Eintracht – gerstern & heute
„Eintracht ist der Favorit“
Für VfB-Trainer Joe Zinnbauer ist Oberliga-Qualifikation das Ziel
Die Oldenburger Fußballer empfangen Eintracht Nordhorn am Sonntag (15 Uhr) zum Vergleich des amtierenden Oberliga-Meisters mit dem Vizemeister. Trainer Zinnbauer hofft, dass Eintracht-Torjäger Dennis Brode, den er gerne verpflichtet hätte, seine Qualitäten nicht gegen den VfB unter Beweis stellt.
ml Nordhorn. Der VfB Oldenburg empfängt am kommenden Sonntag Eintracht Nordhorn, das Duell des Oberliga-Meisters gegen den Vizemeister wird um 15 Uhr im Marschwegstadion angepfiffen. Für den Oldenburger Trainer Joe Zinnbauer sind die Rollen in diesem Vergleich verteilt. „Eintracht ist der Favorit“, sagt Zinnbauer. Und als der Trainer zum Beleg seiner These die Qualitäten der Nordhorner aufzählt, kommt ein interessantes Thema eher beiläufig ans Tageslicht: „Die Nordhorner haben mit Dennis Brode den Toptorjäger der Liga; wir wollten ihn ja haben.“
Der Wechsel von Brode zu einem anderen Verein war bislang eher in der Gerüchteküche ein Thema. Nach Aussage des VfB-Coaches hätten die Oldenburger den Eintracht-Torjäger vor der neuen Saison offenbar nur allzu gern zum VfB gelotst. Zinnbauer bezeichnet die damaligen Verhandlungen mit dem Angreifer als „sehr konkret“, beschäftigt sich nun aber nicht weiter mit dem Thema, schließlich habe sich Brode entschieden, weiter für Nordhorn zu spielen.
Das Interesse des VfB im Sommer bestätigt der Eintracht-Angreifer. Doch während er zu Protokoll gibt, dass der Wechsel an einer Ablöseforderung des SV Eintracht gescheitert sei, sagt Manager Guido Buscher, dass von Seiten des SVE kein Vereinsvertreter mit dem VfB über einen Wechsel gesprochen habe. Für Buscher sprachen aber ohnehin zwei Tatsachen gegen einen Wechsel Brodes zum VfB: Die Vorbereitung hatte zu dem Zeitpunkt, als das Thema aktuell war, schon begonnen. Außerdem hätte man Ersatz für den Torjäger haben müssen.
Joe Zinnbauer muss in Oldenburg mit einer fast komplett neuen Mannschaft arbeiten. Mehr als je ein Dutzend Spieler sind neu hinzukgekommen bzw. haben den Verein verlassen. Der Umbruch ist zwar ein Nachteil, auf der anderen Seite sind so nur noch wenige Spieler da, denen die enttäuschend verlaufene Regionalliga-Relegation gegen den SC Goslar nachhängt.
Der VfB-Coach gibt als Saisonziel die Qualifikation für die eingleisige Oberliga Niedersachsen aus, um dann im kommenden Jahr richtig anzugreifen. Der schwache Start (siehe auch Text auf dieser Seite) mit einer Niederlage und zwei Unentschieden passte nach Ansicht von Zinnbauer nicht ausnahmslos zu den Leistungen seines Teams. „Wir haben bis jetzt ein schlechtes Spiel gemacht“, spricht Zinnbauer das 1:2 gegen den SV Bavenstedt an. Mit den Leistungen beim VfL Osnabrück II (1:1) und in Bückeburg (0:0) war er hingegen zufrieden.
Die Nordhorner schätzt der Oldenburger Trainer nicht nur wegen der Qualitäten von Dennis Brode als „Spitzenteam“ ein. Zinnbauer lobt die Fähigkeiten von Brodes Nebenleuten Nail Kaplan und Bertino Nacar sowie die Mittelfeldachse mit den erfahrenen Herion Novaku und Zoran Milosevic.
Quelle: Grafschafter Nachrichten
VfB gehört zu Frühstartern der Liga
Eintracht trifft letztmals 2003 im Marschwegstadion
mani Oldenburg. So schlecht war der VfB Oldenburg, am Sonntag (15 Uhr) Gastgeber von Eintracht Nordhorn, schon seit Jahren nicht mehr in die Saison gestartet. Lediglich zwei Unentschieden und eine Niederlage sprangen aus den ersten drei Partien heraus. Die Gegner waren zudem schlagbar, befinden sie sich doch derzeit in der unteren Tabellenhälfte. Die Formumkehr glückte jedoch. Das Startsignal war der 3:1-Auswärtserfolg beim Regionalliga-Absteiger BV Cloppenburg, dem zwei weitere Dreier gegen Aufsteiger VfL Oythe und dem SC Langenhagen folgten.
Die 1:2-Heimschlappe gegen den BV Bavenstedt Mitte August hatte fast schon historischen Charakter. Es war die erste Niederlage vor heimischer Kulisse seit dem 18. Mai 2008. Damals verlor der Ex-Zweitligist daheim gegen die Reserve von Hannover 96 mit 1:3. Es folgten 19 Heimpartien ohne Niederlage (14 Siege, 4 Unentschieden). Im zweiten Heimspiel der Saison wurde der VfL Oythe mit 5:1 abgefertigt. Großen Anteil am Kantersieg hatte der im Sommer von Holstein Kiel gekommene offensive Mittelfeldspieler Mariusz Zmijak, der drei Treffer erzielte. Die anderen beiden gingen auf das Konto von Thomas Friauf, der auch in Langenhagen traf und mit vier Toren bester VfB-Torjäger ist. In den letzten drei Partien konnte sich der Angreifer, der in der Sommerpause vom SV Lurup zu den Oldenburgern wechselte, immer in die Torschützenliste eintragen.
Die Truppe von Trainer Joe Zinnbauer gehört zu den Frühstartern. Neun der 13 Treffer markierte sie in den ersten 45 Minuten, vier davon in der Anfangsviertelstunde. In vier der sechs Partien erzielten die Oldenburger das 1:0, das dreimal zum Sieg reichte. Auch in der Vorsaison reichte im Duell gegen Eintracht Nordhorn ein Treffer zum Sieg. Daheim schoss der letztjährige Top-Torjäger und derzeit verletzte Marcel Salomo – 18 Treffer gingen auf sein Konto – das einzige Tor (54.). Im Rückspiel am Heideweg stellte Herion Novaku die Weichen auf Sieg (59.).
Daheim haben die Blau-Weißen seit 199 Minuten gegen Nordhorn keinen Treffer mehr kassiert. Das letzte Eintracht-Tor im Marschwegstadion glückte Marek Klimczok am 16. November 2003. Die Grafschafter siegten damals mit 2:0, das 1:0 hatte Günter Snyders erzielt.
Quelle: Grafschafter Nachrichten





