uns sensationell, ein supergeiler Typ”, lobt die Nummer 1 den Konkurrenten.

Mitte der ersten Hälfte hatte Jänsch Glück, dass er nicht hinter sich greifen musste. Cuxhavens Ahmet Karaca war brandgefährlich, traf einmal den Pfosten und anschließend über das Tor.

Aber auch die Turner hatten Chancen. Jörn Winkler, René Illner, und Christian Homann ließen ihre Chancen über die 90 Minuten ebenso ungenutzt wie der dieses Mal im rechten Mittelfeld aufgebotene und spritzig wirkende André Kramer. Der bereitete auch das 1:0 vor, drückte beim 2:0 das Leder nach Winklers Lupfer nur über die Linie.

“Ein wichtiger Sieg”, sagte Walther. “Aber wir mussten hart dafür kämpfen.” Und Jänschs Parade am Ende? “Dafür ist ein Torwart ja da.” Bloß nicht wieder zu viel Lob…

Tore: 1:0 Michael Krüger (73./FE), 2:0 André Kramer (89.).

Freie Turner: Jänsch – Dierschke, Kamp, Homann – Krüger, Illner, Kierdorf, Kramer (89. Schnotale) – Eggers, Luczkiewicz (85. Bräunig) – Winkler.

Quelle: Braunschweiger Zeitung

 

Eintracht II ganz schon ausgebufft

Junges Team ganz clever, Fußball-Oberligist Eintracht II hat im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg geholt. Das Team von Trainer Christian Benbennek siegte bei Lupo Martini Wolfsburg mit 2:0 (2:0).

Zweimal schlugen die Blau-Gelben nach Standards zu, eiskalt und direkt vor der Pause. Erst bugsierte Marc Vucinovic eine Ecke über die Linie. Dann schlenzte Oliver Kragl einen direkten Freistoß ins Netz, während Lupos Torwart noch die Mauer stellte. Kapitän Marko Dimitrijevic hatte ihm den Wink gegeben.

“Ich freue mich immer, wenn die Spieler auch etwas schlitzohrig unterwegs sind”, meinte Benbennek. Man habe einen letztlich völlig verdienten Dreier beim Aufsteiger eingefahren. Schon zweimal zu Null – das sei gut fürs Selbstbewusstsein.

Tore: 0:1 Oliver Kragl (44.), 0:2 Marc Vucinovic (45.).

Eintracht II: Later – Littmann, Dimitrjevic, Pieper, Thomsen – O’Neill, Bellarabi, (46. Kluk), Kragl, Gierke – Vucinovic, Hauk (82. Taute).

Quelle: Braunschweiger Zeitung

 

Ölper bei 2:2 weiter auf Geschenketour

Erneut unfreiwillig spendabel präsentierte sich der BSV Ölper in der Fußball-Oberliga. Nachdem man schon in den ersten beiden Partien Punkte in den Schlussminuten verlor, geriet man beim 2:2 (0:1) bei Eintracht Northeim kurz vor Ende sogar in Überzahl in Rückstand.

“Positiv war aber zumindest, dass wir trotzdem noch den Ausgleich machen”, bilanzierte BSV-Coach Willi Feer. In der ersten Hälfte habe sein Team gut gespielt. Allerdings sich auch zu sehr auf der Führung ausgeruht. “So haben wir letztlich wieder zwei Punkte verschenkt.”

Lichtblicke seien Marco Behrens und Neuzugang Maik Koschwitz gewesen. Letzterer bereitete in seinem ersten BSV-Spiel beide Tore vor.

Tore: 0:1 Sven Sielaff (12.), 1:1 Eike Noparlik (66.), 2:1 Sascha Pleßmann (86.), 2:2 Markus Reiff (88.).

Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Eike Noparlik (83.) und Alexander Kröll (88./beide Northeim).

BSV Ölper: Kiontke – Riedel, Behrens, Krüger, Naja (70. G. Krüger) – Wegener (31. Sevim), Nöske, Reiff – Granatowski (76. Richter), Sielaff – Koschwitz. ht

Quelle: Braunschweiger Zeitung

 

 
Zu sorglos in der Defensive und zu harmlos im Angriff

Hansa Lüneburg unterliegt Aufsteiger Ahlerstedt

Die frühe Führung tat den Oberliga-Kickern des FC Hansa Lüneburg nicht gut: Nach dem 1:0 in der dritten Minuten standen die Lüneburger gegen den SV Ahlerstedt/Ottendorf bei der 2:4 (1:2)-Niederlage am Ende mit leeren Händen da.

Lüneburg. Im Verlauf der ersten Halbzeit fragten sich noch viele Zuschauer, wo denn die Gäste vom SV Ahlerstedt/Ottendorf überhaupt herkämen. “Das ist in der Nähe von Ottersberg, aus der Ecke steigen ja viele Mannschaften auf”, erklärte ein älterer Fan auf der Tribüne den Umsitzenden.

Wo das Ahlerstedter Tor steht, wusste Eugen Krasnikow, als er nach drei Minuten per Kopf zur Führung traf.

Doch in der Folgezeit kamen die Gäste zunehmend besser ins Spiel und erarbeiteten sich erste Chancen. “Ihr spielt zu sorglos”, schimpfte Hansa-Coach Ralf Sievers, meinte damit zwar die Defensive, aber auch in der Offensive tat sich nicht mehr viel. Das lag aber vor allem am gut aufgelegten Ahlerstedts Schlussmann Curia, der beste Einschussmöglichkeiten zunichte machte. Benjamin Tillack, Paul Herbst und auch Torben Tutas scheiterten am Gäste-Keeper, der sein Team so im Spiel hielt. Dazu kam auch noch, das Felix Beck und Maik Kruse hinter ihren Möglichkeiten blieben, so dass kreative Ideen Mangelware blieben.

So gerieten die Gastgeber noch vor der Pause in Rückstand, kurz nach dem Wiederanpfiff gar das 1:3, doch Beck traf per Strafstoß zum 2:3 und blies zur Aufholjagd. “Es passte zum Spiel, dass wir am Ende noch ein Tor kriegen”, so Co-Trainer Thomas Oelkers, “tödlich war für uns der Treffer zum 1:3.”

Quelle: Hamburger Abendblatt/Lüneburger Rundschau

 

 
Ahlerstedter Fußball zum Genießen beim Auftritt in Wilschenbruch

Fußball: Auswärtssieg beim FC Hansa Lüneburg

“Wir wollen jedes Spiel in der Oberliga genießen”, sagte Fußball-Trainer Hartmut Mattfeldt vom SV Ahlerstedt/Ottendorf noch vor dem Auftritt seiner Kicker beim FC Hansa Lüneburg.

Ahlerstedt. Mit dem Genießen ließ sich das Team fast gut 40 Minuten Zeit, siegte dann aber mit 4:2 (2:1) beim renommierten Oberliga-Klub in Lüneburger Stadtteil Wilschenbruch.

Nach dem frühen Rückstand drehten Maik van Huffel (40.) und Dennis Meibohm (45.) den Spielstand kurz vor der Pause zur 2:1-Führung. Zu diesem Zeitpunkt fragte sich keiner der Lüneburger Fans mehr, wo denn Ahlerstedt überhaupt liege, sondern zollte der disziplinierten Leistung des Aufsteigers vollen Respekt.

Nach dem Seitenwechsel sorgte Sascha Müller (52.) mit dem Treffer zum 3:1 für eine scheinbar beruhigende Führung, doch Lüneburg kam noch einmal auf 2:3 heran und blies in den letzten 20 Minuten zur Aufholjagd. “Da standen wir unter Dauerfeuer”, gab Trainer Mattfeld zu, “aber die Jungs haben sich voll reingehängt und das wirklich gut gemacht.” Das lag vor allem am gut aufgelegten Ahlerstedts Schlussmann Curia, der beste Einschussmöglichkeiten zunichte machte. Benjamin Tillack, Paul Herbst und auch Torben Tutas scheiterten am Ahlerstedter-Keeper. In der Schlussminute traf Dennis Meibohm nach einem Konter zum 4:2-Endstand – und die Ahlerstedter durften den ersten Pflichtspielsieg feiern und genießen. “Wer weiß, wann das wieder vorkommt”, sagte ein zufriedener Hartmut Mattfeld.(as)

Quelle: Hamburger Abendblatt

 

 
Später Ausgleich ärgert SV Blau-Weiß Bornreihe

Von Karsten Hollmann

Bornreihe. Jetzt sind sie sozusagen die Remiskönige der Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost. Auch das dritte Match des SV Blau-Weiß Bornreihe endete mit einem Unentschieden. Beim 2:2 gegen die SV Drochtersen/Assel war aber trotzdem nicht alles wie gehabt. Diesmal führten die Blau-Weißen bis zur 89. Minute mit 2:1 und kassierten dann noch den Ausgleich.

„Wer zweimal in der 90. Minute den Ausgleich erzielt, muss auch mal damit rechnen, in der letzten Minute noch den Ausgleich zu bekommen“, traf Bornreihes Trainer Marko Rebien mit seiner Zusammenfassung der bisherigen Spiele seiner Mannschaft den Nagel auf den Kopf. Die Partie begann für die Gastgeber so, wie sie nicht hätte beginnen sollen – nämlich mit einem frühen Gegentor. Daniel Gröne zeigte mit seinem Treffer in der neunten Minute mal gleich an, wer der Favorit auf dem Platz war. Bornreihes Manndecker Joshua von Glahn bekam den trickreichen und wendigen Angreifer nur schwer in den Griff.

Bornreihes Max Klimmek hatte sich aber fest vorgenommen, den Außenseiter schnell wieder ins Geschäft zurückzubringen. Er jagte den Ball nach einem feinen Solo zunächst knapp am Pfosten vorbei. Bei einer weiteren Möglichkeit zwang er Drochtersens Keeper Christoffer Schellin zu einer Glanzparade. Das Spiel der Hausherren war ansonsten sehr rechtslastig. Immer wieder wollte sich Henry Sung hier mit Doppelpässen durchtanken. Die Gäste erstickten seine Offensivaktionen aber auch oft mit Foulspielen bereits im Keim. Gegen Ende der ersten Halbzeit erlahmte das Angriffsspiel der Heimmannschaft zusehends.

Mit einer Einzelaktion sorgte Nils Gresens acht Minuten nach dem Wiederbeginn für den Einstand. Er lief mit der Kugel von der linken Seite parallel die Strafraumlinie entlang und zog dann urplötzlich aus der Drehung ab. Dabei landete das Spielgerät genau im linken Winkel. Der Bornreiher Torjubel war kaum verebbt, da langte Jan Meyerdierks mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze sogar zum 2:1 für die Platzherren zu (55.). Wieder schlug die „Pille“ unhaltbar für Schellin im Winkel ein. Für Meyerdierks war es ein beinahe ungewohntes Glücksgefühl: „Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal ins Tor getroffen habe.“

Zuvor hatte Bornreihes Libero mit seinen Standardsituationen weniger Fortune gehabt. Häufig waren dem Abwehrchef die Bälle zu lang geraten. Der Titelkandidat reagierte wütend auf dieses überraschende Führungstor. Daniel Gröne bugsierte die Kugel einmal knapp am Kasten vorbei (57.) und markierte anschließend ein Abseitstor (66.). Als der Unparteiische Sven Schlickmann nach einem Foul von Nils Larionovs auf den Elfmeterpunkt zeigte, schien das 2:2 fällig zu sein. Doch der eingewechselte Corvin Behrens jagte den Ball in den immer dunkler werdenden Abendhimmel (76.).

Der Blick zur Uhr gehörte fortan zur Hauptbeschäftigung von Marko Rebien. Ein herannahendes Unwetter rief bei so manchem Bornreiher auch die Befürchtung nach einem drohenden Spielabbruch hervor. Als die Moorteufel jedoch schon fast durch waren, schnappte die Abseitsfalle der Heimelf einmal nicht zu. Drochtersens Joker Boris Gröne nutzte dies zum nicht unverdienten Ausgleich. Die Kicker um Christian Holldorf verteidigten aber wenigstens den einen Zähler, der vorher als Ziel ausgegeben worden war. „Das war eine tolle Leistung meiner Mannschaft“, war Marko Rebien seinem Team wegen des späten 2:2 nicht böse.

Quelle: Osterholzer Kreisblatt

 

 
TuS Heeslingen wartet weiter auf den ersten Sieg

Heeslingen (sd). Ein gelungener Saisonstart sieht anders aus: Nach den beiden Unentschieden gegen Gifhorn und Braunschweig musste der TuS Heeslingen am gestrigen Sonntag die erste Heimniederlage einstecken. Der Sieg der Gäste war aber keinesfalls unverdient, denn vor rund 750 Zuschauern blieben die Platzherren hinter ihren Möglichkeiten zurück und waren einfach zu harmlos, um die clever agierenden Ottersberger ernsthaft zu gefährden.

Das Team von Axel Sammrey präsentierte sich im Heeslinger Waldstadion als erwartet schwerer Gegner, der sich keinesfalls versteckte. Und so erspielten sich nicht etwa die Platzherren, sondern die Gäste die erste große Möglichkeit. Nach einem herrlichen Konter traf Erdinc Öran allerdings nur die Latte (9.). Der Warnschuss zeigte Wirkung, denn anschließend legten die Heeslinger eine Schippe drauf und kamen von Minute zu Minute besser ins Spiel.

Mitte der ersten Halbzeit hatten Wojciech Bobrowski und Co. die Regie übernommen, doch der erhoffte Lohn blieb aus. Zunächst scheiterte Björn Mickelat am starken Gästetorhüter (20.) und auch Daniel Grimm machte es nicht viel besser. Nur fünf Minuten nach der ersten großen Heeslinger Chance marschierte er durch den ganzen TSV-Strafraum, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Auch in den darauf folgenden Minuten blieben die Platzherren spielbestimmend, am Ergebnis änderte sich indes nichts mehr, so dass nach torlosen 45 Minuten die Seiten gewechselt wurden.

Im zweiten Durchgang neutralisierten sich zunächst beide Teams und es schien, als solle es keinen Sieger in dieser von Taktik geprägten Partie geben. Das änderte sich aber nach ziemlich genau einer Stunde. Nach einem herrlichen Konter war Erdinc Öran zur Stelle und markierte das 1:0 für den TSV Ottersberg (61.).

In den verbleibenden 33 Minuten (Schiedsrichter Tmo Röntsch ließ vier Minuten nachspielen) setzten die Heeslinger zwar noch einmal alles auf eine Karte, doch zu mehr als einem Lattenkracher des Ex-Ottersbergers Patrick Peter (73.) reichte es an diesem Tag nicht.

„Wenn Heeslingen 1:0 gewonnen hätte, hätte jeder gesagt, das haben die aber clever über die Runden geschaukelt. So war es eine Partie, die für die Zuschauer nicht sonderlich attraktiv war und aus Sicht der heimischen Fans auch noch den falschen Sieger gehabt hat“, lautete der Kommentar von Benjamin Duray, dem ehemaligen Heeslinger und jetzigem Co-Trainer von Drochtersen/Assel.

TuS-Coach Torsten Gütschow machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „Wir stehen jetzt mit zwei Punkten nach drei Spielen da. Das ist entschieden zu wenig. Gegen einen Gegner wie Ottersberg darf man sich so nicht präsentieren. Wir alle haben gewusst, wie schwer die Aufgabe wird“, so der Trainer, dessen Team morgen bereits wieder gefordert ist. Dann nämlich kämpft der TuS gegen Rot-Weiß Cuxhaven um den Einzug in die nächste Runde des NFV-Pokals. Die Partie wird um 19 Uhr in Heeslingen angepfiffen.

Heeslingen – TSV Ottersberg 0:1 (0:0)

TuS Heeslingen: Peter Bardehle – Patrick Peter, Dominik Bremer, Matthias Kirsch, Mirko Peter (46. Herman Mulweme), Wojciech Bobrowski, Jan Koch, Thomas Johrden, Björn Mickelat, Andreas Förster (46. Oliver Gerken), Daniel Grimm (56. Sead Kucevic).

TSV Ottersberg: Tim Eggert – Mateusz Peek, Alexander Huhn, Dennis Janssen, Thomas Nowotny, Sebastian Koltonowski, Jair Baller, Rafael Czichos (43. Stefan Denker), Erdinc Örün, Sören Seidel (87. Hasan Jaber), Lars Behrens (72. Ömer Aktas).

Tor: 0:1 Erdinc Örün (61.).

Schiedsrichter: Timo Röntsch (Seevetal) mit den Assistenten Steffen Raida und Nadine Lange.

Zuschauer: 750.

Quelle: Zevener Zeitung

 

 
Örün und der Schuss ins Glück

Oberligist TSV Ottersberg dominiert auch in Heeslingen – 1:0 / Mundt weg, jetzt kommt Franke

Aus Heeslingen berichtet
Frank von Staden

HEESLINGEN Was haben sie nicht vor Saisonbeginn orakelt: Auswärtsspiel, spielfrei, Auswärtsspiel – ein Fehlstart wäre da durchaus drin. Pustekuchen. Denn nach dem 4:0 in Northeim ließen Ottersbergs Oberliga-Fußballer gestern Abend ein 1:0 beim Rivalen TuS Heeslingen folgen und katapultierten sich damit überraschend an die Tabellenspitze. Und das mit einem Spiel weniger im Rücken.

Während die Gäste nach Spielschluss noch lange jubelten und feierten, herrschte bei den Gastgebern Katerstimmung. Denn zwei Punkte aus drei Partien sind für ein Team, das den Anspruch hat, oben in der Tabelle mitzumischen, viel zu wenig. Meinte auch TuS-Coach Torsten Gütschow mit XXL-Hals: „So, wie wir derzeit spielen, haben wir auch nicht mehr verdient. Wir müssen jetzt langsam anfangen zu punkten. Aber ich habe immer vor Ottersberg gewarnt. Die haben sich zu einem Spitzenteam der Liga entwickelt, das sich oben festbeißen wird!“ Ein Ritterschlag von der Konkurrenz – Respekt.

Ganz anders sah da natürlich das Mienenspiel seines Kollegen Axel Sammrey aus. Der ballte nach Spielschluss die Fäuste in den Himmel, wusste, dass das gleich zu Saisonbeginn absolute Bigpoints waren: „Aber ich war mir sicher, dass wir hier etwas holen könnten. Wir haben uns selbst für den hohen Aufwand belohnt. Gott, das ist ein Saisonstart!“

Der Sieg gestern, er war alles andere als unverdient. Denn in einem sehr laufaufwändigen, mit hohem Tempo geführten Spiel zeigten die Gäste eine beeindruckend gute Defensivarbeit. Und das mit einer völlig neu formierten Viererkette. Janssen, Peek, Huhn in seinem ersten Pflichtspiel für den TSV überhaupt sowie Baller: Alles neue Namen, aber mit viel Qualität. Zudem übernahm gestern Routinier Sören Seidel erstmals die Rolle des Chefs – und erledigte diese als Sechser bis kurz vor dem Schlusspfiff, als Heeslingen alles nach vorne warf und er zwei, drei leichte Ballverluste produzierte, hervorragend.

Nach zwölf Minuten hatte die zahlreiche Ottersberger Anhang dann erstmals den Torschrei auf den Lippen, als Lars Behrens nach Musterflanke von Baller volley nur die Latte zittern ließ. In der Folge erarbeiteten sich beide Teams die ein oder andere Halbchance, ehe Seidel mit einem Freistoß die zweite große TSV-Möglichkeit hatte (53.). Dann die entscheidende Szene des Spiels. Nach einem enorm schnellen Vorstoß bediente Behrens den diesmal stark aufgelegten Eddy Örün, der die Lederkugel aus 14 Metern in die Maschen hämmerte (61.). Danach hagelte es zwar wütende TuS-Angriffe, traf Patrick Peter auch den Querbalken (72.), doch am Ende waren die Gäste dem 2:0 näher als die Gastgeber dem Ausgleich.

Notiz am Rande: David Mundt verlässt als zweiter Keeper mit sofortiger Wirkung den TSV Ottersberg Richtung Klassenpartner SV Ahlerstedt/Ottendorf, dafür einigten sich die Gäste gestern prompt auf ein Engagement von Paul Franke, der erst vor einigen Tagen vom Rotenburger SV kommend beim TSV Uesen (Bezirksliga) anheuerte, dort aber noch kein Spiel absolvierte.

Quelle: Verdener Aller Zeitung

 

 
BVC-Elf baut brillante Bilanz aus

FUßBALL-OBERLIGA Überraschend glattes 3:0 in Leer – Jetzt Zahltage gegen Nordhorn und Oldenburg

„Sechser“ Yilmaz und Greve ziehen Fäden in der Zentrale
Germania Leer – BV Cloppenburg 0:3 (0:1).

BV Cloppenburg: Wegmann (2,5) – Willen (2,5), Huisman de Jong (2,5), Conrad (2,5), Westerveld (2,0) – Yilmaz (2,0), Greve (2,5) – Kosenkow (2,5), Römer (3,0) (79. Kaiser) – Krohne (3,0) (74. Terzic), Ipsilos (3,0) (78. Bock).

Tore: 0:1 Willen (34.), 0:2 Krohne (65.), 0:3 Kosenkow (76.).

Chancen: 2:10.

Ecken: 3:7.

Spieler des Spiels: Dennis Yilmaz – wurde mit zunehmender Spieldauer dominanter, räumte ab und kurbelte an. Leitete das 2:0 durch Rogier Krohne mit einem sensationellen Pass ein.

Fazit: Nach der 20-minütigen Abtastphase hatte der BVC das Spiel fest im Griff. Im zweiten Durchgang hatte Leer dem BVC-Tempo nichts mehr entgegenzusetzen und war mit dem 0:3 am Ende noch gut bedient.

Schiedsrichter: Hendrik Pstrong (Meppen) – verdiente sich die Durchschnittsnote. Verweigerte dem BVC nach einem Foul an Dio Ipsilos einen glasklaren Elfmeter.

Die Cloppenburger bestachen abermals durch eine nahezu perfekte Grundordnung und hohe Ballgeschwindigkeit. Der Erfolgshunger ist noch groß.

von bodo tarow

cloppenburg Das nennt man einen Lauf. Das überraschend glatte 3:0 am Freitagabend in der Fußball-Oberliga beim damit enttrohnten Spitzenreiter Germania Leer (die NWZ berichtete) bedeutete für den BV Cloppenburg im dritten Meisterschaftsspiel den dritten Sieg.

„Wir hatten Geduld und waren dann eiskalt“, beschrieb Cloppenburgs Co-Trainer Mario Neumann den Spielverlauf im Hoheellern-Stadion. Vor allem im zweiten Durchgang machte der frühere Zweitliga-Schlussmann „einen Qualitätsunterschied“ aus. In der Tat verloren die gastgebenden Ostfriesen mit zunehmender Spieldauer die Ordnung und Lust. So gut wie gar keine herausgespielte Chance ließ der bestens sortierte BVC-Defensivverband zu.

„Es war schon erstaunlich, wie wenig unser Torwart Thomas Wegmann auf die Kiste gekriegt hat“, hatte Neumann Leer höher eingeschätzt. Und bei Ballbesitz ging die Post über die Doppel-Sechs mit Dennis Yilmaz und Florian Greve mächtig ab – mal über die Außen, mal in die Spitze. Unter dem Strich mussten die Leeraner mit dem 0:3 noch zufrieden sein. Selbst ein 5:0 für den BVC wäre möglich gewesen.

Doch auch mit den drei erzielten Buden und dem ersten „Zu-Null-Spiel“ der Saison waren die zahlreich mitgereisten BVC-Anhänger zufrieden. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht verließen auch die Mäzene Klaus Ostendorf und Erich Stevens sowie die Präsidiumsmitglieder Bernhard Dorissen, Markus Weigel und Markus Lüske das Stadion. Der neue BVC macht halt mächtig Spaß.

Dass deshalb Selbstzufriedenheit und Überheblichkeit Einzug halten könnten, glaubt Neumann nicht. „Darauf braucht niemand zu hoffen. Unsere Jungs sind noch sehr hungrig.“

Wie hungrig genau die junge BVC-Horde ist, kann sie in dieser Woche gleich zweimal an der Friesoyther Straße unter Beweis stellen. Im Mittelteil der bereits zweiten Englischen Woche kommt am Dienstag (19 Uhr) in der dritten Pokalrunde Eintracht Nordhorn, ehe am Freitag (19.30 Uhr, Arena Oldenburger Münsterland) das Derby schlechthin gegen den VfB Oldenburg steigt. Neumann war am Sonntag Augenzeuge des Oldenburger 0:0 in Bückeburg. Zeitgleich saß Chefcoach Jörg-Uwe Klütz bei der Bad Rothenfelder 0:2-Heimpleite gegen Bavenstedt mit Block und Kuli auf der Tribüne. Sein Team führt damit mit der Maximalausbeute die Tabelle an Der BVC bittet die Fans, den Vorverkauf für das Oldenburg-Spiel zu nutzen, lange Wartezeiten an den Kassen zu vermeiden.

Quelle: Nordwest Zeitung

 

 
Rothenfelde: Wieder Alltag

Bad Rothenfelde. „Herzlich willkommen, Alltag“, hieß es gestern für die Fußballer des SV Bad Rothenfelde. Dem Lob für das starke Pokalspiel am Dienstag gegen den VfL Osnabrück folgte die 0:2-Niederlage im Ligaspiel gegen SV Bavenstedt. Es war eine Partie, die Teammanager Willi Peters an Kreisligazeiten zurückdenken ließ.

Der Superstart in der Oberliga hatte Trainer Jürgen Gessat nicht geblendet. Selbst nach dem knappen Pokal-Aus gegen Drittligist VfL Osnabrück warnte er, die Ergebnisse zu hoch zu bewerten. Er behielt recht. Dem Trip an die Tabellenspitze folgte die Bruchlandung.

Weitere Verletzungen zwangen Gessat, sein Team umzustellen. Das Ergebnis: Seine Elf wirkte unsortiert und verunsichert. Dabei präsentierte sich Bavenstedt, in der letzten Saison noch für Spielkultur gelobt, wenig kreativ und leicht ausrechenbar. „Die haben uns mit ganz einfachen Mitteln besiegt“, sagte Peters, „langer Ball – Tor. Wie wir in unserem Kreisligajahr.“ Und genau wie damals beim SVR ging die Taktik der Bavenstedter auch drei Ligen höher auf. Allerdings nur, weil Rothenfelde artig mitspielte und dem Gegner hinterherlief statt die Initiative zu ergreifen. Frische fehlt ebenso wie Alternativen. Wenn nicht bald die Langzeitverletzten zurückkehren, bleibt vom guten Start nur die Erinnerung.

Einer, der den SVR hoffen lässt, ist Stürmer Malte Becker. In der 61. Minute eingewechselt, schaffte er seinem Team neue Angriffsoptionen und brachte einige Unruhe in die Bavenstedter Defensive.

Rothenfelde: Witte – Kuhlmann, Heinrich, Zehn, Vollmer – Hartwig (46. Kodes), Enthof, Schlingmann, Vocks (61. Rustige), Schröder – Fiß (61. Becker).- Tore: 0:1, 0:2 Goslar (56./87.).

Quelle: Neue OZ

 

 
Robben schießt SVM zum Heimsieg

Von Uli Mentrup

Meppen. Die Pflicht erfüllt und die Forderung von Trainer Frank Claaßen umgesetzt hat gestern die Oberligamannschaft des SV Meppen. Im zweiten Anlauf gelang der ersehnte erste Heimsieg. Die Emsländer rangen die Reserve des VfL Osnabrück mit 2:1 (2:0) nieder. Bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Rasen fehlte allerdings der Glanz.

Immerhin warf der SV Meppen drei Punkte in die Waagschale der bis dahin nach Punkten und Toren völlig ausgeglichenen Gesamtbilanz. Jetzt haben sie wieder die Nase vorn. „Die Punkte sind ganz wichtig“, betonte Claaßen. Denn damit schiebt sich seine Mannschaft in der Tabelle weiter nach vorn. Zugleich tröstete er VfL-Coach Joe Enochs. Der SVM-Trainer erwartet die Osnabrücker in der Endabrechnung unter den ersten acht.

Denn der Gast spielte nicht schlecht, wie schon zuvor gegen Rothenfelde und Oldenburg. Aber nach drei Spielen steht nur ein Zähler zu Buche. Auch in der Vivaris-Arena präsentierte sich die junge Osnabrücker Mannschaft – mit den Emsländern Nils Zumbeel und Daniel Korte – in guter Verfassung. Geschickt stellten sie die Räume eng. Beide Teams machten dem Gegner den Spielaufbau richtig schwer und neutralisierten sich weitgehend.

So war es wenig erstaunlich, dass eine Einzelaktion zum ersten Tor führen musste. Jens Robben setzte sich energisch durch und traf zum 1:0 (22.). 16 Minuten später erzielte er das 2:0 nach Konter über Sebastian Ferrulli. Nach einer Osnabrücker Ecke hatten die Meppener blitzschnell reagiert. Claaßen: Jens hat gezeigt, wie wichtig er sein kann.“ Bis zur Pause machten die Osnabrücker mehr, Sebastian Schepers rettete bei einem Beermann-Kopfball auf der Torlinie.

Ansonsten ließ die Abwehr, in die überraschend der zuletzt angeschlagene Elmar Bruns für Tim Natusch rückte, kaum etwas zu. Die Defensive stand weitgehend. Lediglich beim Anschlusstreffer durch Beermann und in der Schlussphase, als Hartmann und Beermann den Ausgleich auf dem Fuß hatten, sahen die Meppener alt aus. Aber sie hatten das Glück auf ihrer Seite.

Der SVM verpasste es, die Osnabrücker, die mehr Druck machen mussten, auszukontern. Ansätze waren da, doch die Entschlossenheit im Abschluss fehlte.

Quelle: Emslandsport

 

 
Wieder gut, wieder Lob, wieder Verlust

Meppen. Wieder gut gespielt, wieder verloren. Die U 23 des VfL Osnabrück erarbeitet sich in der Fußball- Oberliga ein Lob nach dem anderen, steht aber nach der gestrigen 1:2-Niederlage beim SV Meppen weiter mit nur einem Punkt im Tabellenkeller. Zeit für ein bisschen Cleverness, meint Trainer Joe Enochs.

Gut gespielt hat der VfL auch beim Liga-Favoriten SV Meppen, daran zweifelt Osnabrücks Trainer Joe Enochs nicht. Aber ein Zähler aus drei Partien ist zu wenig, um auch in der kommenden Saison in der Oberliga zu spielen. Dabei macht der Coach seinem Team keinen Vorwurf. Die U 23 hält spielerisch selbst bei den Ligagrößen wie Meppen und VfB Oldenburg mit, arbeitet in der Defensive aggressiv aus solider Grundordnung und hatte in jeder Partie genügend Torchancen für einen Sieg. Was seinem Team fehlt, ist die Cleverness, sagt Enochs.

Bestes Beispiel waren die beiden Meppener Tore: Beim 1:0 setzt sich Doppeltorschütze Robben gegen drei Lila-Weiße durch und hat anschließend noch Raum und Zeit für einen platzierten Fernschuss. Das 2:0 entsteht aus einem Konter nach einem Eckball der Osnabrücker. „Wenn wir diese Fehler abstellen, dann haben wir eine richtig gute Truppe“, sagt Enochs. Doch die Routine, solche Spielsituationen zu lösen, lässt sich kaum trainieren. Erst die Erfahrung wird die erforderliche Cleverness mit sich bringen. „Bis dahin müssen wir Lehrgeld zahlen.“ Als Ausrede lässt der Coach das nicht gelten: „Wir müssen langsam anfangen zu punkten.“ Die spielerischen Voraussetzungen sind gegeben. Jetzt müssen die Talente nur lernen, was darüber hinaus notwendig ist, um in der Oberliga zu bestehen.

VfL-Reserve: Zumbeel – Korte (76. Jennebach), Bonath, Beermann, Plog – Murphy (63. Witzel), Meyer – Buddecke (55. Kammerer), Jelezneacov, Hartmann – Falk. – Tore: 1:0 Robben (18.) per Fernschuss nach Solo, 2:0 Robben (41.) schließt Konter ab, 2:1 Kammerer (68.) trifft nach Plog-Flanke.

Quelle: Neue OZ

 

 
Schon wieder keine Stürmer-Tore

Beim 4:1 des SV Eintracht gegen Oythe treffen allein die Mittelfeldspieler

Kapitän Herion Novaku war gleich drei Mal für den Nordhorner Fußball-Oberligisten erfolgreich. Außerdem traf Kevin Thiel. Die Flaute bei seinen Stürmern besorgt Trainer Sefcet Lajci.

Von Frank Hartlef

Nordhorn. Die Offensive gilt als Glanzstück des SV Eintracht. Doch dass es bei den Angreifern des Nordhorner Fußball-Oberligisten derzeit alles andere als rund läuft, war gestern gegen den VfL Oythe gut zu sehen. Denn: Beim 4:1 (2:1)-Erfolg gegen den VfL Oythe gingen sämtliche Treffer auf das Konto von Mittelfeldspielern. Dabei trug sich Kapitän Herion Novaku (9., 19., 83.) gleich drei Mal in die Torschützenliste ein und ist mit vier Toren in bislang drei Saisonspielen erfolgreichster Torjäger seines Teams. Den anderen Treffer steuerte Kevin Thiel (54.) auf Vorarbeit von Novaku bei, womit auch die beiden gestern besten Eintracht-Akteure genannt sind. Für die überwiegend harmlosen Oyther glich Simon Engelmann (9.) postwendend nach der ersten Führung der Gastgeber aus.

Solange die Mittelfeldspieler treffen, könnte es Sefcet Lajci relativ egal sein, wenn seine Stürmer leer ausgehen. „Wir haben die drei Punkte, da ist es nicht so wichtig, wer trifft“, sagte der Trainer. Doch er weiß zu gut, dass sich die laxe Chancenausbeute seiner Angreifer irgendwann rächen könnte. „Meine Stürmer sind total außer Form und das macht mir ein bisschen Sorge“, sagte er mit Blick auf Dennis Brode, Bertino Nacar und Nail Kaplan, der allerdings geschwächt von einer Grippe in die Partie ging.

Und daher regte es Lajci schon ein wenig auf, dass zum Beispiel Nacar gleich zwei Mal in aussichtsreichster Situation scheiterte. Erst lief der Stürmer allein aufs VfL-Tor zu und schob knapp vorbei (42.), dann steuerte er frei auf Henning Reichenbach zu und scheiterte am VfL-Keeper (48.). „Klarere Chancen kann man nicht haben“, sagte Lajci, nahm seinen Spieler aber sofort in Schutz: „Er ist noch jung und bei der Hitze machen wir alle Fehler.“ Und seine Sturm-Kollegen Brode und Kaplan, der in den drei Punktspielen bislang als einziger des Sturm-Trios getroffen hat, hatten gestern nicht einmal eine echte Chance.

Dass Lajci so erpicht darauf ist, die Chancen besser zu nutzen, hat seinen guten Grund. „Hinten kassieren wir ja immer ein Tor“, weiß er um die Anfälligkeit seiner Defensive. Die war diesmal nach dem ersten Führungstreffer so unsortiert, dass die Gäste nach Wiederanpiff mühelos Richtung Eintracht-Tor spielten und durch Simon Engelmann postwendend wieder ausglichen. Wenn die Oyther zu Chancen kamen, dann war dem zumeist ein Nordhorner Schnitzer voraus gegangen. Glück: Einmal klärte Sebastian Terdenge (35.) auf der Linie. Dann bügelte Jakob Bensch (70.) ein Mißverständnis zwischen Thiel und Torhüter Andre Lange aus, als er den Ball kurz vor Überschreiten der Linie zur Ecke klärte. Und dann zielte VfL-Stürmer Jan Egbers (79.) sechs Meter zentral vor dem Tor am Eintracht-Kasten vorbei, sodass sich sein Trainer das schüttere Haar raufte. „Da haben wir das 2:3 auf dem Fuß“, sagte Dietmar Schlärmann später und ahnte: „Mit etwas mehr Glück wäre da vielleicht noch etwas gegangen.“

Na ja, darüber, dass der Sieg für die Nordhorner hoch verdient war, bestand Einigkeit unter den Trainern. Mit 1:4 fühlte sich Schlärmann allerdings „ein wenig zu hoch“ besiegt, während Lajci fand: „Bei dem, was wir an Chancen hatten, sind die doch noch gut bedient.“

Quelle: Grafschafter Nachrichten

 

 
Mit Fehlern in die nächste Niederlage

[B]Nordhorn (sl) – Aufsteiger VfL Oythe zahlt weiter bitteres Lehrgeld in der Fußball-Oberliga. Eine Woche nach der 1:5-Heimpleite gegen den SC Langenhagen kassierte der Bezirksoberliga-Meister eine zweite hohe Niederlage, beim Oberliga-Vizemeister Eintracht Nordhorn setzte es ein empfindliches 1:4 (1:2).

An der Niederlage selbst gab es nichts zu rütteln. “Sie war verdient. Schlimm war aber, dass wir es Nordhorn durch persönliche Fehler sehr leicht gemacht haben”, ärgerte sich VfL-Trainer Dietmar Schlärmann nach den 90 Minuten. Entscheidende Knackpunkte waren für ihn individuelle Fehlleistungen vor den ersten beiden Toren. Gleich in der Eröffnungsphase des Spiels verlor Manuel Engelmann am Strafraum den Ball – Herion Novaku traf im zweiten Nachschuss zum schnellen 1:0 (8.). Diesen Rückschlag steckte der VfL Oythe aber glänzend weg, praktisch im Gegenzug glückte der Ausgleich: Nach einem Egbers-Pass traf Simon Engelmann zum 1:1 (9.) – damit hat der 20- jährige Visbeker bislang in allen drei Spielen jeweils ein Tor erzielt. Die Oyther Freude währte indes nicht lange. Dem erneuten Rückstand ging ein Ballverlust von Dennis Jex voraus, der dann ein Foul produzierte; in der Folge dieses Freistoßes schlug erneut Novaku zu – 2:1 (19.).

Damit waren die Karten in diesem Spiel verteilt. Die Nordhorner trumpften als aktivere Mannschaft auf und bestimmten das Spielgeschehen. “Die Nordhorner sind ja komplett zusammengeblieben. Sie haben letztes Jahr bis zum Schluss um die Meisterschaft gespielt, das werden sie diesmal auch ganz klar tun”, sprach Schlärmann mit Hochachtung vom Gegner. Seine Mannschaft habe sich ganz gut verkauft – wenn da nicht die Fehler gewesen wären. Im Ansatz vermeidbar war sicherlich auch die Vorentscheidung: In der Vorwärtsbewegung leisteten sich die Oyther einen Fehlpass, nach dem schnellen Umschalten der Gastgeber marschierte der frühere Lohner Kevin Thiel völlig frei aufs Oyther Tor zu und überwand den chancenlosen Torhüter Henning Reichenbach mit einem sehenswerten Heber zum 3:1 (54.). Mit einem 25-m-Freistoß in den Winkel setzte der an diesem Tag dreimal erfolgreiche Herion Novaku den 4:1-Endstand (84.).

Nicht nur dieser Schlussakkord erfreute Nordhorns Trainer Sefcet Lajci. “Wir waren in der ersten Halbzeit stärker. Und in der zweiten wurden die Oyther immer müder, so dass wir spazieren gehen konnten, sogar fast bis zum Strafraum”, erklärte der Coach. Aber auch er ärgerte sich: “Meine Stürmer treffen nicht, die sind total außer Form. Das macht mir Sorge.” Unter den bislang sieben Saisontreffern befindet sich nämlich nur ein Stürmertor durch Nail Kaplan.

Solche Sorgen hätte Kollege Schlärmann auch gerne. Zwar kam seine Elf in Nordhorn auch vereinzelt zu Möglichkeiten durch Overberg (28.), Jex (34.), Wernke (80.) und Egbers (84.), doch letztlich fehlte der geordnete Zug mit der nötigen Explosivität nach vorne. “Wir müssen vernünftig weiter arbeiten und einen Dreier gegen Leer holen, um den Anschluss zu finden”, richtete Schlärmann in der Niederlage den Blick nach vorn.

Quelle: Oldenburgische Volkszeitung

 

 
Böser Ellbogencheck von Schikora Dennis Peter sinkt blutend zu Boden

Oberliga (ku). Timo Nottebrock brachte es auf den Punkt. „Glück hat man nicht einfach so, das muss man sich auch erarbeiten.“ Damit spielte er auf die zahlreichen Chancen der Gäste vom VfB Oldenburg an, die über 90 Minuten Oberligafußball der aller feinsten Art gezeigt hatten. Nur im Abschluss ging gar nichts bei den Oldenburgern, die trotz lautstarker Anfeuerung des friedlichen Anhanges die Kugel einfach nicht über die Linie brachten.

Zum einen das Resultat schwacher und unpräziser Schüsse, zum anderen ein Verdienst von Tim Engler, der mit etlichen Glanzparaden den Punkt festhielt.

Trainer Joe Zinnbauer verzweifelt, nach drei Spielen hat der haushohe Favorit gerade zwei Punkte auf dem Konto. Top-Thema im Oldenburger Lager, es dürfte wohl sein vorerst letzter Auftritt als Coach des VfB gewesen sein.

Allerdings konnte Trainer Nottebrock den Punkt nicht ganz ungetrübt genießen. In der 12. Minute vertrat sich Pascal Könemann unglücklich, Verdacht auf Bänderriss. In der 27. Minute strich der angeschlagene Martin Prange die Segel.

Die 83. Minute hoch dramatisch: Ein böser Ellbogencheck von Philipp Schikora warf Dennis Peter blutend zu Boden. Platzwunde, ein völlig zugeschwollenes Auge und Verdacht auf einen Jochbeinbruch. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Schiedsrichter Nikolai Rühmann zeigte Schikora gelb. Das brachte David van der Leij in Rage, er schlug um sich und sah rot. Ein unrühmlicher Abschluss einer ansonsten fairen Partie, die der VfB über 90 Minuten dominierte.

Bei den drei Szenen des Bückeburger Angriffs Alexander Bremer und Niklas Fritsche mit zu wenig Selbstvertrauen. Allerdings hatte der VfL auch wenig Luft zum Spiel nach vorn. Oldenburg mit Dauerdruck und einem Holztreffer. Auch Niko Werner kratzte einen Ball von der Linie.

VfL: Engler, Könemann (12. Peter), Abram, Werner, Prange (30. Steininger), Thom, Bremer, Fritsche, Buruk, Schmalkoch, Böhning (71. Altrogge).

Quelle:Schaumburger Zeitung

 

 
VfB vergibt Siegchance fahrlässig

OBERLIGA Abschlussschwäche lässt Sturmlauf in Bückeburg beim 0:0 unbelohnt

Nach dem dritten Spieltag warten die Oldenburger noch immer auf den ersten Sieg. David van der Leij sah Rot.

VON WOLFGANG WITTIG

OLDENBURG -Ratlosigkeit, Enttäuschung und die bittere Erkenntnis, dass dem VfB Oldenburg derzeit ein kaltschnäuziger Torschütze fehlt. So lautete am Sonntag das Fazit nach dem torlosen Remis bei den Oberliga-Fußballern des VfL Bückeburg.

505 Zuschauer waren Zeuge eines fast 90-minütigen Sturmlaufs des amtierenden Oberligameisters gegen den Aufsteiger aus Bücke-burg. Torchance um Torchance erspielten sich die Gäste, vergaben sie allesamt aber kläglich oder scheiterten am überragenden Tim Engler im Tor des VfL.

Bereits in der dritten Minute hatte Mariusz Zmijak die Chance zur frühen Führung auf dem Fuß. Doch sein Schuss aus drei Metern ging über das Gehäuse. Angriff auf Angriff rollte danach in Richtung Bückeburger Tor. Die Spieler des Aufsteigers kamen in der ersten Halbzeit immer dann zu Kontern, wenn der VfB den Ball zu leichtsinnig im Vorwärtsgang dem Gegner in die Füße spielte. Dennoch musste VfB-Torwart Mansur Faqiryar nicht oft ins Geschehen eingreifen.

Dafür drückten die Oldenburger weiter. Zunächst zog Thomas Friauf den Ball übers Tor (15.), dann rutschte Zmijak in aussichtsreicher Position knapp am Ball vorbei (21.), ehe ein Schuss von Waldemar Kowalczyk nur knapp sein Ziel verfehlte (32.). Der VfB-Kapitän vergab mit dem Halbzeitpfiff mit einem viel zu laschen Schuss die längst verdiente Führung.

In der 27. Minute hatte VfB-Trainer Joe Zinnbauer Alexander Baal nach einer Verletzung auswechseln müssen. Für ihn kam Jonas Wangler in die Partie, wurde später aber wieder ausgewechselt (74.).

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Der VfB machte weiter Druck, und die Bückeburger verteidigten mit Geschick und Glück ihr Tor. Es war ein Power Play ohne Happy End.

Friauf scheiterte mit einem fulminanten Drehschuss an Engler (48.). Kurz darauf war es Philipp Schikora (53.). In der 84. Minute bekam die Begegnung zusätzlich Farbe.

Bei einem Zusammenprall zwischen Nermin Becovic und Dennis Peter verletzte sich der Bückeburger schwer. Nach einer Gelben Karte gegen Becovic kam es zur Rudelbildung auf dem Platz, kurz darauf sah David van der Leij die Rote Karte. Er soll einem Gegenspieler mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben – so hatte es jedenfalls der Schiedsrichterassistent gesehen.

STIMMEN ZUM TORLOSEN SPIEL

Timo Nottebrock (Trainer VfL Bückeburg): Das war ein glücklicher Punkt. Wir haben mit Mann und Maus verteidigt – und uns das Remis verdient.

Joe Zinnbauer (Trainer VfB Oldenburg): Fakt ist bei uns: Wir machen aus 100-prozentigen Torchancen nichts Zählbares. Das ist schon brutal.

Michel Kalkbrenner (Sportlicher Leiter des VfB): Das ist kein toller Einstieg für mich. Hier musste ein Sieg her.

Christian Thölking (VfB): Wir waren klar spielbestimmend. Es ist schon bitter, ohne drei Punkte nach Hause zu fahren.

Quelle: Nordwest Zeitung

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