Ober – Über – Bezirks – Liga

Willensstarke Papenburger verteidigen die Spitze

hsz Aurich.Den vierten Sieg im vierten Punktspiel haben gestern die Bezirksoberliga-Fußballer des SC Blau-Weiß 94 Papenburg eingefahren. In einer umkämpften Partie setzten sie sich mit 4:3 (3:2) bei der SpVgg. Aurich durch.

Zwar musste Keeper Frank Mülder erstmals in dieser Saison hinter sich greifen. Doch angesichts des Sieges und der Verteidigung der Tabellenspitze konnte Trainer Hans-Dieter Schmidt die Gegentreffer verschmerzen: „Es ist mir ganz recht, dass wir die Tore jetzt gekriegt haben. Damit ist das Gerede vom Zu- null erledigt.“
Schmidt kann vor allem zufrieden sein, weil die Tormaschine weiter auf Hochtouren läuft. 17 Treffer nach vier Begegnungen sind eindrucksvoll. Seinen Beitrag leistete erneut Sören Sorge, der nach einem Pfostenschuss von Torben Lange zum 1:0 abstaubte (7.). Stephan Richter erhöhte nach einer Eissing-Ecke per Kopf auf 2:0 (25.). „Die ersten 30 Minuten waren offensiv richtig gut“, so Schmidt. Doch gegen eine gute Auricher Angriffsformation wurde die Defensive fortan vernachlässigt. André van Doorn nutzte zweimal Stellungsfehler aus (35./40.) – der Vorsprung war dahin. Da war die erneute Führung durch Sören Sorge vor der Pause Gold wert. Wieder verwertete er einen Abpraller (44.). „Er steht dort, wo man als Torjäger stehen muss“, lobte Schmidt ihn.

Nach dem Seitenwechsel stellte Torben Lange mit einem schönen Schuss in den Winkel den alten Abstand wieder her (52.), ehe Aurich den Druck erhöhte und wieder herankam (84.). Schmidt: „Zum Schluss war es mehr eine Willenssache als spielerische Überlegenheit. In dieser schwierigen Phase haben wir Charakter gezeigt.“

Quelle: Emslandsport

 

Spelle beim TuS ein „Aufbaugegner“

Von Uli Mentrup

Lingen.-„Wenigstens sind wir heute nicht abgestiegen.“ SCSV-Fußballobmann Peter Schlage flüchtete nach der 1:2-Niederlage (1:0), im 19. Derby insgesamt bereits die elfte, in bitteren Sarkasmus. Während die Enttäuschung beim SC Spelle-Venhaus fast so groß war wie beim Abstieg im Mai 2008, feierte der TuS Lingen ausgelassen den ersten Saisonsieg – ausgerechnet im Derby!

Die Speller standen fassungslos aus dem Rasen, rangen nach der Pleite nach Worten. Sie waren so zuversichtlich gewesen, den zweiten Sieg im Emslandstadion einfahren zu können. Doch dafür kamen sie gestern eigentlich nie in Frage. „Wir haben nicht gezeigt, was man in einem Derby erwartet“, stellte Trainer Michael Schmidt frustriert fest.
Ganz anders der TuS, der aber im ersten Durchgang genau wie der Gast in einer zerfahrenen Partie enttäuschte. Das Derby erfüllte die Erwartungen 45 Minuten nicht einmal ansatzweise. Die Lingener mussten sogar den Rückstand hinnehmen. Nach einem Zweikampf sprang das Leder SCSV-Angreifer Christopher Börger an die Hand, der Referee pfiff nicht, und der Speller nutzte sie Chance eiskalt. Doch Sicherheit gab die Führung dem Gast nicht; er hatte bis zur Pause noch zwei Chance, über die verfügte aber auch der Gastgeber, der sich vor dem Tor viel zu harmlos präsentierte.

Im zweiten Durchgang verdiente sich der TuS den Erfolg. Die junge Mannschaft richtete sich an Heinz Frimming auf. Der Kapitän erwies sich als Vorbild, das die Mitspieler mitriss. Lingen bemühte sich, das Spiel und den Gegner in den Griff zu bekommen – und das gelang immer besser. Der Ausgleich von Jens Helming kam nicht überraschend. Mit dem Punkt gab sich Lingens Trainer Georg Schultejans nicht zufrieden. Er wechselte zwei neue Spitzen ein – und Florian Kribber gelang bei seinem Kurzeinsatz im dritten Versuch der Siegtreffer. Das komplette Team eilte zum Jubeln zur Trainerbank.

„Ein wichtiger Sieg, sonst hätten wir den Anschluss verloren“, sagte Schultejans sachlich. Schlage erkannte: „Spelle war ein Aufbaugegner.“

Quelle: Emslandsport

 

Johannink: Zehn bis 20 Prozent zu wenig

mir Friesoythe.-Auf die unerwartete Niederlage folgte das nüchterne Fazit: „Die Mannschaft hat hoffentlich kapiert, dass sie in dieser Liga in jedem Spiel an die Grenzen gehen muss“, sagte Trainer Hartmut Johannink nach der 1:2 (1:1)-Niederlage des Fußball-Bezirksoberligisten SV Holthausen/Biene bei Hansa Friesoythe.

Die Unterschiede zwischen Sieg und Niederlage waren minimal, gleichwohl erkannte sie Johannink: Zwar sei der Gastgeber, der bis zu dieser Partie sieglos gewesen war, nicht überlegen gewesen. Doch hätte Friesoythe seinem Team in den Zweikämpfen den Schneid abgekauft; Biene selbst konnte sich im Angriff – trotz dreier Offensivkräfte – kaum in Szene setzen. „Es fehlte überall ein bisschen“, so Johannink. „Das waren zehn bis 20 Prozent zu wenig.“
Symptomatisch die Führung der Gastgeber: Zwar stimmte beim Eckball die Zuordnung, doch kam der Friesyother Michael Emken am kurzen Pfosten den entscheidenden Moment eher zum Kopfball (20.). Zwar konnte Robin Loepke, der von links nach innen zog und mit dem rechten Fuß aus 17 Metern traf, ausgleichen (35.). Doch nach einem Fehler im Spielaufbau und anschließendem Konter der Platzherren schloss Maher Malki per Volley ab (78.).

„Vielleicht waren die zwei leichten Siege zuletzt nicht gut für uns, da haben es einige auf die leichte Schulter genommen“, sagte Johannink, der auf Leo Homann noch verzichten musste: Mit der Spielberechtigung für den Zugang vom SV Meppen klappte es am Freitag nicht mehr.

Quelle: Emslandsport

 

Trainer und Fans haben Spaß am Spiel des FC 09

3:0-Sieg über TuS Emstekerfeld

Von Freimuth Schulze – Schüttorf. „Dieses Spiel hat Spaß gemacht“, fasste 09-Trainer Siegfried Wolters nach der Begegnung zusammen, was auch der Großteil der gut 300 Zuschauer im Stadion an der Salzberger Straße gedacht haben wird. Bezirksoberliga-Aufsteiger FC Schüttorf 09 bot gestern beim verdienten 3:0 (2:0)-Erfolg über den als bisher ungeschlagener Tabellenzweiter in die Obergrafschaft gekommenen TuS Emstekerfeld eine ansehnliche Leistung und gewann damit auch das zweite Heimspiel der Saison. Wolters durfte zu Recht stolz auf sein junges Team sein: „Meine Mannschaft hat sich gut verkauft.“

Die erste große Möglichkeit der Partie hatten allerdings die Gäste. In der 5. Minute unterlief 09-Torhüter Daniel Brink eine Flanke. Ercan Ablak kam freistehend zu einem Kopfball, traf den Kasten der Platzherren aber nicht. Sieben Minuten später stand die von Nachbar SV Suddendorf-Samern gekommene Schüttorfer Sturmspitze Sebastian Schmagt völlig frei vor Gästekeeper Konstantin Kessler, kam mit dem Kopf aber nicht an den Ball – ausgleichende Gerechtigkeit.

Die Obergrafschafter hatten gestern nicht den Raum wie beim 4:0-Heimsieg am ersten Spieltag gegen die SpVgg. Aurich, dennoch lieferten sie schon vor der Pause ein gutes Spiel ab. Die Mannschaft stand ordentlich und ließ wenig zu. Nachdem TuS Emstekerfeld zwischenzeitlich ein Mal für gut zehn Minuten ein leichtes Übergewicht gehabt hatte, gab der agile Schmagt in der 31. Minute nach einem Freistoß per Kopf erneut einen Warnschuss in Richtung Gegner ab, ehe er 60 Sekunden später – wieder nach einer Standardsituation – das 1:0 für den FC 09 erzielte. Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel markierte der schön freigespielte Schüttorfer Kapitän Oliver Villar dann das 2:0.

ach der Pause versäumten es die Obergrafschafter, den Sack frühzeitig dicht zu machen. Sie hatten in der 65. Minute Glück, dass Volker Kliefoth nur die Latte des 09-Gehäuses traf. „Wenn wir zu diesem Zeitpunkt den Anschlusstreffer kassiert hätten, wäre es vielleicht noch ein Mal eng geworden“, so Wolters. Aufregung dann in der 69. Minute, als Schmagt bei einem Alleingang von Kliefoth im Strafraum regelrecht umgestoßen wurde. Der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Michael Kaumkötter aus Georgsmarienhütte blieb aber aus. In der Nachspielzeit gelang Villar dann mit seinem zweiten Treffer das 3:0 für den FC 09; der Kapitän krönte damit eine gute Leistung seines Teams.

FC Schüttorf 09: Brink; Bremmer, Strauch, S. Röttger, Chr. Röttger, Schmagt (87. Elskamp), O. Haberstock, A. Haberstock (90. König), Schütte, Junker (80. Prondzinski), Villar.

Tore: 1:0 Schmagt (32.), 2:0 Villar (43.), 3:0 Villar (90.+2).

Gelb-Rote Karte: Herrendorfer (86./ TuS Emstekerfeld).

Quelle: Grafschafter Nachrichten

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