FC Schüttorf 09 siegt im zweiten Anlauf

4:2-Erfolg gegen den SV Holthausen-Biene

In einem äußerst unterhaltsamen Bezirksoberliga-Spiel hat sich der FC Schüttorf 09 gegen den SV Holthausen-Biene am Sonnabend mit 4:2 (2:1) durchgesetzt. Der FC 09 tat sich trotz zweifachen Überzahlspiels schwer.

Von Lars Klukkert – Schüttorf. Siggi Wolters, Trainer des FC Schüttorf 09, ist am Sonnabend durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen: Zuerst spielte seine Mannschaft im Bezirksoberligaduell gegen den SV Holthause-Biene groß auf, führte durch die Tore von Spielmacher Oliver Villar und Henning Junker mit 2:0. Doch dann kamen die Gäste wieder zurück ins Spiel. Werner Hofschröer, Bienes stärkster Akteur, markierte zwei Treffer zum 2:2-Zwischenstand. Und das, obwohl der FC09 zu diesem Zeitpunkt bereits mit zwei Spielern mehr auf dem Platz stand. Doch mit dem Überzahlspiel wusste der FC09 nichts anzufangen und tat sich lange schwer. Wolters haderte mit seinem Team, das dann aber doch noch durch die Tore von Sebastian Röttger und Sebastian Schmagt auf die Siegerstraße einbog – sozusagen im zweiten Anlauf.

„Wir haben gegen einen Meisterschaftsfavoriten gewonnen, das zählt“, atmete Wolters auf, nachdem er ein Spiel gesehen hatte, dem es an nichts fehlte: sechs Tore, knifflige Schiedsrichterentscheidungen und zwei Hinausstellungen.

Bereits in der 8. Minute wehrte Bienes Libero Henning Geerdsen einen Schuss von Schmagt mehr oder weniger mit der Hand ab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Villar sicher zur 1:0-Führung. In der 16. Minute folgte der zweite Aufreger: Manuel Wittmoser sprang Alexander Haberstock kurz vor dem Strafraum von hinten in die Beine und sah dafür Rot. Die sich nun bietenden Räume nutzten die Obergrafschafter aus und hatten in Schmagt, Alexander Haberstock und Villar ihre Aktivposten. Als Henning Junker in der 37. Minute das 2:0 durch einen Kopfballtreffer erzielte, bahnte sich ein gemütlicher Nachmittag für den FC09 an. Doch das ging fast schief, weil die Schüttorfer mit der Führung im Rücken zu nachlässig agierten. Prompt verkürzte Hofschröer zum 1:2 (43.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging der FC09 couragiert zur Sache, verpasste jedoch die Vorentscheidung. So kam es, wie es kommen musste: Hofschröer erzielte mit einem wuchtigen Kopfball den 2:2-Ausgleich (65.). Kurz zuvor hatte sein Teamkamerad Geerdsen Gelb-Rot wegen Meckerns gesehen. In doppelter Überzahl konnte der FC09 sein Angriffsspiel aber nicht konsequent ausspielen. „Die roten Karten haben uns nicht viel weitergeholfen“, analysierte Wolters. Doch der FC 09 schaffte doch noch den Erfolg.

FC Schüttorf 09: Brink – S. Röttger – Kotzek, Strauch (77. Kremer) – Zalla, C. Röttger, O. Haberstock (85. Bremmer), Junker (52. Prondzinski), Villar – A. Haberstock, Schmagt.

Tore: 1:0 Villar (8./Handelfmeter), 2:0 Junker (37.), 2:1, 2:2 Hofschröer (43., 65.), 3:2 S. Röttger (79.), 4:2 Schmagt (87.).

Rote Karte: Wittmoser (Holthausen-Biene) wegen groben Foulspiels (16.).

Gelb-Rote Karte: Geerdsen (Holthausen-Biene) wegen Meckerns (60.).

Quelle: Grafschafter Nachrichten

 

Neun Biener nach 2:2 doch nur 2:4
Von Uli Mentrup

Schüttorf.-„ Wir sind verpfiffen worden“, reagierte Trainer Hartmut Johannink nach der 2:4-Niederlage (1:2) des SV Holthausen/Biene beim FC Schüttorf 09 bissig. „Das war nicht souverän“, kommentierte der Ehrenvorsitzende Heinz-Georg Wintering dasselbe Spiel.

Auf jeden Fall war es eine bittere Schlappe, denn die gute Vorstellung des Gastes nach der Pause trotz doppelter Unterzahl – Rot gegen Manuel Wittmoser nach Foul (15.) GelbRot gegen Henning Geerdsen wegen Meckerns (60.) – konnte nicht mehr belohnt werden. Zu lang spielten neun Biener, für die der Ausgleich durch den starken Werner Hofschröer (64.) schon fast sensationell war – gegen elf Schüttorfer.
Die Gäste wähnten Referee Markus Büsing (Osnabrück) an den entscheidenden Situationen beteiligt: Am Strafstoß zum 0:1, als Geerdsen aus kurzer Distanz angeschossen wurde, bei der harten, aber vertretbaren Roten Karte gegen Wittmoser und beim 2:3, als Keeper Michael Gellhaus nach Johanninks Angaben im Fünfmeterraum attackiert wurde.

Allerdings war die Fehlerquote in der Biener Abwehr, die FC-Coach Siggi Wolters als Schwachstelle ausgemacht hatte, hoch. Jörn Härtel wurde früh ausgewechselt, Gellhaus sah beim 0:2 alt aus, und Routinier Geerdsen hätte die Zunge im Zaum halten sollen – trotz aller Hektik und Nickeligkeiten. So bleibt die starke Phase beim Ausgleich nur eine Episode. Biene verlor den Kampf gegen Kräfteverschleiß, Uhr und Schüttorf. „Das war nicht zu schaffen“, ärgerte sich ein guter Leo Homann zu Recht.

Quelle: Emslandsport

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