Berichte Oberliga Niedersachsen
Quelle:Nordwest Zeitung
Oberliga bietet Kurzweil und Kapriolen
ZWISCHENFAZIT Hameln überraschend Spitzenreiter – Dicke Luft beim SV Meppen
VON HENNING BUSCH
OLDENBURG – Die Saison in der Oberliga Niedersachsen West hat bislang das gehalten, was sich viele Fußballfans von ihr versprochen haben: Packende Derbys, faustdicke Überraschungen und torhungrige Teams.
Auch der siebte Spieltag wartete wieder mit einigen Kapriolen auf. So brachte der SV Ramlingen/Ehlershausen am Sonntag seinen zweiten Saisonsieg mit einem 2:1-Erfolg gegen Germania Leer unter Dach und Fach, und mühte sich der vor der Saison hochgehandelte BSV Rehden zu Hause zu einem 2:2 gegen den SV Bavenstedt. Dicke Luft herrscht derweil beim SV Meppen, der am Freitagabend vor heimischer Kulisse beim 0:2 gegen Aufsteiger VfL Oythe erneut patzte und sich den Zorn seiner Fans zuzog.
Die bislang größte Überraschung der Spielzeit offenbart sich allerdings erst beim Blick auf die Tabelle. Die wird nämlich noch immer von Preußen Hameln angeführt. Mit biederer Fußball-Hausmannskost, aber bisher keinem einzigen Ausrutscher hält sich das Team wacker an der Spitze.
Jedoch formieren sich im engen Verfolgerfeld immer mehr Mannschaften, die von vielen Experten zu Saisonbeginn zu den ganz heißen Favoriten auf die direkte Qualifikation zur neuen eingleisigen Oberliga 2010/2011 (mindestens Platz acht) gezählt wurden. Als bislang einziges noch unbesiegtes Team rangiert der TSV Havelse auf dem zweiten Tabellenplatz. Jeweils nur eine Niederlage weisen neben Hameln der Regionalliga-Absteiger BV Cloppenburg sowie der amtierende Meister VfB Oldenburg auf.
Düster sieht es indes am Tabellenende beim Stadtrivalen VfL aus. Die junge und unerfahrene Elf wartet noch immer auf den ersten Punktgewinn und zweiten Saisontreffer – und gilt somit als Abstiegskandidat Nummer eins.
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung
N’Diaye schockt VfL-Youngster
Havelse.
Wieder hat die U 23 des VfL Osnabrück ein Spiel in der Fußball-Oberliga Niedersachsen West verloren. Und wie schon so oft gab es viel Lob – doch nach dem 1:4 beim TSV Havelse steht der VfL weiterhin im Tabellenkeller und muss nun auf den Stadion-Faktor setzen…
Trainer und verschmähte Anspielpartner weisen gerne darauf hin, dass – Achtung, Phrase! – Fußball ein Mannschaftssport ist. Manchmal macht aber eben die Klasse eines einzelnen Sportlers den Unterschied. In Havelse war es gestern Ex-Profi Babacar N’Diaye. Seine Bilanz: drei Chancen, drei Treffer.
Gegen diese Effizienz waren die Osnabrücker machtlos. Dabei hielten sie in Sachen Tempo und Spielwitz mit gegen den hoch gehandelten TSV. Ähnlich wie gegen Rehden in der Vorwoche bedrängten die Lila-Weißen den Gegner durch hohe Laufarbeit und Zweikampfhärte.
„Meine Mannschaft hat heute wieder einen guten Ball gespielt“, sagte Trainer Joe Enochs und lobte insbesondere Konstantin Engel, Kevin Samide und Abdullah Keseroglu aus dem Profikader. Was fehlte, waren die Tore. Die machte Havelse. Schnörkellos und sicher. Dementsprechend ärgerte sich Enochs, dass von diesem Spieltag wieder nur anerkennende Worte des Gegners aber keine Punkte übrig blieben.
Am Sonntag geht es gegen Kickers Emden – und das lässt die Osnabrücker hoffen. Denn die Lilaweißen treten um 15 Uhr in der osnatel-Arena an und dort holten sie in dieser Saison schon einmal einen Punkt gegen ein favorisiertes Team, das 1:1 gegen den VfB Oldenburg.
VfL: Zumbeel – Buddecke, Beermann, Plog, Meyer-Potthoff – Engel, Meyer – Samide (79. Falk), Keseroglu, Witzel (72. Kasper) – Jelezneacov (87. Liegmann)
Tore: 1:0 N`Diaye (18.), 1:1 Jelezneacov (24.), 2:1, 3:1 N`Diaye (45, 47.), 4:1 Ney (90.+1).
Quelle: Nordwest Zeitung
VfB düpiert Nordhorn mit 4:0
FUßBALL-OBERLIGA Oldenburger verbessern sich auf vierten Platz – 1386 Zuschauer
Die Platzherren gewannen auch in der Höhe verdient. Thomas Friauf eröffnete den Torreigen mit der Hacke.
VON HENNING BUSCH
OLDENBURG – Der VfB Oldenburg kommt in der Fußball-Oberliga Niedersachsen West immer mehr in Fahrt. Mit der besten Saisonleistung und dem vierten Sieg in Folge gelang der Elf von VfB-Trainer Joe Zinnbauer am Sonntag durch das 4:0 (2:0) gegen Eintracht Nordhorn der Sprung auf den vierten Tabellenplatz.
„Wir wussten, dass wir mit einem Sieg ganz oben dran sind und sind dementsprechend zur Sache gegangen“, berichtete ein hochzufriedener Waldemar Kowalczyk. In der Tat hatten der VfB-Kapitän und seine Teamkameraden vor 1386 Zuschauern im Marschwegstadion von Beginn an das Zepter in die Hand genommen.
Das erste Mal düpierten sie die wackelige Nordhorner Viererkette in der neunten Minute. Kowalczyk wurde mit einem Pass in die Nahtstelle freigespielt und legte für Thomas Friauf auf. Dessen Schuss entschärfte Gästetorwart Andre Lange zwar noch mit einem Reflex, den Abpraller setzte der VfB-Stürmer allerdings formschön mit der Hacke in die Maschen (9.). Friaufs nachfolgender Salto beim Torjubel stand exemplarisch für die Leichtigkeit und Spielfreude mit der der VfB im Anschluss den Heimsieg perfekt machte.
Die verunsicherte Nordhorner Defensive hatte danach großes Glück, dass der VfB nicht frühzeitig davoneilte. Lange parierte einen Schuss von Kowalczyk (10.), ehe David van Leij sich statt zu schießen für einen Querpass auf Kowalczyk entschied. Dieser rutschte knapp vorbei (11.).
Erst als der ansonsten umsichtig pfeifende Schiedsrichter Lennart Dornieden (Osnabrück) ein Tor von Friauf wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte (20.), ließ der VfB in seinem Druck etwas nach. Die neuen Freiräume nutzte Nordhorn. Den möglichen Ausgleich verpasste allerdings Nail Kaplan (33.). Kurz darauf hatte der VfBer Rene Wagner das 2:0 auf dem Kopf, kam aber nicht richtig hinter den Ball (35.). Dann fasste sich Mariusz Zmijak ein Herz, schnappte sich das Kunstleder an der Mittellinie und vollendete sein Solo mit einem Schuss aus 15 Metern ins lange Eck – 2:0 (44.).
Auch nach Wiederbeginn blieb die erwartete Eintracht-Offensive aus, vor allem weil Mittelfeldmotor Herion Novaku und Torjäger Dennis Brode komplett ausgeschaltet wurden. Nach einer tollen Kombination über die bärenstarken van der Leij und Leo Baal erhöhte der eingewechselte Jonas Wangler auf 3:0 (49.). Nachdem Nordhorn zwei Chancen ungenutzt gelassen hatte (64., 67.), ließ Novaku seinen aufgestauten Frust an Wangler aus. Er ließ diesen an der Mittellinie auflaufen und sah dafür die Gelb-Rote Karte (74.).
Den Schlusspunkt setzte der kurz zuvor eingewechselte Nicola Grimaldi. Er war Nutznießer eines verunglückten Rückpasses zum Nordhorner Schlussmann und überwand diesen aus ganz spitzem Winkel zum 4:0 (81.).
Stimmen zum VfB-Heimsieg
Joe Zinnbauer (VfB-Trainer): Das war ein sehr gutes Spiel von uns. Schön, dass auch die Einwechslungen gepasst haben.
David van der Leij (Spielmacher): Wir werden von Spiel zu Spiel besser, haben uns schon sehr gut zusammengefunden.
Shefqet Lajci (Eintracht-Trainer): Wir waren sehr schwach, deshalb sah der VfB so gut aus.
Dennis Brode (Stürmer): Es sagt alles, wenn der Torwart beim 0:4 unser bester Mann war. Das war von der Nummer zwei bis zur elf katastrophal.
Quelle: Grafschafter Nachrichten
„Das war nix“ – von der 2 bis zur 11
SV Eintracht verliert beim VfB Oldenburg mit 0:4 – Nur Lange in Normalform
Der Oberliga-Meister VfB Oldenburg zeigte gestern vor fast 1400 Zuschauern seine beste Saisonleistung. Dennoch war Eintracht-Trainer Shefqet Lajci wenig beeindruckt: „Sie haben gut ausgesehen, weil wir so schwach waren.“
how/hb Oldenburg. Als die Partie im Marschwegstadion längst entschieden war, bekamen die 1386 Zuschauer noch einmal exemplarisch aufgezeigt, warum Eintracht Nordhorn gestern beim VfB Oldenburg nichts zu bestellen hatte: Der eingewechselte Nicola Grimaldi fing in der 81. Minute einen misslungenen Rückpass von Torben Rattelsdorfer zu Torwart Andre Lange ab und schob zum 4:0 (2:0)-Endstand für den amtierenden Oberliga-Meister ein. Während die Nordhorner Fußballer meilenweit von ihrer Form entfernt waren, bewiesen die Oldenburger Einsatz, Laufbereitschaft und gedankliche Frische.
Eintracht-Keeper Lange, beim vierten Tor machtlos, war noch der einzige Nordhorner mit Normalform. „Wenn der Torwart bei einer 0:4-Niederlage der beste Mann ist, dann heißt das schon was“, sagte Stürmer Dennis Brode, der mit sich und seinem Team hart ins Gericht ging: „Von der Nummer 2 bis zur 11 war es eine Katastrophe.“
In der Tat spielte der SV Eintracht bis auf eine kurze Phase nach dem 0:1 in allen Mannschaftsteilen schlecht. „Das Mittelfeld war nicht in Ordnung, die Stürmer waren abgemeldet – das war nix“, kritisierte Trainer Shefqet Lajci, „und in der Abwehr stehen wir sowieso nicht gut.“ Nur Andre Lange verhinderte mit seinen Paraden eine höhere Pausenführung für den VfB Oldenburg, der auch in der zweiten Halbzeit druckvoll nach vorne spielte. Während die VfB-Fans ihre Mannschaft für die beste Saisonleistung feierten, war Lajci aber von der Vorstellung des Gegners nicht übermäßig angetan: „Die Oldenburger waren nicht stark. Sie haben nur so gut ausgesehen, weil wir so schlecht waren.“
Nur Mitte der ersten Halbzeit ließ der VfB den Nordhornern etwas Raum im im Mittelfeld, sodass die Eintracht-Fußballer sich etwas befreien konnten. In der 33. Minute war es Nail Kaplan, der nach schöner Vorlage von Bertino Nacar den Ball in guter Schussposition knapp verpasste. Mehr Chancen zum Ausgleich hatten die Nordhorner nicht – und noch vor der Pause fiel das zweite, vorentscheidende Gegentor. „Wieder eine Dummheit von uns“, schimpfte Lajci. Mariusz Zmijak hatte sich den Ball nahe der Mittellinie geschnappt und bei seinem Solo die Verteidigung aushebeln und auch den diesmal etwas unglücklich aussehenden Lange überwinden können. „Es war ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft“, strahlte Oldenburgs Trainer Joe Zinnbauer, „uns kam sicherlich entgegen, dass Nordhorn sich nicht versteckt hat.“ Einen Vorteil für sein Team sah er auch auf Bank: Die Tore in der zweiten Halbzeit besorgten die Ersatzspieler Jonas Wangler (51.) und Grimaldi (81.).
Eintracht-Trainer Lajci war gestern schwer enttäuscht, will sich aber nicht lange mit der Niederlage aufhalten: „Wir haben erst sieben Spiele, und Oldenburg ist jetzt auch nur einen Punkt vor uns.“
Quelle: Emslandsport
Wigger: „Wir sind alle schuldig“
um/mirMeppen.
„Das war das schlechteste Spiel mit der geringsten Besucherzahl seit Jahren“, zog ein enttäuschter Besucher im VIP-Bereich nach dem 0:2 des SV Meppen gegen Oythe eine vernichtende Bilanz und fragte sich nach vier Punkten aus vier Heimspielen, wie lange Frank Claaßen noch Trainer bleibt. „Das ist brutal“, stellte sich Reinhold Tattermusch an die Seite von Claaßen. Der Sportliche Leiter betonte: „Wir haben nie gesagt, dass wir Meister werden müssen.“
Der Coach, der weiß, dass die Erwartungen im Emsland hoch sind, bekannte: „Die Pfiffe tun schon weh, vor allem wenn man bedenkt, wie intensiv wir gearbeitet haben.“ Ihm schwant, dass die Probleme im Team weniger in der Abwehr als in der Offensive liegen, wo es erneut Probleme im Abschluss gab. Nach dem Schlusspfiff diskutierte er lange mit Fans, die während des Spiels die Auswechslung von Cüneyt Özkan gefordert hatten. „Eine Alternative hatten sie auch nicht“, sagte Claaßen. Spielerisch gute Fußballer hat er im Team, doch das ist zurzeit zu wenig. Es fehlen Kämpfer, die über die Schmerzgrenze hinausgehen.
An dieser Stelle sieht auch Kapitän Johan Wigger (Foto) Handlungsbedarf: „Wir müssen langsam aufhören mit der Schönspielerei. Wir müssen auch einmal richtig reingehen.“ Das fange bei ihm selbst an. Auch er hörte die „Claaßen-Raus“-Rufe. „Es ist klar, dass die Fans pfeifen“, sagt Wigger. Die Entlassung des Trainers zu fordern, sei jedoch „zu schnell: Vor drei Wochen waren wir noch Tabellenführer.“ Die Misere liege nicht an Claaßen: „Wir sind alle schuldig – auch ich.“
Quelle: EL Kurier
„Es war ein sehr enttäuschender Tag“
Verunsicherter SVM zeigte beim 0:2 gegen Oythe zu wenig Leidenschaft – Nur Antczak wehrte sich
Meppen (eb) – Regungslos hockten sie auf dem Rasen, nicht fähig und auch nicht willens, das Geschehene zu kommentieren. Minutenlang wanderten ihre starren Blicke ins Leere, ganz so, als hätte soeben ein böser Spuk ihre Sinne gelähmt. Doch so fassungslos die Oberliga-Fußballer des SV Meppen am Freitagabend auch waren: Ihre von kaum jemandem erwartete 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen Aufsteiger VfL Oythe war kein Scherz, sondern bittere Realität.
Nur wenige Meter neben den am Boden zerstörten Meppenern kosteten die Gäste aus Vechta ihren verdienten Sensationserfolg in vollen Zügen aus. Immer und immer wieder ließen sie sich von ihren knapp 80 mitgereisten Anhängern unter den nur 960 Zuschauern feiern, stimmten noch zehn Minuten nach Spielschluss die La-Ola-Welle an und krabbelten in der „Raupe“ über den Rasen. Verkehrte Fußballwelt in der vivaris Arena.
„Wir sind heute an unsere Leistungsgrenze gegangen“, nannte Gäste-Trainer Dietmar Schlärmann einen der Sieggründe seiner Elf. Ähnliches konnte SVM-Chefcoach Frank Claaßen, der nach dem vorherigen 1:5 in Cloppenburg „eine Reaktion“ gefordert hatte, von seinen spürbar verunsicherten Schützlingen nicht behaupten. In der ersten Viertelstunde, als sie engagiert nach vorn spielten, war der Wille zur Wiedergutmachung zwar nicht zu verkennen. Doch danach verpufften alle guten Vorsätze, und die Mannschaft verfiel in den Schönspielerei-Trott der vorherigen Wochen. Leidenschaft und unbändiger Kampfgeist sehen jedenfalls anders aus.
So kombinierten die Hausherren im Mittelfeld zwar oft gefällig, aber auch zu kompliziert, so dass spätestens an der Oyther Strafraumgrenze Endstation war. Da von den Außenbahnen kaum Impulse kamen, konzentrierte sich das Geschehen zumeist auf das Zentrum, wo ein Durchkommen am schwierigsten war. An nennenswerten Torchancen standen schließlich nur ein von Gästekeeper Henning Reichenbach glänzend abgewehrter Zwölfmeterschuss von Cüneyt Özkan (9.), ein im letzten Moment abgeblockter Achtmeterschuss von Aaron Thalmann (13.), ein von Marcel Hoppe knapp über das Gehäuse gejagter Ball (33.) sowie ein Freistoß-Pfostentreffer des eingewechselten Hüseyin Dogan (87.) zu Buche.
Wie’s gemacht wird, zeigten die gradlinig agierenden Oyther mit ihren brandgefährlichen Sturmspitzen Tim Wernke und Simon Engelmann. Letzterer durfte in der 23. Minute ungestört aus 18 Metern zum Führungstor für seine Elf abziehen. Und Wernke netzte, als er im Strafraum nur auf Sicht gedeckt wurde, in der 62. Minute nach einer feinen Linksflanke volley zum 0:2 ein. Bei einem halben Dutzend weiterer Topchancen des starken Oyther Angriffsduos rettete SVM-Schlussmann Marcus Antczak jeweils in glänzender Manier und überzeugte damit als einziger Meppener Akteur.
Letztlich war’s für Meppen-Trainer Claaßen „ein sehr enttäuschender Tag.“ Der Verzicht auf grundlegende personelle Änderungen hatte sich ebenso wenig ausgezahlt wie eine Umstellung im taktischen Bereich, wo Claaßen im Mittelfeld auf eine Rautenformation und im Angriff auf zwei Spitzen (Jens Robben, Cüneyt Özkan) setzte. Nun soll am kommenden Sonntag in Langenhagen der Bock umgestoßen werden.
Quelle: Braunschweiger Zeitung
Freie Turner unterliegen Spitzenreiter
In der Fußball-Oberliga verschliefen die Schützlinge von Trainer Uwe Walther den Start in die zweite Hälfte
Von Norbert Prukop
Eine überzeugende Halbzeit reichte nicht aus: Fußball-Oberligist Freie Turner unterlag dem TSV Ottersberg mit 1:2 (1:1). Damit sind die Gäste aus dem Bremer Umland neuer Tabellenführer.
Turner-Trainer Uwe Walther trug die Niederlage mit Fassung: “Die Situationen, die zu den Gegentreffern geführt haben, waren individuelle Fehler, über die sich die Spieler wahrscheinlich selber genug ärgern. Ansonsten hat das Team angesichts sechs verletzter Leistungsträger das Beste aus der Situation gemacht.”
Und es begann gar nicht schlecht. Durchaus selbstbewusst starteten die Braun-Weißen, nahmen das Heft in die Hand und hatten durch Jörn Winkler und Jonas Kierdorf die ersten Gelegenheiten. Mitte des ersten Durchgangs ließ die Konzentration jedoch etwas nach, und eine erfahrene, eingespielte Mannschaft wie Ottersberg bestraft dies sofort: Ribeiro da Silva (29.) schloss die erste gelungene Kombination der Gäste erfolgreich ab, Markus Michnik hatte zuvor über den Ball getreten.
Doch der Schock währt nur fünf Minuten, dann setzte sich Marvin Luczkiewicz über links durch, flankte zu Michael Krüger, und er traf zum Ausgleich (34.).
Weiterhin Wachsamkeit in den Aktionen forderte Uwe Walther, doch bis zur zweiten Spielhälfte hielt sie nicht vor. Eiskalt schlug der Ottersberger Stürmer Lars Behrens (47.) zu, zuvor war Sebastian Kamp der Ball beim Klärungsversuch weggerutscht.
Und nach dem erneuten Rückstand taten sich die Gastgeber schwer. Spielaufbau und -fluss waren dahin, im Mittelfeld wurde die Fehlerquote nun immens hoch, was die Gäste zu gefährlichen Kontern über Rafael Czichos, Sören Seidel oder dem quirligen Hayati Sicak einlud. Glück im Unglück für die Walther-Schützlinge, denn Ottersberg machte aus den Chancen nichts. Fast hätte es sogar das 2:2 gegeben, Max Liehr verpasste aber eine scharfe Flanke in der Schlussminute.
“Dennoch war es ein verdienter Erfolg der Gäste”, erkannte Walther neidlos an.
Freie Turner: Jänsch – Kamp, Illner (79. Liehr), Dierschke, Eggers – Bräunig, Krüger, Luczkiewicz (76. Hartmann), Michnik (52. Duckart) – Kierdorf, Winkler.
Quelle: Verdener Aller Zeitung
Baller und Behrens ballern TSV an die Spitze zurück
Ottersberg fährt nach 2:1 bei FT Braunschweig fünften Sieg im sechsten Spiel ein
Aus Braunschweig berichtet
Frank von Staden
BRAUNSCHWEIG Jair Baller (29.) und Lars Behrens (47.) mit seinem siebten Saisontor im sechsten Punktspiel ballerten gestern den TSV Ottersberg nach einem 2:1 (1:1)-Auswärtserfolg bei den Freien Turnern Braunschweig zurück an die Tabellenspitze der Oberliga Ost.
Dabei profitierten die Grün-Weißen zwar von der überraschenden Heimniederlage Hansa Lüneburgs gegen Osterholz, „doch Ottersberg hat sich bei uns wie eine Spitzenmannschaft präsentiert und gehört so auch dort oben hin“, konstatierte Braunschweigs Coach Uwe Walther nach dem Abpfiff nüchtern und zollte der Spielweise der Gäste gleichzeitig Respekt.
Dabei hätten die Mannen von TSV-Trainer Axel Sammrey durchaus noch höher gewinnen müssen. Denn während die Platzherren im ersten Abschnitt durchaus ebenbürtig waren und nur beim 0:1, das Thomas Nowotny eingeleitet und Hayatin Sicak vorbereitet hatten, schlecht aussahen, glich die Deckung nach der Pause einem aufgeschreckten Hühnerhaufen. Immer wieder unterliefen den Platzherren eklatante Fehler.
Vor allem in den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff hätte der Klassenprimus alles klarmachen müssen. Denn in dieser Phase präsentierte sich Braunschweig hinten wie eine Schülermannschaft, ging es drunter und drüber, wie in einer Gummibärchentüte.
Vor allem Markus Michnik fehlte da der Durchblick. War er schon Passgeber mit einem Querschläger beim 2:1 durch Behrens, so hatte er auch in der Folge arge Orientierungsprobleme. Doch weder Rafael Czichos (Kamp kratzte seinen Ball noch von der Linie) noch Hayatin Sicak (zu kurzer Heber ins leere Tor) und Sören Seidel (drosch das Leder frei aus sieben Metern übers Gehäuse) wussten diese Einladungen anzunehmen. „Das ist das einzige, was ich meiner Mannschaft ankreiden kann. Hätten wir da den dritten Treffer nachgelegt, wäre Braunschweig mausetot gewesen“, haderte da Sammey schon arg mit der schwachen Chancenverwertung. Ansonsten aber zeigte er sich sehr zufrieden: „In den ersten 15 Minuten der Partie hat’s noch etwas gehapert, dann aber haben wir immer besser ins Spiel gefunden und letztlich auch verdient den Dreier eingefahren!“
Allerdings bäumten sich die Platzherren in der Schlussphase noch einmal auf, versuchten es jetzt mit langen Bällen und der Brechstange. Und fast wäre Jonas Kierdorf auch noch ein Last-Minute-Tor gelungen (90.). Doch gerade noch mit der Fußspitze konnte Dennis Janssen seinen selbst produzierten Fehler wieder ausbügeln. Eine von drei FT-Hochprozenter. Bei der ersten war Schlussmann Tim Eggert gegen Michael Krüger chancenlos (34.), bei der zweiten reagierte er glänzend (78.) gegen Jörn Winkler.
Quelle: Hamburger Abendblatt
TuS Güldenstern genügt ein Treffer von Maurizio Greco zum zweiten Saisonsieg
Am vergangenen Wochenende holten die Oberligafußballer von TuS Güldenstern Stade auswärts ihren ersten Saisonsieg. Jetzt wollten sie auf eigener Anlage Gegner Eintracht Braunschweig II deren erste Saisonniederlage beifügen.
Stade. Kein aussichtsloses Unterfangen, wie das 1:0 (1:0) belegte, zumal die U 23 des Drittligavereins aus der Löwenstadt auf der Camper Höhe ohne Verstärkung aus der ersten Mannschaft auskommen musste, die am gleichen Tag spielte. Das bereits zur Pause feststehende Ergebnis hielt bis zum Ende, weil bei Güldenstern wieder die Abwehr stand. “Der Gegner kam nur bis zur Strafraumgrenze. In der Schlussphase mussten wir allerdings zehn Minuten lang bei vier Freistößen der Braunschweiger zittern”, so Teammanager Jörn Augustin. Einmal musste Torwart Pascal Drusch retten.
Den einzigen Treffer erzielte Maurizio Greco in der 44. Minute. “Genau zum richtigen Zeitpunkt”, so Augustin über den Treffer, der aus dem Gewühl heraus erzielt wurde. Vorher hatte Matthias Quadt aufs Tor geschossen. In der zweiten Halbzeit beschränkte sich Güldenstern auf Entlastungsangriffe. “Wir haben jetzt sechs Punkte geholt, mit denen wir vorher nicht rechnen konnten”, freute sich Augustin. Güldenstern könne den kommenden Aufgabenjetzt entspannter entgegen sehen. (gb)(gb)
Quelle: Braunschweiger Zeitung
Torwart Benjamin Later trifft nur Aluminium
Eintracht II verliert Oberliga-Partie in Stade mit 0:1
Es gibt Partien, da ärgert man sich noch Tage später drüber. Zu diese Kategorie gehört sicher auch die 0:1 (0:1)-Niederlage von Eintrachts Oberliga-Fußballern bei Güldenstern Stade.
Von Beginn an hatten die Löwen das Spiel fest in der Hand. Nahtlos knüpften die Akteure an die tolle Vorstellung gegen die Freien Turner an. Im Minutentakt brannte es im Stader Strafraum. Doch Trainer Christian Benbennek sah ein riesiges Manko: Seine Elf ging mehr als fahrlässig mit den Chancen um.
Kurz vor dem Seitenwechsel gab es dann die Strafe, Stade ging völlig überraschend in Führung. In Halbzeit zwei das gleiche Bild, Eintracht marschierte, die Gastgeber verteidigten, und wieder sprang nichts Zählbares heraus. “Das war eine ganz bittere Pleite für uns, so ein Spiel darf man nicht verlieren”, meinte Benbennek ratlos.
Von Pech wollte der Löwen-Coach aber nichts wissen: “Wir waren im Abschluss nicht konzentriert genug. Das gehört genauso dazu, so schlampig darf man einfach nicht mit den Gelegenheiten umgehen.” Eine kuriose Szene gab es nach Ablauf der regulären Spielzeit. Torwart Benjamin Later war mit vor das Stader Tor geeilt und kam tatsächlich mit dem Kopf an den Ball. Doch passend zum Spielverlauf verhinderte der Querbalken den Ausgleich.
Tor: 1:0 Maurizio Greco (44.).
Eintracht: Later – Littmann, Dimitrjevic, Reichel, Henn – Thomsen, Kluk (69. Basi), Yilmaz (78. Göwecke), Gierke – Tozlu, Bellarabi. tm
Quelle: Braunschweiger Zeitung
BSV Ölper schafft ein 0:0 in Hildesheim
Fußball-Oberligist gibt rote Laterne an Bornreihe ab
Durch ein torloses Remis verlässt der BSV Ölper den letzten Tabellenplatz, doch richtig weitergeholfen in Richtung Mittelfeld der Tabelle hat der Punkt natürlich nicht, mit dem neuen Schlusslicht aus Bornreihe wartet man weiter auf den ersten Saisonerfolg.
“Ehrlich gesagt, die Partie hatte auch keinen Sieger verdient. Das war nicht oberligareif”, nahm BSV-Übungsleiter Willi Feer kein Blatt vor den Mund. Seinem Team attestierte er eine solide Abwehrarbeit, “nach vorne ging allerdings gar nichts.” Die Gastgeber machten es kaum besser, ihre einzige Chance vergaben sie in der 44. Minute.
Und das ist der Verdienst eines großartigen Verteidigers: Marco Behrens (19) präsentiert sich trotz durchwachsener Endergebnisse in bestechender Form: “Was er hinten abräumt, ist unglaublich, nicht erst im heutigen Spiel. Spielübersicht und Zweikampfverhalten sind für einen Spieler seines Alters einfach phänomenal”, so Feer über seinen Schützling. Behrens stieß diese Saison zum Biberweg, zuvor absolvierte er die Fußballschule von Eintracht Braunschweig.
Mit Blick auf die weiteren Aufgaben freut sich Feer auf das Duell mit Hansa Lüneburg: “Der erste Sieg gegen ein Spitzenteam wäre wichtig”.
Besonderes: Ampelkarte für Gerrit Krüger (85., Ball wegschlagen)
BSV Ölper: Kiontke – G. Krüger, Behrens, F. Krüger, Riedel (70. Noske) – Naja, Sevim, Wegener, Sielaff (25. Granatowski), Koschwitz – Bakondon (68. Freis). pru
Quelle: Hamburger Abendblatt/Lüneburger Rundschau
Hansa Lüneburg nach 1:2 von Tabellenspitze gestürzt
Der Spitzenreiter der Fußball-Oberliga Niedersachsen ist gestürzt.
Lüneburg. Besonders bitter: Nach schwachem Spiel verlor der FC Hansa Lüneburg beim 1:2 (1:1) gegen VSK Osterholz-Scharmbeck nicht nur drei Punkte, sondern auch Mittelfeldspieler Maik Kruse wegen einer Roten Karte.
Bereits in der Anfangsphase zeigte Hansa Schwächen. Durch eine Abwehrfehler gingen die Gäste in Führung (17.). Doch Hansa hielt in dieser Phase dagegen und erzielte durch Benjamin Tillack den Ausgleich (34.). Doch schon da zeigte sich, dass Hansa einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte: Die Mannschaft zeigte keinen Biss, spielerisch lief wenig zusammen, und wenn Hansa zu Torchancen kam, wurden sie – bis auf eine Ausnahme – vergeben.
Den Vogel schoss Felix Beck beim Stand von 1:2 – Osterholz war in der 47. Minute in Führung gegangen – per verschossenen Elfmeter ab (75.). “Diese Aktion war das Spiegelbild des gesamten Spiels”, kommentierte Fußballobmann Thomas Wiebe den Fehlschuss. Doch es kam schlimmer: In der 92. Minute zückte der Schiedsrichter “Rot” gegen Kruse – weil er den Torwart gerempelt haben soll. Kruse riss sich die Kapitänsbinde vom Arm und stürmte angefressen vom Rasen. Sekunden später war Schluss. (vst)(vst)
Quelle: Hamburger Abendblatt/Harburger Rundschau
Souveränes 4:0 von Drochtersen
Die Oberliga-Fußballer der SV Drochtersen/Assel sind nach dem 4:0-Erfolg beim Aufsteiger Lupo Martin Wolfsburg im Soll und haben sich in der Tabellenspitze der Staffel Ost festgesetzt.
Drochtersen. “Mit dem Auswärtssieg haben wir uns die verlorenen Punkte aus der Partie gegen Heeslingen wiedergeholt”, zeigte sich Vereinsvorsitzender Rigo Gooßen zufrieden mit der Leistung seiner Kicker. Schon nach sechs Minuten ging Drochtersen nach einem Wolfsburger Eigentor in Führung, Daniel Gröne hatte den Unglücksraben erfolgreich bedrängt. In der 40. Minute erzielte Gröne dann den Treffer zum 2:0-Halbzeitstand auf Vorarbeit Walerij Hettich.
Die engagierte Vorstellung der SV Drochtersen setzte sich in Halbzeit zwei fort und wurde in der 58. Minute mit dem 3:0 belohnt. Rene Kracke nutzte nach einer Ecke den Abpraller und sorgte für die Entscheidung in dieser Partie. Corvin Behrens ließ zwei Minuten vor dem Ende das 4:0 folgen, genau wie Daniel Gröne beim 2:0 hatte er den Wolfsburger Torwart ausgespielt. Drochtersen hatte nur in der ersten Hälfte Probleme, Torwart Christoffer Schellin bewahrte sein Team vor einem Gegentreffer. Rafael Staffelt, der für den gesperrten Sascha Martens spielte, überzeugte als Innenverteidiger, Igor Martens spielte dafür im defensiven Mittelfeld. (ka)(ka)
Quelle: Wolfsburger Nachrichten
Alle MTV-Stürmer auf dem Feld – dennoch verliert Gifhorn mit 0:3
Fußball-Oberliga: Fricke-Elf rutscht nach Niederlage in Göttingen auf Platz 13
Von Reinhard Matzick
GIFHORN. Der Fehlstart ist perfekt. Fußball-Oberligist MTV Gifhorn unterlag gestern beim Aufsteiger SVG Göttingen mit 0:3 (0:1) und rutschte auf den 13. Tabellenplatz ab.
Keine Frage: So hatten sich die Verantwortlichen bei den Schwarz-Gelben den Start in die Saison nicht vorgestellt. Trainer Klaus Fricke nannte dann auch einen der Gründe für den misslungen Saisonauftakt. “Uns fehlt die Durchschlagskraft.”
Aus diesem Grund hatte der Coach seiner Mannschaft in Göttingen auch eine defensive Taktik verordnet. Lediglich Ralf Middendorf wurde als Stürmer aufgeboten – dahinter agierte Christian Skoda als offensiver Mittelfeldspieler. “Die Null sollte stehen und vorne wollten wir dann auf Konter setzen”, erklärte Klaus Fricke.
Das klappte anfangs auch recht gut. Im dichten Abwehrverbund endeten die Göttinger Angriffe und der MTV hatte durchaus die Möglichkeiten sich in Führung zu bringen. In der 15. Minute wurde ein Kopfball von Dennis Busboom von der Torlinie der Hausherren gekratzt und Stürmer Ralf Middendorf knallte das Leder erst gegen das Lattenkreuz (20.) und eilte in der 38. Minute alleine auf Göttingens Keeper zu, vertändelte aber den Ball. Der Aufsteiger zeigte den Schwarz-Gelben dann wie es geht. Nachdem das Leder nicht aus der Gefahrenzone befördert wurde, nutzte ausgerechnet der Ex-Calberlaher Philipp Hilleke die Möglichkeit und erzielte die 1:0-Pausenführung für die SVG.
Trainer Fricke reagierte. Brachte erst Massimiliano Anacletto (75.) und in der 75. Minute auch noch Rick Bewernick und Pascal Klein. “Wir haben dann mit drei Sturmspitzen und zwei offensive Mittelfeldakteuren gespielt”, erklärte Fricke. Ohne Erfolg. Im Gegenteil. “Wir hatten null Torchancen und haben noch zwei Gegentreffer kassiert. Mit dem Auftritt nach der 75. Minute kann ich nicht zufrieden sein.”
Tore: 1:0 Hilleke (40.), 2:0 Maffenbeier (77.), 3:0 Hafner (87.).
Gelb/Rot: Middendorf (87., MTV).
MTV: Mechelk – Barkallah, Busboom, Marchese (46. Anacletto, Benke (75. Klein) – Kreutzfeld (75. Bewernick), Vandreike, Lütge – Skoda – Middendorf.
Quelle: Zevener Zeitung
Heeslingen setzt Erfolgsserie auch gegen Northeim fort
Heeslingen (sd). Der TuS Heeslingen bleibt weiterhin auf dem Vormarsch. Am gestrigen Sonntag besiegte die Elf von Torsten Gütschow Eintracht Northeim mit 2:0 (0:0) und verbesserte sich damit auf den 5. Tabellenplatz der Fußball-Oberliga. Spieler des Tages war Sead Kucevic, der mit seinen beiden Treffern maßgeblichen Anteil am Sieg seiner Mannschaft hatte.
Trotz seiner Tore übte sich der erfahrene Stürmer, der ab der 46. Minute im Spiel war und für den erhofften frischen Wind in der Heeslinger Offensivabteilung gesorgt hatte, in Bescheidenheit. Es sei nicht wichtig, wer die Tore geschossen habe. Wichtig sei, dass die Elf das Spiel gewonnen habe, so der Routinier.
Dass sein Team das Match gegen den Tabellenvorletzten verdient für sich entschieden hatte, darin waren sich alle einig. Ebenso einig waren sich alle Beteiligten aber auch, dass es einer dieser berühmten Arbeitssiege war, die man am besten ganz schnell abhakt.
Dabei hätte die Partie einen ganz anderen Verlauf nehmen können. Hätte Patrick Peter die Riesenchance zur frühen Führung genutzt (3.) oder wäre der fulminante Schuss von Thomas Johrden im Netz gelandet (4.), dann hätten die Gastgeber ein deutlich leichteres Spiel gegen die konterstarken Gäste aus Südniedersachsen gehabt. Da Fußball aber nicht im Konjunktiv gespielt wird, blieb die Null stehen und Heeslingen trauerte den vergebebenen Chancen nach. Zu allem Überfluss geriet der TuS seinerseits zweimal mächtig in Bedrängnis. Glücklicherweise waren Torwart Peter Bardehle und Abwehrmann Dominik Bremer zur Stelle und verhinderten mit Glanzparade und Fußabwehr auf der Linie den möglichen Führungstreffer der Gäste.
Die beiden Szenen aus der 15. Minute sollten jedoch die einzig wirklich brenzligen für die Heeslinger Defensivabteilung bleiben. Ansonsten diktierten die Platzherren das Geschehen und hielten die Zügel fest in der Hand, wobei sich wieder einmal die Schwäche der Gütschow-Elf zeigte. Immer dann, wenn die Gastgeber das Spiel machen müssen, fehlt es an zündenden Ideen. Und so wurde aus dem vermeintlichen Spaziergang ein mühsamer Arbeitstag, denn die Erlösung ließ lange auf sich warten. Erst nach einer Stunde sorgte Sead Kucevic in Abstaubermanier endlich für das erlösende 1:0. Gute 20 Minuten später legte der Routinier noch einmal nach und sorgte für das alles entscheidende 2:0 (85.)
Der Widerstand der Gäste aus Northeim war zu diesem Zeitpunkt allerdings längst gebrochen und deren Trainer Lutz Lillig eigentlich nur froh, dass seine Elf keine richtige Klatsche kassiert hatte. Im Bereich des Möglichen war das allemal, denn im zweiten Durchgang erspielten sich die Gastgeber eine ganze Reihe guter Möglichkeiten, ohne diese in Tore ummünzen zu können. Am Ende feierten die Heeslinger ein verdientes 2:0 und haben nunmehr das obere Tabellendrittel wieder fest im Blick.
Heeslingen – Eintracht Northeim 2:0 (0:0)
TuS Heeslingen: Peter Bardehle – Patrick Peter, Dominik Bremer, Jan Koch, Mirko Peter, Wojciech Bobrowski, Thomas Johrden, Björn Mickelat (46. Sead Kucevic), Andreas Förster, Daniel Grimm (80. Janis Müller), Herman Mulweme (69. Oliver Gerken).
Northeim: Dominik Hillemann – Marcus Henne, Markus Schnepel, Sascha Pleßmann, Marcel Braun, Muhamed Alawie (62. Ibrahim Turgay), Youssef Souleiman, Kevin Eckert, Florian Thamm, Eike Noparlik, Rezan Akcam.
Schiedsrichter: Tim Kayser (Rastede) mit den Assistenten Christian Katz und Chris Gerken.
Tore: 1:0 Sead Kucevic (61.), 2:0 Sead Kucevic (85.)
Zuschauer: 450.
Quelle: Hamburger Abendblatt/Harburger Rundschau
SV Ahlerstedt: Auswärtsserie hält
Eine “andere” Mannschaft versprach Trainer Hartmut Mattfeldt für das Auswärtsspiel beim Oberliga-Mitaufsteiger Rot-Weiss Cuxhaven. Mit den zuletzt gezeigten Leistungen war der Trainer alles andere als zufrieden gewesen.
Ahlerstedt. Allerdings war A/O bisher auswärts ungeschlagen. Danach sah es in Cuxhaven auch zur Pause noch aus, die Mannschaften gingen beim Spielstand von 1:1 in die Pause. Am Ende hieß es 2:2 und die Auswärtsserie hatte gehalten.
Für Trainer Hartmut Mattfeldt war ein Punkt das Minimalziel. Im Vorjahr konnte Ahlerstedt in der Bezirksoberliga beide Spiele gegen Cuxhaven mit 3:0 und 3:1 klar für sich entscheiden. Auch diesmal hätte ein Sieg herausspringen können, doch in der Schlussminute zielte Sascha Müller am leeren Tor vorbei.
Müller war es auch, der zwei Minuten vor der Pause das 1:1 erzielte, zwei Minuten, nachdem die SV Ahlerstedt/Ottendorf in Rückstand geraten war. Auch im zweiten Durchgang mussten die Schützlinge von Hartmut Mattfeldt wieder einem Rückstand hinterherlaufen.
Eine Viertelstunde vor Schluss war es Philip Inacio, der den Punkt rettete. Damit waren die mitgereisten Fans zufrieden, auch wenn die Mannschaft dadurch auf Platz zehn zurückgefallen ist.(gb)





