Surwold sucht Trainer

Ist der Klassenerhalt für den Kreisligisten noch drin?

Surwold (eb) – Neue Situation beim SV Surwold: Verein und Trainer haben sich getrennt. Kasper de Beer hatte nach 4 Niederlagen in der Kreisliga sein Amt zur Verfügung gestellt. „Im gegenseitigen Einvernehmen haben wir uns getrennt“, wie Klubchef Ewald Schulte versicherte. Beim letzten Heimspiel saß mit Hermann Schürmann ein Interimstrainer auf der Bank.
Ein „Déjà vu“, der Trainerwechsel, denn im Mai des vergangenen Jahres hatte de Beer während der laufenden Saison die Nachfolge von Martin van der Pütten angetreten. Der 53-jährige Niederländer sorgte anschließend für neuen Wind, neue Ideen und neue Methoden und hatte mit dem Aufstieg in die Kreisliga auch den nötigen Erfolg.
„Wir müssen uns deutlich verstärken“, hatte de Beer nach der Meisterschaft allerdings ebenfalls im Hinblick auf den zu erwartenden Konkurrenzdruck in der höheren Spielklasse neue Spieler gefordert. Der Klub hingegen hielt an seiner eingeschlagenen Linie fest, keine finanziellen Transaktionen zu tätigen und vor allen Dingen dem eigenen Nachwuchs Chancen im Seniorenbereich zu eröffnen.
Momentan sieht es so aus, als würde das Konzept nicht aufgehen, sei die Mannschaft dem Kreisliganiveau (noch) nicht gewachsen. Viele Fak-toren spielen dabei eine Rolle für Ewald Schulte: In die-sem Jahr schaffte mit Maik Schnieders nur ein A-Jugendlicher den Sprung in die Erste und auf der anderen Seite hat die Mannschaft mit Michael Pendowski, Uwe Kreutzjans sowie Ralf Hanenkamp 3 Langzeitverletzte, die Leistungsträger sind. Während sich Hanenkamp wieder im Aufbautraining befindet, werden Pendowski und Kreutzjans wohl noch länger ausfallen.
Mit Hermann Schürmann ist zunächst ein alter Bekannter als Übergangstrainer gefunden worden. Sein Amt allerdings ist zeitlich limitiert, denn der frühere Spieler der Surwolder hat erklärt, für einen Monat aushelfen zu wollen, um den Vereinsverantwortlichen Zeit zu geben, sich nach einem Nachfolger umzusehen. „Gar nicht so einfach während der laufenden Saison“, erklärt Schulte, zumal der Kreisligist einen auswärtigen Trainer verpflichten möchte.
Nach dem Trainerwechsel nimmt der Vereinsvorsitzende die Mannschaft in die Pflicht. „Jeder muss jetzt mitziehen“, erwartet er Teamgeist von den Spielern, wenn sie denn nach dem Aufstieg die Klasse erhalten wollen. Dieser Zusammenhalt wird vor allen Dingen heute Nachmittag gefordert sein, denn dann tritt der Tabellenletzte beim SV Bawinkel (15 Uhr) an. Die Bawinkeler spielten in der vergangenen Saison noch in der Bezirksliga.

Quelle: EL – Kurier

Comments are closed.