Über den Tellerrand hinweg geschaut…

Quelle: Nordwest Zeitung

Derby lockt 2000 Fans zum BVC

VON BODO TAROW
UND OLAF ULBRICH

An diesem Wochenende wird die Tabelle der Oberliga Niedersachsen West kräftig durchgeschüttelt. Gleich mehrere Spitzenspiele stehen an. Daher spornt Jörg-Uwe Klütz, Trainer des BV Cloppenburg, seine Mannschaft vor der Heimpartie gegen den SV Meppen an diesem Freitag (19.30 Uhr, Stadion an der Friesoyther Straße) besonders an: „Der Sieger wird vorne mitmischen.“ Das weiß auch sein Gegenüber Frank Claaßen, der ankündigte: „Wir fahren nach Cloppenburg, um dort zu gewinnen und Platz eins zu übernehmen.“

Der BVC muss auf Stefan Conrad verzichten. Er hatte beim Training einen Ball ins Gesicht bekommen und fällt mit einer Gehirnerschütterung aus. Für ihn könnte der Ex-Meppener Kristian Westerveld ins Team rücken. Zudem brennt Cloppenburgs Christian Willen auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Club. Zu dem Derby werden über 2000 Fans erwartet.

Einen leichten Schreck bekam der Trainer des Oberligisten VfB Oldenburg, Joe Zinnbauer, am Donnerstag. Nachdem Torwart Mansur Faqiryar am Abend zuvor noch im Pokalspiel gegen den SV Wilhelmshaven im Tor gestanden hatte, meldete er sich zwölf Stunden später mit Grippe krank. Beim Spiel am Sonntag (15 Uhr) in Langenhagen will er aber wieder fit sein. „Ich gehe fest davon aus, dass er spielt“, zeigte sich Zinnbauer zuversichtlich. Derweil wurde Alexander Baal jetzt erfolgreich an der Schulter operiert. Er fällt jedoch drei Monate aus.

Nachdem Detlef Blancke, Trainer des Oberligisten VfL Oldenburg, beim jüngsten 0:4 in Rehden eine Leistungssteigerung ausgemacht hatte, hofft er, dass sein Team diese am Sonntag (16 Uhr, Alexanderstraße) im Heimspiel gegen den TSV Havelse fortführt. Die Mannschaft um Kapitän Malte Müller benötigt in der fünften Partie endlich einen Sieg, um die Rote Laterne abzugeben.

Der Trainer des Regionalligisten SV Wilhelmshaven, Wolfgang Steinbach, setzt vor dem Heimspiel an diesem Sonnabend (14 Uhr, Jadestadion) gegen den Hamburger SV II Psychologie ein. Er baut dabei auf die beflügelnde Wirkung des 2:1-Pokalsiegs beim VfB Oldenburg vom Mittwochabend. „Ich hoffe, dass wir auch in der Liga endlich den ersten Sieg einfahren“, sagte Steinbach.

Umdisponieren muss Karsten Baumann, Trainer des Drittligisten VfL Osnabrück. Das Halbfinale im Verbandspokal gegen Eintracht Braunschweig wurde auf Freitag, 9. Oktober (19 Uhr), verlegt. Ursprünglich war die Partie für den 29. oder 30. September angesetzt.

Quelle: Nordwest Zeitung

Puzzlekünste vor Derby gefragt

FUßBALL-OBERLIGA BVC erwartet an diesem Freitag Meppen – Conrad fällt aus

Der Sieger des Derbys wird in den nächsten Wochen ganz vorne mitmischen. Die BVC-Verantwortlichen hoffen, dass die 2000er-Zuschauermarke geknackt wird.

VON BODO TAROW

CLOPPENBURG – Die Arena Oldenburger Münsterland steht an diesem Freitag im Blickpunkt der Fußball-Oberliga. Kein geringerer als Ex-Zweitligist SV Meppen macht ab 19.30 Uhr dem BV Cloppenburg seine Aufwartung. Allein schon wegen der Tabellenkonstellation dürfen sich die Zuschauer im Duell des Zweiten gegen die Emsländer, die als Vierter zwei Zähler weniger haben als der BVC, auf einen prickelnden Abend freuen.

Die Verantwortlichen des BVC hoffen, dass – anders als noch vor zwei Wochen gegen den VfB Oldenburg – die 2000er-Zuschauermarke geknackt wird. Und auch Leistung und Ergebnis sollen diesmal stimmen, lieferten die Cloppenburger doch beim 1:3 gegen den VfB ihre schwächste Saisonvorstellung ab. „Ich bin sicher, dass wir alles geben werden“, verspricht BVC-Coach Jörg-Uwe Klütz.

Personell muss er improvisieren. Neben Dennis Yilmaz, für den beim 5:1 in Bad Rothenfelde Andreas Zimmermann ins Team gerutscht war, fällt auch Rechtsverteidiger Stefan Conrad, der in der Vorwoche einen Ball ins Gesicht bekommen hatte, aus. „Seine Gehirnerschütterung ist schlimmer als zunächst angenommen. Er wird wohl vier Wochen ausfallen“, sagt Klütz. Der Ex-Meppener Kristian Westerveld könnte in die Abwehrkette rücken. Eine Option ist es auch, Robert Römer verteidigen zu lassen.

Derweil dürfte die in Bad Rothenfelde prächtig funktionierende „Abteilung Attacke“ mit den Außen Paul Kosenkow und Dio Ipsilos sowie Rogier Krohne und Alket Zeqo erneut beginnen. Indes gilt es, den vom Zweitligisten RW Oberhausen zum SVM zurückgekehrten Jens Robben, der von der Zentrale oft auf die Flügel ausweicht, auszuschalten. Und auf den Ex-BVCer Cüneyt Özkan sollte auch ein Auge geworfen werden.

Auswärts schlugen die schon seit Jahren zum Aufstieg verdammten und von Stadt und Landkreis kräftig unterstützten Gäste beim 7:0 beim VfL Oldenburg und beim 5:0 in Bavenstedt kräftig zu. Zu Hause hingegen gelang ihnen einzig ein mühsames 2:1 gegen Osnabrücks Reserve. Beim 1:2 zum Saisonauftakt gegen Emden und zuletzt beim 0:0 gegen Aufsteiger Bückeburg gab’s dicke Enttäuschungen. Augenzeuge in beiden Fällen war Klütz. „Meppen tut sich schwer gegen tief stehende Mannschaften.“ Der BVC dürfte daher auf Konter setzen. Allerdings glaubt Klütz nicht daran, dass die Meppener auf Teufel komm’ raus angreifen werden. „Die haben Respekt vor uns. Es könnte ein von der Taktik geprägtes Spiel werden.“ Fest steht, dass der Sieger des Derbys in den nächsten Wochen vorne mitmischen wird. Ein Remis hilft keinem weiter . . .

Quelle: Emslandsport
 
Claaßen: Der Beweis ist jetzt fällig

mir Meppen.-Die ersten Spiele in der Fußball-Oberliga wollte Frank Claaßen abwarten, um absehen zu können, wohin die Reise des SV Meppen in dieser Saison geht. „Jetzt gibt es den ersten Härtetest, der uns zeigen wird, wo wir stehen“, sagt der Trainer. Denn mit seiner Elf tritt Claaßen heute (19.30 Uhr) bei der Mannschaft an, die er für den Aufstiegsfavoriten hält: den BV Cloppenburg.

„Jetzt ist der Beweis fällig, dass wir oben hingehören“, sagt Claaßen vor dem Duell mit dem Regionalliga-Absteiger, der den zweiten Platz belegt. Er sieht beide Mannschaften auf Augenhöhe – auch, was das Wissen über den Gegner betrifft. „Wir haben Cloppenburg mehrmals beobachtet und sie sicherlich uns“, so der SVM-Trainer. „Ich sehe uns gut vorbereitet. Nun gilt es, die Schwächen des Gegner zu nutzen.“

Wo er diese ausgemacht hat, will Claaßen nicht verraten. Wenngleich er betont, dass er diese nicht im Defensivverbund des BVC gesehen hat – wie vier Gegentore gegen Eintracht Nordhorn (3:4) und drei gegen den VfB Oldenburg (1:3) vermuten lassen. „Die Cloppenburger Viererkette steht gut“, sagt Claaßen. Mit Christian Willen und Stefan Conrad, dessen Einsatz heute wegen einer Gehirnerschütterung ungewiss ist, standen zwei Akteure dieses Abwehrquartetts vor der Saison auf Claaßens Notizzettel. Zudem gehörte Kristian Westerveld in der Vorsaison zum Stammpersonal des SV Meppen.

Dass der Niederländer kaum vermisst wird, überrascht hingegen. Besonders, weil das eigentlich vorgesehene Innenverteidiger-Duo Kay Bastian Göttsch und Junior Ngole noch nicht zum Einsatz gekommen ist. Keinen Grund hat Claaßen, Elmar Bruns und Moritz Steidten auseinanderzureißen, die zueinanderfanden, als alle anderen Innenverteidiger verletzt waren: In drei Spielen gab es nur einen Gegentreffer. „Wir haben zurzeit ein anderes Problem: Wir treffen zu Hause die Bude nicht“, sagt Claaßen und kritisiert zugleich die Mauertaktik von Teams wie Bückeburg: „Mit Fußball hat das nicht viel zu tun.“

Das Gegenteil erwartet der Trainer in Cloppenburg: einen Gegner, der offensiv ausgerichtet ist, mit Paul Kosenkow einen gefährlichen Außen in seinen Reihen hat. „Das wird sicherlich kein 0:0“, sagt Claaßen. Ob der Trainer Hüseyin Dogan wieder in den Kader beordert, ist fraglich. Zwar steht der Routinier wieder voll im Training, „aber bei 100 Prozent ist er noch nicht“.

 

Quelle: Hamburger Abendblatt/Harburger Rundschau

Drochtersen heute gegen Heeslingen

Derby in der Fußball-Oberliga

Sechs Spieler und ein Trainer haben eine besondere Beziehung zum nächsten Gegner. Stephan Schleicher, Markus Zimmermann, Alexander Martens, Walerij Hettich, Sebastian Sautner und Corvin Behrens heißen die Fußballer der SV Drochtersen/Assel, die bis vor kurzem bei TuS Heeslingen spielten.

Stade. Für sie ist das Oberligaderby heute um 19.30 Uhr im Kehdinger Stadion gegen Heeslingen von besonderer Brisanz, treffen sie doch auf ihren früheren Klub und ehemalige Mitspieler. Ein Wiedersehen mit guten alten Bekannten wird die Begegnung zudem für Drochtersens Co-Trainer Benjamin Duray, der beim TuS Heeslingen zwei Jahre lang Assistent von Trainer Torsten Gütschow war, bevor er in das Trainerteam um Lars Jagemann wechselte. Heeslingen kommt mit der Empfehlung des Pokalerfolgs beim FC Hansa. Im vergangenen Jahr setzte sich jeweils der Gast durch, Heeslingen gewann in Drochtersen 2:1, die Kehdinger siegten in Heeslingen sogar 4:1.

Die SV Ahlerstedt/Ottendorf, in der ersten Pokalrunde gegen Heeslingen ausgeschieden, erwartet am Sonntag, 15 Uhr, mit der SVG Göttingen einen Mitaufsteiger, der überraschend Zweiter ist. Bei Güldenstern erreichten die Göttinger ebenso ein 1:1 wie zuletzt die Ahlerstedter, haben aber einen Sieg mehr auf dem Konto. Ahlerstedts Abwehrspieler Jannik Löhden überzeugte in einem Testspiel für die U 21-Niedersachsenauswahl.

Güldenstern Stade hofft am Sonntag, ebenfalls 15 Uhr, beim MTV Gifhorn auf den ersten Saisonsieg. Die Fußballer von Trainer Martin König gehören mit den Schlusslichtern Blau-Weiss Bornreihe und BSV Ölper zu den drei Mannschaften der Liga, die noch keinen Sieg holten.(gb)

 

Quelle: Zevener Zeitung
Derby zum Abschluss der englischen Woche

Heeslingen (sd). Vor zwei Tagen machte der TuS Heeslingen einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte perfekt. Nach einem dramatischen Pokalfight zogen die Oberliga-Fußballer des TuS ins Halbfinale des NFV-Pokals ein. Trotz Sieges in Lüneburg gab es für die Spieler um „Elfmeterkiller“ Hendrik Lemke eher Selters statt Sekt, denn heute um 19.30 Uhr ist der TuS abermals gefordert. Zum Abschluss der englischen Woche gastiert Heeslingen beim SV Drochtersen/Assel.

Allerdings hat Heeslingens Trainerstab vor dem Derby beim Tabellenfünften größere Personalsorgen als ihm lieb sein dürfte. Almir Redzepagic verletzte sich gegen Lüneburg erneut und fällt definitiv aus. Dominik Bremer, der zuletzt eine wichtige Größe im Heeslinger Defensivbereich darstellte, ist ebenfalls verletzt und kann nicht spielen. Wer an seiner Stelle aufläuft, steht noch in den Sternen.

„Wir werden uns bis zum Spiel etwas einfallen lassen müssen. Momentan gibt es eine Reihe von Ideen, aber noch keine Lösung“, so Trainer Torsten Gütschow, der in der Offensive deutlich mehr Alternativen hat: Mit Oliver Reinicke oder Oliver Gerken brennen mehrere Nachwuchskräfte auf einen Einsatz in diesem brisanten Duell zweier Mannschaften, die sich bestens kennen.

Schließlich ist der SV Drochtersen/Assel fast schon so etwas wie eine Heeslinger Filiale, haben doch mit Stephan Schleicher, Corvin Behrens, Alexander Martens, Walerij Hettich, Sebastian Sautner, Markus Zimmermann und Marcus Storey bereits sieben SV-Spieler zuvor für Heeslingen gespielt. Zudem steht mit Benjamin Duray bei der SV ein Co-Trainer an der Seitenlinie, der zuvor bereits mit Gütschow ein erfolgreiches Gespann beim TuS abgab.

Obwohl Heeslingens Trainer den heutigen Gegner als leichten Favoriten sieht, gibt sich der TuS-Coach optimistisch: „Wir fahren auf keinen Fall nach Drochtersen, um zu verlieren. Wir haben bislang eine sensationelle Woche erlebt und werden alles daran setzen, dieser englischen Woche noch das i-Tüpfelchen zu verpassen“, so der Heeslinger Trainer. „Die Spieler sind gegen Lüneburg an ihre Leistungsgrenze und darüber hinaus gegangen. Ich bin überzeugt davon, dass sie gegen Drochtersen ebenso engagiert zu Werke gehen.“

 

Quelle: Verdener Aller Zeitung

Mittelfußbruch: Hinserie für „Alex“ Huhn gelaufen

Innenbandriss bei Peek: Innenverteidigung gesprengt / Auch Denker verletzt

Von Frank von Staden

Ottersberg – Zwölf Punkte und 10:0 Tore aus vier absolvierten Oberliga-Partien: Die Bilanz sucht tabellarisch ihres Gleichen.

Nach dem 2:0 in Hildesheim könnte beim TSV Ottersberg ergo Friede, Freude, Eierkuchen herrschen – hätten die Grün-Weißen den Erfolg am Sonntag nicht teuer erkaufen müssen. Denn erst zog sich Mateusz Peek kurz nach der Pause einen Verletzung im Knie zu, dann erwischte es Youngster „Alex“ Huhn gleich doppelt hart (wir berichteten).

So erlitt der Innenverteidiger nach einem unnötig harten Einsteigen von Hildesheims Stürmer Hikmet Murat Saler einen Nasenbeinanbruch (82.), kurz vor Ende der Partie hielt der Angreifer bei einem Huhn-Befreiungsschlag dann einmal kurz drüber. Niederschmetternde Diagnose noch am Sonntagabend im Krankenhaus : Mittelfußbruch. „Damit ist für ihn die Hinserie gelaufen – mindestens“, weiß Ottersbergs Coach Axel Sammrey nur zu genau, wie lange solch eine Verletzung dauert. Immerhin erlitt der Übungsleiter selbst schon dieselbe Blessur. „Man muss jetzt abwarten, ob er operiert werden muss. Für ihn tut es mir natürlich sehr leid. Denn er war in ganz starker Form“, fühlt da Sammrey mit.

Gestern bekam der 52-Jährige außerdem die Gewissheit, dass er wohl mindestens sechs Wochen auf Peek verzichten muss. Dessen Verletzung entpuppte sich als Innenbandriss. Daher hat der momentane Oberliga-Primus ein arges Defensiv-Problem. Zwar scharrt der kurz ausgebootete Marco Wahlers schon mit den Hufen und bot als Peek-Ersatz am Sonntag eine vorzügliche Leistung, doch gerade in dieser Woche weilt der Verteidiger auf Lehrgang in Paderborn, wäre erst am Freitag wieder zum Abschlusstraining vor Ort. Aber da die Ottersberger bereits am kommenden Sonnabend (18 Uhr) daheim Hansa Lüneburg erwarten, wird in dieser Woche nur Montag, Dienstag und Donnerstag zur Übungseinheit gebeten. „Ich habe Marco allerdings schon gesagt, dass er in der Woche für sich selbst viel machen muss. Denn verzichten werde ich deshalb nicht auf ihn“, machte Sammrey gestern deutlich, dass nur noch die Huhn-Position vakant ist.

Und die könnten entweder Abräumer Thomas Nowotny oder auch der bis jetzt noch nicht zum Einsatz gekommene Ferhat Kadah einnehmen. „Gerade gegen Lüneburg bräuchte ich einen wie Thomas, der deren stark ausgeprägtes Flügel- und Flankenspiel als Sechser unterbindet – allerdings hinten auch einen wie ihn, der sich dem robusten und torgefährlichen Tillack stellen kann“, machte Sammrey deutlich, dass er Nowotny am liebsten auf beiden Positionen sehen würde. Und da der Joker für alle Fälle, Stefan Denker (Reizung unter dem Fuß), ebenfalls außer Gefecht ist, stehen für Sammrey nun einige Tage des Grübelns an.

 

Quelle: Weser Kurier

Innenverteidiger aus Goslar geholt

Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Die Fußballer des TSV Ottersberg, verlustpunktfreier Tabellenführer in der Oberliga Niedersachsen Ost, haben noch am Montagabend auf die verletzungsbedingten Ausfälle ihrer Innenverteidiger Alexander Fahrenholz, Oliver Freund und neuerdings auch Alexander Huhn und Mateusz Peek reagiert. Der Verein nutzte seinen vor zwei Wochen hergestellten Kontakt zu Aristide Djanga und verpflichtete den 28-jährigen Kameruner bis zum Ende der Saison 2009/10.

Mit einem umgehenden Debüt des zuletzt zum Kader des amtierenden Niedersachsenmeisters und Regionalliga-Aufsteigers Goslarer SC zählenden Innenverteidigers ist freilich nicht zu rechnen. Wegen mangelnder Spielpraxis wird der in der vergangenen Saison unter einem Fersenbruch leidende Afrikaner im anstehenden Spitzenspiel gegen Hansa Lüneburg voraussichtlich nur auf der Bank sitzen. Trainer Sammrey möchte Djanga am Sonntag zunächst in der Ottersberger Bezirksliga-Mannschaft (Heimspiel gegen VfL Sittensen) spielen lassen und ihn drei Tage später im Presscup-Heimspiel der Ersten gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck einsetzen. Günstigstenfalls verfügt Djanga bis zum Auswärtsspiel gegen FT Braunschweig über eine Spielpraxis von 180 Minuten. Sammrey: „Dann wissen wir mit Sicherheit mehr über ihn.“

 

Quelle: Verdener Aller Zeitung

Löst Djanga Defensivproblem?

Fußball-Oberligist verpflichtet gestern 28-jährigen Kameruner / Gegen Lüneburg schon auf der Bank

Von Frank von Staden

Ottersberg – In der Not springt auch Fußball-Oberligist TSV Ottersberg über seinen Schatten. Eigentlich galt der Kader des momentanen Tabellenführers schon vor der Saison als zu stark aufgebläht, wollte der Club auf keinen Fall mehr auf dem Transfermarkt zuschlagen. Nach nur vier Spieltagen ist Coach Axel Sammrey allerdings heilfroh, dass er gestern mit dem 28-jährigen Kameruner Aristide Djanga einen weiteren Akteur nachverpflichten konnte.

Denn nach den längerfristigen Ausfällen der beiden Innenverteidiger Mateusz Peek und Alexander Huhn (wir berichteten) sah der 52-Jährige Handlungsbedarf. „Da kam es mir ganz recht, dass uns unser Reserve-Coach Abdoul Bouba seinen Landsmann Aristide bei uns vor gut einer Woche vorstellte. Beide kommen und kennen sich aus Hannover. Und da Aristide derzeit vereinslos ist, zudem die französische Staatsbürgerschaft besitzt und auch in den erste drei Trainingseinheiten durchaus zu überzeugen wusste, habe ich mich entschlossen, ihn für uns zu gewinnen“, erklärte Sammrey gestern. Djanga verfügt nicht nur über Gardemaß (193 cm) und einem bulligen Körperbau (90 kg), sondern auch über langjährige Oberliga-Erfahrung. So spielte er unter anderem beim MTV Gifhorn, SSV Vorsfelde, bei Lupo-Martini Wolfsburg, Concordia Hamburg und zuletzt beim Regionalliga-Aufsteiger Goslarer SC. Viele Einsätze konnte Djanga allerdings bei den Harzstädtern auch aufgrund vieler Verletzungen nicht verbuchen.

Aus dem Gedächtnis streichen indes würde der als knallharter Innenverteidiger geltende Kameruner sicherlich am liebsten sein recht kurzes Gastspiel in 2007 beim Westfalen-Oberligisten SV Lippstadt 08, das mit einer fristlosen Kündigung sowie einem Termin vor dem Arbeitsgericht endete.

Damals soll er sich mit einer an einen Spielervermittler gesandten DVD auf dem deutschen Fußball-Markt beworben haben. Die Lippstädter schlugen ohne zu zögern zu. Tatsächlich waren auf dem Video aber verschiedene Spielszenen mit dem Nigerianer Emeka Ifegiagwa vom VfL Wolfsburg zu sehen. Ein Versehen? Schließlich meinte der Kameruner, dass er dem Spielervermittler eine ganz andere DVD geschickt habe. Das aber bestritt dieser vehement. Er will nur eine einzige DVD mit (angeblichen) Djanga-Aufnahmen bekommen haben. Auch der Richter soll erhebliche Zweifel an der Version des Spielers angemeldet haben. Zudem konnte der Afrikaner die Original-DVD nie vorgelegen. Letztlich sollen sich beide Seiten aber doch gütlich geeinigt haben.

In Ottersberg will der Hüne nun einen Neuanfang starten. Und Sammrey will ihm diesen ermöglichen. „Denn eigentlich sollte Aristide gestern einen Vertrag beim West-Oberligisten SV Ramlingen/Ehlershausen unterschreiben. Doch letztlich hat es ihm bei uns besser gefallen. Und in unserer momentanen Situation kann er uns natürlich sofort weiterhelfen“, unterstrich Sammrey gestern noch einmal die Notwendigkeit der Nachverpflichtung. Der Coach-Plan: Gegen Lüneburg soll er auf der Bank sitzen, Sonntag in der Zweiten spielen und am Mittwoch im Pressecup gegen Osterholz dann in der Oberliga-Startelf stehen.

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung

Eintracht erledigt Pflichtaufgabe im Pokal

Fußball-Drittligist gewinnt Viertelfinale gegen Halvestorf-Herkendorf mit 5:1 – Osnabrück nächster Gegner

Von Thomas Fröhlich

BRAUNSCHWEIG. Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig hat das Halbfinale im Landespokal erreicht. Bei der SSG Halvestorf-Herkendorf wurde die Mannschaft gestern Abend ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann mit 5:1 (3:1). Damit hat sich Eintracht die Chance erhalten, mit einem Sieg im Halbfinale – dann ist der VfL Osnabrück Gastgeber – in die Hauptrunde des DFB-Vereinspokals einzuziehen.

“Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben früh für klare Verhältnisse gesorgt”, sagte Eintrachts sportlicher Leiter Marc Arnold. Nach einem kleinen Hänger vor der Pause habe die Mannschaft nach dem Wechsel nichts mehr anbrennen lassen. “Sie haben die Pflichtaufgabe erfüllt”, stellte Arnold fest.

Die Hoffnungen des Bezirksligisten, vor 2500 Zuschauern im Weserbergland-Stadion in Hameln für eine Pokalüberraschung zu sorgen, wurden von Eintracht früh zerstört. Deniz Dogan (8.) brachte den Drittligisten früh in Führung, und Mark Pfitzner, der nach seiner Oberschenkelverletzung erstmals wieder auflief, sorgte mit zwei Treffern innerhalb von 120 Sekunden (11./13.) für die Vorentscheidung. Der Anschlusstreffer der Gastgeber durch Soner Aslan (36.) war einziger Schönheitsfehler. Smail Morabit (64.) und erneut Pfitzner (68.) sorgten für den Endstand.

Eintracht-Co-Trainer Darius Scholtysik hatte bis auf Dogan und Kingsley Onuegbu nur Spieler aufgestellt, die am Samstag beim 2.1-Erfolg gegen Ingolstadt im Ligaspiel nicht in der Anfangsformation gestanden hatten oder gar nicht eingesetzt worden waren.

Eintracht: Davari – Fuchs, Henn, Dogan (75. Theuerkauf), Reichel – Pfitzner, Yilmaz, Vrancic, Boland – Calamita, Onuegbu (58. Morabit)

 

Quelle: Hamburger Abendblatt/Lüneburger Rundschau

Bittere Tränen im Wilschenbruch

Fußball: Pokal-Aus nach Elfmeterschießen

Von Volker Stahl

André Berger, der den entscheidenden Elfmeter verschoss, riss sich frustriert das Trikot vom Leib. Trainer Ralf Sievers kauerte in sich zusammengesunken auf der Bank. Und der Trommler der “Hansa Lions”, der unermüdlich für Stimmung gesorgt hatte, vergrub seinen auf dem Instrument liegenden Kopf unter den Armen und weinte.

Lüneburg. Nach dem 7:8 (1:1, 1:1) der Oberliga-Fußballer des FC Hansa Lüneburg im NFV-Pokal-Viertelfinale gegen den TuS Heeslingen herrschte im Wilschenbruch Trauerstimmung.

Die Hoffnung auf den erneuten Einzug in den DFB-Pokal und dem damit verbundenen Geldsegen war verpufft, nachdem Berger gescheitert war, und Thomas Johrden den finalen Elfmeter für die Gäste verwandelte.

Dabei war mehr drin. Bereits nach wenigen Sekunden verstolperte Maik Kruse freistehend. Neun Minuten später ging Hansa in Führung – der erst am Vorabend zurückgekehrte Türkei-Urlauber Felix Beck traf per Kopf nach Flanke von Dennis Krasnikov. Die robusten Gäste aber zeigten Zähne: Sie gingen rustikal zur Sache, “sammelten” gelbe Karten und spielten sich auf der rechten Lüneburger Abwehrseite immer wieder durch. Der verdiente Ausgleich (23.) aber fiel per Konter “nach krassem Stellungsfehler”, wie Hansas “todtrauriger” Kapitän Torben Tutas nach dem Pokal-Aus monierte. In der zweiten Halbzeit bot sich den 500 Zuchauern das gleiche Bild: Torchancen hüben wie drüben. Hansas beste Gelegenheit vergab Beck, als sein Fernschuss am Pfosten vorbeistrich. Die Gäste trafen die Lattenunterkante.

Im anschließenden Shoot out gab es nur einen Fehlschuss, der das Spiel entschied. “Wer so gut kämpft und so souverän Elfer schießt, ist der verdiente Sieger”, zollte Sievers dem Gegner Lob. Ex-HSV-Profi Manfred Kaltz, der als Repräsentant des Hansa-Unterstützers EiBA sein erstes Spiel sah, sprach von einem “typischen Pokalspiel”. Hansa habe ihm gut gefallen. Hansa-Präsident Dietrich Conrad war zwar mit dem Spiel zufrieden, aber über die Resonanz enttäuscht: “Bei so einer wichtigen Partie müssten wir 2000 Karten verkaufen.”

Doch es gibt Hoffnung: Mit den Hansa Lions wird sich am 1. Oktober der erste Hansa-Fanclub konstituieren. “Wir wollen den Verein stärker in Auswärtsspielen unterstützen”, sagte Rosemarie Tropp, eines von 16 Gründungsmitgliedern. Der langjährige LSK-Sympathisant Olaf Janszikowsky überlegt seinen Beitritt noch: “Mich verbinden viele Freundschaften mit dem Verein”, sagt der 39-Jährige, der zu jedem Heimspiel aus dem 50 Kilometer entfernten Suderburg anreist. Seine Tochter Maria (13), die ihn stets begleitet, ist einen Schritt weiter: Sie himmelt Hansas Abwehrspieler Eugen Krasnikov an.

 

Quelle: Nordwest Zeitung

VfB-Spieler hadern mit Aus im NFV-Pokal

FUßBALL Kowalczyk: Wir haben alles versucht – Polizei ermittelt nach Zug-Attacke

[B]OLDENBURG – Der Stachel der Enttäuschung saß am Mittwochabend tief bei den Fußballern des VfB Oldenburg nach dem unglücklichen Pokal-Aus gegen den Regionalligisten SV Wilhelmshaven (1:2). Während der alte Rivale SVW – wie berichtet – damit nur noch einen Sieg vom Erreichen der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde entfernt ist, können sich die Blauen nun voll auf die Qualifikationssaison in der Oberliga Niedersachsen West konzentrieren.

„Wir haben sehr gut gespielt, den SVW in der ersten Halbzeit beherrscht und am Ende alles versucht – leider ohne Erfolg“, haderte VfB-Kapitän Waldemar Kowalczyk mit dem Ausgang der Partie gegen seinen Ex-Verein. Dem offensiven Mittelfeldspieler war vor allem in der Anfangsphase, der unbedingte Wille anzumerken, als Sieger vom Platz gehen zu wollen und es seinem Ex-Trainer noch einmal zu zeigen. Der 34-Jährige kurbelte das Offensivspiel sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite an, war bei Freistößen gefährlich, konnte im weiteren Verlauf der Partie aber immer weniger Akzente setzen.

Letzteres galt am Mittwoch einmal mehr auch für David van der Leij, an dem sich – wie schon bei seinem ersten Engagement beim VfB von 2006 bis 2008 – auch in dieser Spielzeit wieder die Geister scheiden dürften. Der 27-jährige Mittelfeldspieler rackerte viel, wirkte wie im Oythe-Heimspiel (5:1) aber oft als Tempobremse in der Spielentwicklung. Der Niederländer verstrickte sich viel zu oft in Zweikämpfe, statt den Ball schnell laufen zu lassen und leistete sich etliche Fehlpässe.

„Wir haben uns teuer verkauft und waren spielerisch besser“, bilanzierte derweil der leicht grippegeschwächte VfB-Torwart Mansur Faqiryar und fügte zerknirscht hinzu: „Das macht das Aus so besonders bitter für uns.“

Unterdessen ist der Tatverdächtige erkannt worden, dem vorgeworfen wird, bei der Randale am Mittwochabend nach dem Spiel auf dem Rasteder Bahnhof – die NWZ berichtete – einen Bundespolizisten mit einem Böller beworfen und verletzt zu haben. Der Randalierer wird sich nun wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch verantworten müssen.

Die weiteren Ermittlungen der Bundespolizei und der Polizeiinspektion Oldenburg-Ammerland laufen noch. um 20.45 Uhr hatten 20 vermummte Personen den vor allem mit Fußballfans aus Wilhelmshaven besetzten Regionalzug am Rasteder Bahnhof mit Steinen beworfen und waren geflüchtet, als ein größeres Polizeiaufgebot anrückte.

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