Oberliga Niedersachsen AKTUELL
Quelle: Oldenburgische Volkszeitung
Lob und Chancen für Oythe, Punkte für Hameln
Hameln (cb) – Die Leistung stimmte, das Ergebnis nicht: Der Zwischenspurt des VfL Oythe in der Fußball-Oberliga Niedersachsen West ist gestoppt. Der zuletzt gegen Bad Rothenfelde und in Meppen erfolgreiche Aufsteiger zog am Samstag beim neuen Tabellenzweiten Preußen Hameln mit 0:2 (0:0) den Kürzeren. Eine Niederlage, die in die Kategorien “bitter” und “unglücklich” fällt.
“Die Mannschaft hat eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt. Vom Spielverlauf und von den Chancen her hätten wir einen Punkt mitnehmen müssen”, ärgerte sich Oythes Co-Trainer Wolfgang Gloge über die Nullrunde im Weserbergland-Stadion. Gloge, der den privat verhinderten Coach Dietmar Schlärmann vertrat, bekam bei seiner Spielanalyse Unterstützung von Kai Oswald. Hamelns Trainer sprach von einem “glücklichen Sieg” und lobte den Liga-Neuling. Oythe habe dafür gesorgt, dass Hameln sein gewohntes Spiel nicht durchsetzen konnte. “Das Lob hört sich ja toll an, aber dafür können wir uns nichts kaufen”, haderte Gloge.
Dass Oythe über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Topteam war, belegt eine kleine Ehrung im Anschluss an die Partie: Hamelns Torwart Bengt Pyka wurde zum “Spieler des Tages” gekürt. Der Keeper avancierte mit diversen Paraden zum Matchwinner für sein Team, das im fünften Heimspiel den fünften Sieg feierte. Dazu Gloge: “Er hat super gehalten. Aber uns fehlte auch die letzte Entschlossenheit im Torabschluss, die uns noch gegen Bad Rothenfelde und in Meppen ausgezeichnet hat.”
Im Vergleich zum Coup in Meppen musste Oythe eine Änderung in der Startelf vornehmen: Christoph Overberg fiel mit einer leichten Zerrung aus, seinen Platz in der Innenverteidigung der Viererkette nahm Markus Dieluweit ein. Bereits in der ersten Halbzeit hatte der forsche Gast fünf sehr gute Chancen: Tim Wernke (15./25./30.) und Dennis Jex (42.) scheiterten an Pyka, während Simon Engelmann aus spitzem Winkel knapp verzog (40.). Und Hameln? Preußen-Torjäger Benjamin Belka sorgte zweimal für erhöhten Blutdruck auf der VfL-Bank – erst rettete Dieluweit auf der Linie (20.), dann gab´s nach einem Foul von Dieluweit an Belka keinen Elfmeter (39.). “In der Szene hatten wir wirklich Glück, trotzdem müssen wir zur Pause mit 1:0 oder 2:0 führen”, so Gloge.
Nach dem Seitenwechsel schlug Hameln nicht nur eiskalt, sondern auch doppelt zu. Sebastian Schmidt brachte den Favoriten quasi aus dem Nichts in Führung (56.), ehe Belka mit einem satten 20-m-Schuss seinen achten Saisontreffer nachlegte (60.). An die Effektivität des Ex-Spitzenreiters kam Oythe nicht heran. Die Versuche von Wernke (68./83.), Jex (78.) und Frank Hilbrands (88.), den Anschlusstreffer zu erzielen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Pyka hatte weitere zweimal seine Finger im Spiel. Seine Reflexe auf der Linie raubten Oythe den Nerv – und am Ende auch die Punkte.
Quelle: Nordwest Zeitung
Oldenburger kämpfen sich zum Sieg
FUßBALL Oberligist VfB gewinnt 2:1 bei Ramlingen/Ehlershausen – Leo Baal trifft kurz vor Schluss
Der kleine Platz ließ den VfB kaum zur Entfaltung kommen. Die Gastgeber waren bei Kontern stets gefährlich.
VON WOLFGANG WITTIG
RAMLINGEN – Schwerstarbeit hatte der VfB Oldenburg am Sonntag beim hart umkämpften 2:1-Sieg beim SV Ramlingen/Ehlershausen zu verrichten. Nicht nur der ungewohnt kleine Platz in Ramlingen machte den Oberliga-Fußballern von Trainer Joe Zinnbauer zu schaffen, auch der Gegner erwies sich als kampfstarkes Team. Erst in der 88. Minute erzielte Leo Baal den Siegtreffer. „Wir wussten, dass Ramlingen-Ehlershausen den Platzvorteil nutzen und die hier sowieso kaum vorhandenen Räume eng machen würde“, zeigte sich Zinnbauer nach dem Schlusspfiff mit dem Sieg hochzufrieden.
Bereits in der 3. Minute hatte Thomas Friauf die schnelle Führung für den VfB auf dem Fuß, doch die Ramlinger retteten auf der Linie. Der VfB marschierte weiter in Richtung Ramlinger Tor, scheiterte aber oftmals an der eigenen Hektik oder an der massiven Abwehrleistung des Aufsteigers.
Dieser schuf sich immer wieder Luft durch schnelle Konter. So traf Smiatek in der 10. Minute mit einem 25-Schuss nur die Latte. Der VfB zeigte sich von den gegnerischen Vorstößen aber unbeeindruckt. In der 23. Minute wurden die Bemühungen belohnt. Einen Freistoß von Waldemar Kowalczyk konnte Friauf unbedrängt mit dem Kopf ins Tor verlängern. Doch die Freude währte nur kurz. Zu sorglos agierte die VfB-Abwehr zwei Minuten später, so dass Manuel Brunne ohne Mühe ausgleichen konnte.
In der zweiten Halbzeit sahen die 500 Zuschauer eine Begegnung, die hin und her wogte, wobei sich der VfB ein leichtes Übergewicht er-spielte, doch die Torchancen leichtfertig vergab. Allerdings stand die Ramlinger Abwehr auch sicher. In der 57. Minute hätte wiederum ein Konter der Gastgeber fast die Führung gebracht. VfB-Abwehrchef Leonard Tseke vertändelte leichtfertig den Ball, doch Alex de Andrade wusste mit dem Geschenk nichts anzufangen und scheiterte am guten Oldenburger Torwart Mansur Faqiryar.
Kurz vor Schluss durften die VfBer dann doch noch jubeln. Leo Baal drosch aus 16 Metern den Ball ins Tor. Ramlingens Torwart Alexander Homann blieb beim abgefälschten Schuss ohne Chance. Aufgrund der höheren Spielanteile war der Sieg des VfB Oldenburg nicht unverdient.
Quelle: Münsterländische Tageszeitung
Torproduktion kommt erstmals zum Erliegen
Cloppenburger verlieren 0:3 beim BSV Rehden
Von Rolf Wulfers
Rehden – Es war bereits der 8. Spieltag, doch selbst die Saisonminuten 631 bis 720 förderten für die Oberligafußballer des BV Cloppenburg noch eine Premiere zu Tage: Erstmals blieb das Team von Trainer Jörg-Uwe Klütz ohne Torerfolg und kassierte beim BSV Rehden eine verdiente 0:3 (0:1)-Niederlage.
Klütz hatte seine in der Vorwoche beim 4:1-Heimerfolg gegen Preußen Hameln noch mit so begeisterndem Angriffsfußball aufwartende Anfangsformation auf zwei Positionen umbauen müssen (siehe Extrabericht). Für den verletzten Torhüter Thomas Wegmann rückte Stefan Tilling zwischen die Pfosten, den Part im Mittelfeld für den ebenfalls angeschlagenen Kristian Westerveld übernahm Dennis Yilmaz.
Dabei starteten die Gäste durchaus erfolgversprechend, doch Alket Zeqo verpasste die mögliche Führung, nachdem die Rehdener Abseitsfalle geradezu mustergültig ausgehebelt wurde (7.). Das war’s dann aber für lange Zeit, was Cloppenburger Torchancen betraf. Dass dem Cloppenburger Abwehrverbund beizukommen war, unterstrich Torhüter Tilling, als er im eigenen Strafraum den Ball geradezu fahrlässig verdribbelte (11.).
Vermochten die Gastgeber mit dieser Chance noch nichts anzufangen, so entsprang ihr Führungstreffer eher einer ganz und gar nicht hundertprozentigen Möglichkeit. Christian Schiffbänker drosch den Ball aus weit über 20 Metern mit Urgewalt und kräftiger Windbeeinflussung Richtung BVC-Tor. Zum Entsetzen der Cloppenburger Anhänger schlug der Ball neben Tilling ein, ein zumindest nicht völlig unhaltbarer Treffer (15.). Und es hätte noch dicker kommen können für die Gäste, doch der agile Alexander Burgardt zielte bei seiner Direktabnahme knapp übers Tor (18.).
Rehden begann sich den Vorsprung zu verdienen, während Cloppenburgs Angriffsmaschinerie so gar nicht ins Rollen kam. Zu allem Überfluss schwächten sich die Gäste selbst. Dennis Yilamz, bereits verwarnt, versuchte einen unnötigen Ballverlust im Mittelfeld zu korrigieren, indem er seinen enteilenden Gegenspieler festhielt. Resultat: Gelb-rote Karte für Yilmaz (37.) und somit denkbar schlechte Voraussetzungen, das Unternehmen Auswärtssieg in den zweiten 45 Minuten mit einer überbordenden Portion Optimismus anzugehen.
Klütz reagierte: Für Alket Zeqo kam Stefan Conrad ins Spiel, übernahm für Robert Römer den Part in der Vierer-Abwehrkette, der wiederum im Mittelfeld das spielerische Element verstärken sollte.
Des Trainers Ansinnen vermochte sein Team indes ganz und gar nicht umzusetzen. Immer wieder ergingen sich die BVC-Akteure in unnötigen Fouls und hatten zudem in vielen Zweikämpfen das Nachsehen. Einzig mit langen Bällen, bei dem böigen Wind ohnehin kein probates Mittel, so war der Rehdener Abwehr nicht beizukommen. Da Cloppenburg keine echte Gefahr heraufbeschwor, machten sich die Hausherren auf, die (Vor-)Entscheidung herbeizuführen. Zunächst rettete Tilling mit tollem Reflex gegen Schiffbänker (53.), doch vier Minuten später war auch der Cloppenburger Torhüter machtlos, als Sergej Dikhtjar eine Musterkombination zum 2:0 abschloss (57.).
Für BSV-Trainer Uwe Brunn indes noch kein Grund, von einem eingetüteten Dreier auszugehen. Unruhig stapfte Brunn an der Seitenlinie auf und ab, permanent zur Uhr blickend, während sein Team bis weit in die Schlussphase so gar keinen Anlass lieferte, dass die Partie auch nur einen Hauch von Spannung erfahren würde. Zumindest der Cloppenburger Trainer versuchte weiterhin alles. „Kommt Jungs, hier geht noch was“. Und Mittelfeldterrier Florian Greve, einer der wenigen der in punkto Einsatzbereitschaft und Körpersprache den Ansprüchen genügte, war drauf und dran des Trainers Forderung Leben einzuhauchen.
Vier Minuten vor Schluss drosch er einen Freistoß an die Latte und auch den Abpraller setzte Rogier Krohne per Kopf neben das Tor. Der Anschlusstreffer zu diesem Zeitpunkt, wer weiß was noch möglich gewesen wäre. Der Konjunktiv schießt bekanntlich keine Tore, stattdessen packten die Hausherren den Deckel drauf und kamen in der Nachspielzeit durch Sandmann zum 3:0.
Klütz: „Das war mal wieder ein Rückschlag, aber der wirft uns nicht um.“ Recht so, denn bereits am nächsten Sonntag winkt im Heimspiel gegen TSV Havelse die Chance, mit einem Sieg bis auf einen Punkt an den Tabellenführer heranzukommen.
Quelle: Nordwest Zeitung
BVC rutscht in Rehden böse aus
FUßBALL-OBERLIGA Klütz-Elf unterliegt 0:3 – Früh dezimiert
VON BODO TAROW
REHDEN – Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel am Sonntag gegen den TSV Havelse sind die Oberliga-Fußballer des BV Cloppenburg aus der Erfolgsspur geschleudert worden. Beim Nachbarn BSV Rehden setzte es am Sonnabend eine 0:3-Pleite. Vor wenigen Wochen hatte Cloppenburg an gleicher Stelle im Pokal noch locker 4:1 gewonnen.
„Wir haben dumme Fehler gemacht und den Ball nicht laufen lassen. So kam keine Sicherheit ins Spiel“, erklärte Clopppenburgs Trainer Jörg-Uwe Klütz die schwache Vorstellung seiner Mannschaft.
Vor 450 Zuschauern hatte der BVC durch Paul Kosenkow und Alket Zeqo nach acht Minuten zwar die erste klar Torgelegenheit des Spiels. Danach gaben aber die mit fünf früheren Cloppenburgern aufgelaufenen Gastgeber den Ton an. Bedient vom starken Baya Baya drosch Christian Schiffbänker den Ball in der 16. Minute aus Schrägposition ins Netz des BVC-Tores. In der allenfalls mäßigen Partie mussten die Gäste ab der 38. Minute auch noch mit einem Mann weniger auskommen. Erst kurz zuvor verwarnt, verdaddelte Dennis Yilmaz den Ball im Mittelfeld und foulte seinen Widersacher. Logische Folge war die Ampelkarte.
Zum zweiten Durchgang stellten die Cloppenburger um und machten kurzzeitig Druck. Als Sergej Dikhtjar nach einer Flanke von Benjamin Möllers mühelos auf 2:0 für Rehden erhöhte (57.), war die Vorentscheidung gefallen. Immerhin stimmte beim BVC die Moral. Mit ein bisschen Glück wäre es sechs Minuten vor Schluss sogar noch spannend geworden. Ein Freistoß von Florian Greve krachte an die Latte des Rehdener Tores.
So wurde es für den BVC noch einmal richtig bitter. Nach einer Ecke markierte Soeren Sandmann in der Nachspielzeit den auch in der Höhe verdienten 3:0-Endstand.
Quelle: Emsland Kurier
Der SVM hat den Tiefpunkt erreicht
Erste Krisensitzung des Vorstandes nach dem herben 0:3 gegen Nordhorn
Meppen (det) – Dem kleinen Schritt vorwärts am vergangenen Wochenende in Langenhagen (2:2) folgte ein großer Schritt zurück. Fußball-Oberligist SV Meppen erreichte am Freitagabend mit einem desolaten Auftritt beim 0:3 im Derby gegen Eintracht Nordhorn den Tiefpunkt der Saison.
Nach vier sieglosen Spielen zeigte der SVM nur in den ersten 25 Minuten gute Ansätze. Mit dem 0:1 (31.) durch Stürmer Dennis Brode, der die großzügigen Geschenke der emsländischen Abwehr innerhalb von 14 Minuten dreimal dankend annahm, hatte das Team von Trainer Frank Claaßen das letzte Selbstvertrauen verloren – fortan herrschte Verunsicherung pur. Die Gastgeber schienen anschließend nur noch in der Lage, sich vornehmlich auf die Vermeidung weiterer „Patzer“ zu konzentrieren.
Das gellende Pfeifkonzert zur Pause half dem Team sicher nicht. Angesichts des traurigen Auftritts war der Ausdruck des Unmuts seitens des Publikums dennoch völlig nachvollziehbar.
Offensichtlich ist: Mit Marcus Antczak, Johan Wigger, Hüseyin Dogan und Jens Robben können die Erfahreneren die angestammte Führungsrolle momentan nicht ausfüllen, weil sie auf der Suche nach ihrer Form und einem ersehnten Erfolgserlebnis zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Dazu kommt, dass selbst die zuvor noch konstanten Tim Steidten und Jan-Dirk Riedesel vorgestern nicht zu ihrer Form fanden. Der Negativsog erreichte im Derby die komplette Meppener Elf, die im dritten Heimspiel in Folge torlos blieb und erst einen von fünf Auftritten vor heimischer Kulisse gewann. Diese blieb im Übrigen am Freitag mit nur 1320 Zuschauern für viele hinter den Erwartungen zurück. Die Rückwärtsentwicklung macht offensichtlich auch in dieser Beziehung beim SV Meppen derzeit nicht Halt.
Nach einem knappen Drittel der Saison herrscht bereits eine heikle Situation beim SVM und für seinen Trainer, der sich weiter auf der Suche nach einer festen taktischen Formation sowie einem in dieser Situation immer wichtigeren Grundgerüst befindet. Auf dem Weg zum Pausentee klangen „Claaßen raus“-Rufe durch das weite Rund. Auch „Tattermusch raus“-Rufe in Richtung des „Sportlichen Leiters“ waren mehr als nur vereinzelt zu hören.
Ratlose Gesichter allerorts nach Schlusspfiff. Der Vorstand zog sich zurück und erörterte in einem ersten Krisengespräch die sportliche Situation. Den Ernst der Lage hat der SVM anscheinend begriffen.
Der Rückstand auf „Quali“-Platz acht wächst. In den kommenden beiden Spielen trifft der SVM auf Germania Leer (A, 9. 10.) und den VfB Oldenburg (H, 18. 10.). Gegner, die der SV Meppen nicht weiter davonziehen lassen darf.
Quelle: Emslandsport
Meppener 0:3 gegen Nordhorn – Abwehrfehler und Flaute im Sturm
Von Uli Mentrup und Mike Röser
Meppen.-„Das war ein richtiger Nackenschlag“, bekannte Kay Bastian Göttsch. „Alle stehen komplett neben sich“, wirkte Torwart Marcus Antczak ratlos. Trainer Frank Claaßen beklagte blass krasse Abwehrfehler.
Die Pfiffe gegen den SV Meppen waren gestern schon zur Pause nur noch durch einen zügigen Musik-Einsatz über Lautsprecher zu übertönen. Denn da lagen die Gastgeber bereits 0:3 zurück. Und die Nordhorner mussten sich nicht einmal übermäßig engagieren, um den komfortablen Vorsprung herauszuschießen. Dreimal foppte Dennis Brode die Emsländer, die 30 Minuten ordentlich agierten, allerdings selbst reichlich Anteile an den Gegentreffern hielten. Beim 0:1 (31.) stand Kevin Thiel lange am Flügel frei, dann hatte Brode mit seiner Volley-Abnahme aus dem Zentrum Glück, dass Antczak gerade in die andere Ecke unterwegs war. Beim 0:2 war Brode frei am Fünfmeterraum und fälschte einen Thiel-Kopfball ab. Beim dritten Treffer in nicht einmal einer Viertelstunde profitierte der Ex-Lingener von Patzern von Jan-Dirk Riedesel und Elmar Bruns. Nordhorner „Eigenleistung“ war der Pfostentreffer von Herion Novaku (33.).
Bis dahin hatte Göttsch zumeist konsequent in der Defensive abgeräumt. Die Emsländer begannen vorsichtig mit Sebastian Ferrulli ganz vorn und einem breiten Mittelfeld dahinter. Marcel Hoppe, für Aaron Thalmann neu im Team, hatte die erste Chance (16.), verfehlte das Tor aber knapp. Eine Minute später rettete Torwart André Lange gegen Jens Robben. Doch ein Treffer wollte der zuletzt harmlosen Offensivreihe der Emsländer nicht gelingen – auch weil der entscheidende Pass ins Zentrum fast nie ankam. Hüseyin Dogan, der die Truppe führen sollte, leistete sich im Mittelfeld einige eklatante Fehlpässe.
Im zweiten Durchgang wussten die Meppener mit der Partie nichts mehr anzufangen: Ergebnis halten oder angreifen? Die Elf packte in den Zweikämpfen härter zu, fand aber keinen gemeinsamen Nenner mehr. Auch nach vorn gelang nichts. Flaute also auch in der Offensive. Das passte zum Gesamteindruck.
Quelle: Grafschafter Nachrichten
Feier inmitten des SVM-Desasters
Großer Eintracht-Jubel nach Sieg erstem Sieg in Meppen seit sechs Jahren
Einige Fans der Gastgeber forderten direkt nach der 0:3-Pleite gegen die Nordhorner Oberliga-Fußballer die Entlassung von SVM-Coach Frank Claaßen. Während „Claaßen-raus-Rufe“ durch die „Vivaris-Arena“ schallten, tanzten die Eintracht-Spieler auf dem Rasen.
Von Martin Lüken – Nordhorn. Die Oberliga-Fußballer von Eintracht Nordhorn haben den Sieg beim SV Meppen ausgelassen gefeiert. Sie machten mit ihren Anhängern die „Humba“ und tanzten auf dem Rasen. In Superlativen schwelgten die Mannen von Trainer Shefqet Lajci und ihr „Chef“ allerdings nicht, selbst wenn die sieglose Zeit in der „Vivaris-Arena“ von sechs Jahren dem Erfolg beinahe etwas Historisches anhaftete. Das zeigten allein zwei Tatsachen: Für den langjährigen Eintracht-Torjäger Dennis Brode war es der erste Sieg im Meppener Stadion. Und: Als die Nordhorner letztmals drei Punkte aus dem Emsland entführten, war Eintracht-Youngster Bertino Nacar noch C-Jugendspieler – und zwar im jüngeren Jahrgang!
„Der Sieg ist nichts Besonderes, für mich sind die drei Punkte wichtig“, sagte Nordhorns Trainer Lajci, als er auf den Zeitfaktor angesprochen wurde. Der Coach, bekannt für offene und bisweilen auch markige Spielanalysen, gab nach dem Triumph in Meppen eher den Leisetreter und ging nur auf Nachfrage auf die Leistung des Gegners ein, die er als „schwach“ bezeichnete. Gleichzeitig gab der Eintracht-Trainer aber auch zu bedenken: „Wir haben nicht viel zugelassen.“
Kollege Frank Claaßen blies der Gegenwind nach der Pleite scharf ins Gesicht, schließlich war der geplante Befreiungsschlag nach vier sieglosen Spielen vollends nach hinten los gegangen und endete für den SVM in einem Desaster, das die Fans gegen die sportliche Führung aufbrachte. „Claaßen-raus“- und auch „Tattermusch-raus“-Rufe waren die Folge. „Wir haben einen sehr, sehr hohen Aufwand betrieben und versucht, uns beim Teambuilding zusammenzuraufen“, sagte Claaßen und wollte seinem Team den Kampfeswillen nicht absprechen.
Eintrachts Dreifach-Torschütze Dennis Brode konstatierte, dass die Meppener im Vergleich zum 2:1-Erfolg der Nordhorner im Pokal nicht wieder zu erkennen waren. „Da waren sie noch sehr stark – und das, obwohl sie früh zwei Spieler verloren haben“, sagte Brode. Und mit Blick auf Claaßen fügte er hinzu: „Hoffentlich werfen sie den Trainer nicht raus.“
Teamkollege Jakob Bensch war, wie wohl auch viele andere auch, vom Ergebnis überrascht. „Wir haben nicht damit gerechnet, so eindeutig zu gewinnen“, sagte Bensch. Für den Innenverteidiger war es einfach „ein schönes Gefühl“, in Meppen zu gewinnen. Während die Gäste den Triumph in vollen Zügen auskosten konnten, stellten sich die SVM-Spieler Sebastian Ferulli und Moritz Steidten am Spielertunnel des Stadion den eigenen Fans. Sie diskutierten mit den Anhängern über die Krise.
Quelle: Neue OZ
„Glück hat nur der Tüchtige“
Bad Rothenfelde.-Es war kein schönes Spiel, aber ein sehr spannendes, das der SV Bad Rothenfelde gegen Germania Leer glücklch 3:2 gewann. Der SVR hat damit einen direkten Gegner im Abstiegskampf geärgert und die 250 Zuschauer bis zum Ende zittern lassen.
Spiele wie das gestrige sind es, die Trainer in Rekordzeit altern lassen und die der Grund dafür sind, dass die Zuschauer den Fußball so sehr lieben: Schnell 2:0 geführt, dann 13 Minuten vor dem Ende das 2:2 bekommen und kurz vor dem Abpfiff der Siegtreffer – so ließe sich die Partie aus Rothenfelder Sicht zusammenfassen.
SVR-Teammanager Willi Peters vergab an weite Passagen der Partie das Prädikat „arges Gewürge“. Nur, wie heißt es so schön: Danach fragt bald niemand mehr.
Auch nicht, warum Leer die komplette erste Halbzeit verschlief, warum weder Fiß (9.), noch Becker (14.) oder Enthof (20.) die Partie bei besten Chancen frühzeitig entschieden. Die Rothenfelder müssen sich fragen lassen, warum sie in der zweiten Halbzeit ihre Konterchancen fahrig verstreichen ließen, sich individuelle Fehler häuften und in der Defensivarbeit die Konzentration fehlte, sodass Leer immer stärker wurde dem Sieg näher schien als der SVR. Bei all den ungeklärten Fragen hatte Peters eine schlüssige Antwort darauf, warum der SVR kurz vor Schluss das 3:2 erzielte: „Das Glück hat nur der Tüchtige.“
Rothenfelde: Witte – Hörmeyer, Zehn, Heinrich, Vollmer – Kuhlmann (76. Rustige), Enthof, Vocks, Kodes (90. + 3 Schröder) – Fiß (90. Hartwig), Becker. Tore: 1:0 Eigentor (28.), 2:0 Fiß (31.) per Kopf nach Hörmeyer-Flanke, 1:2 Bitter (60.), 2:2 Diener (73.), 3:2 Enthof (89.) mit Flachschuss nach Kombination über Kodes und Zehn.
Quelle: Emder Zeitung
Kickers spielte Bavenstedt am Ende baff
Von EZ-Redakteur HENNING WIETING
Emden. „Wir sind bav”, lautet der Slogan, mit dem der SV Bavenstedt und seine Fans vermutlich stolz auf T-Shirts und Trainingsanzügen für ihren Verein Werbung laufen. Nach den 90 Minuten am späten Samstagnachmittag waren die Gäste aus der Hildesheimer Börde aber eher baff als „bav” über das ernüchternde 1:4 nach der Oberliga-Partie bei Kickers Emden.
Mit einer überzeugenden, aber keinesfalls glänzenden Leistung hat Kickers vor nur 601 Zuschauern im Embdena-Stadion weitere drei wichtige Punkte im Kampf um Platz acht eingeheimst und ist in der Tabelle auf diesen Rang geklettert. Zehn Punkte holte die Elf von BSV-Trainer Johann Lünemann aus den letzten vier Partien. Die nach dem Drittliga-Abstieg zusammengewürfelte Mannschaft findet sich mehr und mehr. Überragender Akteur in der Lünemann-Elf war Stürmer Andreas Gerdes-Wurpts, der trotz seiner gesundheitlichen Probleme (zu wenig rote Blutkörperchen) zwei Treffer erzielte und den Elfmeter zum 4:1 herausholte. Eine außergewöhnliche Leistung des 29-Jährigen.
Überraschenderweise bot Lünemann mit Thomas Preuß im achten Punktspiel eine neue Nummer eins auf. „Er hat sich im Training durch starke Leistungen aufgedrängt”, begründete Lünemann diese Maßnahme. Edgar Kary sah sich plötzlich auf der Ersatzbank wieder.
Die am Samstag insgesamt enttäuschenden Bavenstedter konnten eigentlich nur in der Anfangsviertelstunde dagegen halten, und taten erst mehr für die Offensive, als Kickers beim Stande von 3:0 die Zügel etwas schleifen ließ.
Symptomatisch für den missglückten Ausflug nach Emden war, dass das Team von Trainer Gerd Celnik durch ein Eigentor von Marco Menneking nach einer Hereingabe von Stephen Famewo in Rückstand geriet (15.). Dabei war es dem aufmerksamen Linienrichter zu verdanken, dass das Tor zählte. Er wähnte die Rettungstat von SV-Keeper Oliver Zwillus nämlich wie viele BSV-Fans hinter der Linie.
Der Treffer tat dem Emder Spiel gut. Bei böigem Wind – zur zweiten Halbzeit setzte gar noch heftiger Regen ein – wurde jetzt besser kombiniert. Lohn war das sehenswert herausgespielte 2:0 (30.). Der emsige Artur Zimmermann spielte aus dem Mittelfeld einen Zuckerflachpass in den Lauf von Onno Wildeboer. Dieser flankte von rechts in die Mitte, wo Andy Gerdes-Wurpts zur Stelle war und volley aus kurzer Distanz vollendete. Eine von mehreren Situationen, in der die von Stefan Malchow organisierte Abwehr alt aussah. Vielleicht auch ein Grund, warum Malchow im Probetraining bei Kickers scheiterte.
Eigentlich war die Partie schon jetzt gelaufen. Doch niemand im Stadion konnte zu diesem Zeitpunkt wissen, inwieweit die verletzungsbedingte Auswechslung von Innenverteidiger Holger Willms sich noch auswirken würde. Bei einem Pressschlag bekam der Kickers-Kapitän wieder Schmerzen im ohnehin schon lädierten Mittelfuß. Schmerzverzerrt übergab Willms schon nach 24 Minuten die Kapitänsbinde an BSV-Abwehrchef Francis Banecki. Youngster Arne Janssen vertrat ihn gut und hatte nach der Partie noch viel Kraft, um hoch oben am Zaun als Einpeitscher mit den treuen Kickers-Fans den Erfolg lautstark zu feiern.
Der Sack war zu
Bis zur 66. Minute dauerte es, bis Kickers den Sack zumachen konnte. Gerdes-Wurpts setzte in technisch starker Manier zum Dribbling an und schob auf linker Seite aus spitzem Winkel im Fallen den Ball mit der Fußspitze am bemitleidenswerten Keeper Zwillus vorbei ins lange Eck.
Der eingewechselte Eugen Klein konnte zwar sechs Minuten später in der immer mehr zu einer Rutschpartie mutierenden Begegnung noch einmal auf 1:3 verkürzen, weil die Emder Hintermannschaft wohl ein Eigentor nach scharfer Hereingabe von Hoffmann vermeiden wollte. Doch als Gerdes-Wurpts nach 82 Minute rechts zum Dribbling im Strafraum ansetzen wollte, tat Thomas Heinicke ihm den Gefallen und foulte ihn. Zimmermann krönte seine gute Leistung mit einem weiteren sicher verwandelten Elfmeter (82.). Preuß hielt das 4:1 beim letzten Angriff der Bavenstedter mit einer Riesenparade und einem starken Reflex fest.
Sein Trainer nahm es wohlwollend zur Kenntnis. „Ich bin mehr als zufrieden mit diesem Sieg. Bavenstedt hat uns heute alles abverlangt”, so Lünemanns Fazit. In den vorigen Spielen hätte sein Team ein „Fundament” gelegt: „Jetzt hat die Mannschaft die ersten Steine draufgelegt.” Gerdes-Wurpts, der nun schon auf sieben Saisontreffer in acht Spielen kommt, meinte: „Das waren drei weitere wichtige Punkte für Platz acht!”
BSV Kickers: Preuß – Wildeboer, Willms (24. Janssen), Banecki, Ermel – Zimmermann – Schmidt (77. Lünemann), Bingana, Rizzo (67. Simsek) – Gerdes-Wurpts, Famewo
SV Bavenstedt: Zwillus – Menneking (56. Klein), Malchow (70. Becker), Heinicke, Schicke – Hell – Goslar (56. Wetter), Heine, Hoffmann, Bajgier – Pütsch
Tore: 1:0 Menneking (15./ Eigentor), 2:0 Gerdes-Wurpts (30.), 3:0 Gerdes-Wurpts (66.), 3:1 Klein (72.), 4:1 Zimmermann (82./Foulelfmeter)
Quelle: Nordwest Zeitung
VfL sucht weiter nach Erfolgserlebnis
FUßBALL Schwache Oldenburger verlieren in Oberliga 0:3 gegen VfL Osnabrück II
VON HENNING MENKE
OLDENBURG – Der VfL Oldenburg ist den Beweis seiner Ligatauglichkeit erneut schuldig geblieben. Bei der 0:3 (0:0)-Heimniederlage gegen den zuvor ebenfalls sieglosen Vorletzten VfL Osnabrück II verpasste das Schlusslicht der Fußball-Oberliga Niedersachsen West zum wiederholten Male den ersten Punktgewinn der Saison.
Bereits nach sechs Spielminuten hätten die Osnabrücker um Trainer Joe Enochs vor 120 Zuschauern in Führung gehen müssen. Dane Jacob Murphy hatte Constantin Jelezneacov freigespielt, dieser scheiterte in einer Eins-gegen-eins-Situation jedoch am besten Oldenburger, Torhüter Nils Reinke.
Oldenburg in Bedrängnis
Auch in der Folge zeigten die Osnabrücker die bessere Spielanlage und waren deutlich ballsicherer als die Gastgeber, die sich durch Fehlpässe in der eigenen Hälfte selbst in Bedrängnis brachten. Oldenburgs Co-Trainer Steffen Janßen, der den beruflich verhinderten Chefcoach Detlef Blancke vertrat, schickte bereits nach 20 Minuten seinen eigentlichen Abwehrchef Stephen Attoh, der jüngst von seinem Heimaturlaub in Ghana zurückgekehrt war, zum Warmmachen, wechselte ihn jedoch erst in der zweiten Halbzeit ein.
Nach 25 Minuten erspielten sich die Oldenburger zwar ein optisches Übergewicht, blieben aber durchweg harmlos. Osnabrücks Schlussmann Jonas Gottwald musste in den ersten 45 Minuten lediglich eine Ecke von Renke Pflug und einen ungefährlichen Freistoß von Kapitän Malte Müller klären – mehr brachte die Offensive der Gastgeber nicht zustande.
Einwechselspieler treffen
In Durchgang zwei war es schließlich Jelezneacov, der die zwar überlegenen, aber keineswegs brillierenden Gäste in Front brachte (59. Minute), nachdem die Oldenburger Defensive den bereits eroberten Ball nicht konsequent aus der Gefahrenzone befördert hatte. Nur 120 Sekunden später hätte es bereits 0:3 stehen können. Der eingewechselte Kai Hartmann verzog jedoch um Zentimeter, und Reinke parierte einen Schuss von Timo Beermann. Der ebenfalls eingewechselte Victor Falk (66.) und Hartmann (79.) besorgten letztlich aber doch das verdiente 0:3. Die einzig echte Chance der Oldenburger hatte Julian Harings nach Vorarbeit von Rene Weber vergeben (69.).
„Wir waren in der zweiten Halbzeit einfach aktiver“, befand Gästetrainer Enochs, und Janßen resümierte: „Wir standen immer zwei Meter weg. Es wird sehr schwierig für uns werden.“
Quelle: Verdener Aller Zeitung
3:0 und der Tag der Premieren
Ottersberg wahrt auch in Göttingen weiße Auswärtsweste
Aus Göttingen berichtet Frank von Staden
GÖTTINGEN · So langsam wird es das „Wunder von der Wümme“: Auch am Tag der Deutschen Einheit wahrten Ottersbergs Oberliga-Fußballer ihren Auswärtsnimbus, konnte auch Gastgeber SVG Göttingen der weißen Weste keinen Flecken zufügen. Gleich mit einem 3:0 (1:0) trat das Team von Coach Axel Sammrey hochzufrieden die weite Heimreise an.
„Da bekommt man das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht! Sicherlich haben wir nicht überragend gespielt, aber dennoch über weite Strecke die Partie beherrscht. Deshalb war auch dieser Sieg verdient. Vor dem 1:0 hat mir das Spiel meiner Mannschaft sehr gut gefallen. Als dann aber auch noch der Platzverweis für die Göttinger dazukam, haben wir im Grunde etwas zu wenig getan, um frühzeitig alles klar zu machen“, konstatierte TSV-Coach Axel Sammrey nach dem Abpfiff. Auch sein Pendant Knut Nolte sah die frühe Ampelkarte gegen seinen Offensiven Daniel Kornet (Handspiel, taktisches Foul) in der 28. Minute als Knackpunkt der Partie: „Ein Witz, was sich der Schiri da erlaubt hat. Wir waren bestimmt nicht schlechter als Ottersberg, haben uns aber durch zwei Standards überrumpeln lassen. Letztlich haben die Ottersberger ihre Chancen fast optimal genutzt. Da war der Unterschied.“
Dabei war es Routinier Sören Seidel, der quasi den Tag der Premieren einläutete. Denn der Ex-Profi feierte nach Ecke von Fabio Ribeiro per Kopf sein erstes Saisontor (25.), im zweiten Abschnitt taten es ihm Ömer Aktas nach schnellem Baller-Einwurf (67.) und der spät eingewechselte Hassan Jaber mit dem 3:0 in der Nachspielzeit nach klugem Nowotny-Zuspiel gleich. Auch sie durften ihre ersten Treffer in der laufenden Serie auf dem Habenkonto verbuchen. Den Premierentag komplett machte schließlich Keeper Paul Franke. Der aus Rotenburg gekommene Schlussmann löste zur Halbzeit Tim Eggert ab, der schon mit einer Oberschenkelblessur ins Spiel gegangen war. „Kurz vor der Pause wollte ich bei einem Freistoß zum Ball. Doch da ging nichts mehr. Gut, dass Thomas Nowotny und Dennis Janssen für mich da noch in höchster Not klären konnten“, klärte Eggert später auf.
Überhaupt zeigten die Gastgeber zumindest in der Vorwärtsbewegung gar keine schlechten Ansätze, warfen vor allem im zweiten Abschnitt die Ottersberger Deckung zwei-, dreimal von einer Verlegenheit in die nächste. Vor allem der eingewechselte Martin Wiederholt machte gehörigen Dampf und stellte Marco Wahlers als auch Nowotny mit seiner Schnelligkeit vor einige Probleme.
Quelle: Hamburger Abendblatt
Güldenstern setzt Positivserie fort
Zehn Punkte aus vier Spielen – diese Zwischenbilanz der Oberligafußballer von der TuS Güldenstern Stade kann sich wirklich sehen lassen.
Stade. Vor 250 Zuschauern auf der heimischen Camper Höhe konnte die Mannschaft von Trainer Martin König, die vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelt wurde, mit einem 2:1 (1:1) gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck das vierte Mal in Folge punkten.
Die Aussage des Trainers nach Spielschluss, man hätte höher gewinnen aber auch verlieren können, klingt nur vordergründig widersprüchlich. Einerseits zeigten die Stader ihre bisher beste Leistung im Angriff, die durch zwei Treffer von Maurizio Greco (5. Minute) und Christopher Eggers (47.) belohnt wurde. Greco nutzte eine Hereingabe von Salim Aichaoui zum Führungstreffer. Vorher hatte Meikel Klee, der den Vorzug vor Routinier Mario Radtke erhielt, den Ball im Mittelfeld erobert und Aichaoui über die Außenbahn auf die Reise geschickt. Ein Treffer, ganz nach dem Geschmack von Martin König. Und nach seinem Rezept. Genauso predigt er es seinen Spielern immer wieder. Den zweiten Treffer erzielte Eggers per Strafstoß nach einem Foul an Angreifer Matthias Quadt. Für die Gäste traf Manuel Weinrich nach einer Viertelstunde zum 1:1.
Überhaupt nicht einverstanden war Martin König auf der anderen Seite damit, dass die offensive Spielweise seiner Mannschaft auch dem Gegner zahlreiche Tormöglichkeiten einräumte. Über den einen oder anderen Gegentreffer mehr, hätten sich Güldensterns Fußballer deshalb nicht wundern dürfen.
“Wir dürfen jetzt nur nicht nachlassen”, fordert König vor dem nächsten Spiel am Wochenende beim vorletzten Abstiegskandidaten BSV Ölper 2000 eine Fortsetzung der Positivserie.(gb)
Quelle: Braunschweiger Zeitung
Glücklicher Sieg durch spätes Tor
Freie Turner gewinnen das Stadtduell in der Fußball-Oberliga mit 1:0 gegen den BSV Ölper
Von Henning Thobaben
Dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben, ist bekannt. Dass Fußball ungerecht sein kann ebenfalls. Beide Wahrheiten vermischten sich beim 1:0-Sieg der Freien Turner gegen den BSV Ölper in der Fußball-Oberliga.
Es war nicht zu erkennen, dass dort ein Team aus dem oberen Drittel gegen eines aus dem Tabellenkeller spielte. Vor 320 Zuschauern entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich die klarsten Chancen erst nach der Pause ergaben. Und die größten hatte der vermeintliche Außenseiter BSV Ölper.
Doch zweimal Timo Granatowski, Sven Sielaff und Timo Richter hatten beim Abschluss keinen Erfolg. Auf der anderen Seite vergaben Jörn Winkler und Jonas Kierdorf zwei Gelegenheiten für die Turner. Der Siegtreffer des eingewechselten Max Liehr nach Vorarbeit von Winkler wenige Minuten vor dem Schlusspfiff fiel eher überraschend.
Auch für Turner-Coach Uwe Walther. “Ich war eigentlich mit dem 0:0 zufrieden”, berichtete er. Nicht einverstanden war Walther jedoch mit der Leistung seiner Mannschaft. “Einige meiner Spieler haben heute nicht das gezeigt, was ich erwarte. Es war ein glücklicher Sieg”, lautete sein Fazit.
Auch die Qualität des Spiels bewertete der Turner-Trainer eher negativ. “Von beiden Seiten war es eher Kampf und Krampf als Fußball”, so Walther.
Schön spielen – das ist derzeit auch nicht das Ziel des BSV Ölper. Aber die Punkte müssen her. Weil das wieder misslang, war BSV-Coach Willi Feer entsprechend niedergeschlagen. “So ein Spiel verliert man nur, wenn man unten steht”, haderte er mit dem Resultat.
Seine Elf hatte die zuletzt gezeigte Verunsicherung ob des schlechten Starts abgelegt und zielstrebig nach vorne gespielt. “Einen müssen wir da vorne auf jeden Fall machen”, ärgerte sich Feer über die fehlende Kaltschnäuzigkeit.
Ölpers Offensivmann Maik Koschwitz traf daran keine Schuld. Er stellte seine Qualitäten eher als Vorbereiter unter Beweis. “Wir sind aggressiv und selbstbewusst gewesen”, fand Koschwitz. Nur die letzte Konsequenz habe gefehlt.
Seinen Wechsel von Eintrachts A-Junioren zum BSV Ölper hat der 19-Jährige trotz der Negativserie nicht bereut. “Wenn man hart arbeitet, kommt das Glück irgendwann von ganz alleine”, gibt er sich optimistisch.
Tor: 1:0 Max Liehr (87.)
Freie Turner: Jänsch – Dierschke (46. Homann), Kamp, Henschel – Bräunig, Krüger, Kramer, Eggers – Kierdorf (86. Schnotale), Luczkiewicz (78. Liehr) – Winkler.
BSV Ölper: Kiontke – G. Krüger, Behrens, F. Krüger, Riedel – Wegener, Sevim, Naja (66. Klisa) – Koschwitz, Granatowski (60. Richter), Sielaff (79. Reiff).
Quelle: Braunschweiger Zeitung
Eintracht II nicht hellwach und dennoch Sieger
Eine Siegesserie in der Fußball-Oberliga – das hatte Eintracht II-Coach Christian Benbennek von seinem Team gefordert. Die Zeichen dafür stehen nach dem 3:1 (2:1)-Erfolg bei Rot-Weiß Cuxhaven gut.
Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit für die Blau-Gelben. Denn die hatten nicht nur gegen Sturmböen anzukämpfen, sondern auch gegen gut spielende Gastgeber. “Wir waren zu Anfang nicht hellwach”, stellte Benbennek zudem fest und machte dafür auch die lange Busanreise verantwortlich.
Selbst als man das 2:0 erzielt habe, sei das Team noch nicht wirklich im Spiel drin gewesen. Doch nach der Pause trat Eintracht besser auf. Die immerhin rund 50 mitgereisten Fans durften zufrieden sein.
Benbennek hatte auf Profis aus der ersten Mannschaft verzichten müssen. Dafür setzte er mit Nils Göwecke und Pascal Gos erneut zwei A-Junioren-Akteure ein.
“Ich habe einen hohen Anspruch an die Mannschaft, weil ich weiß, was in ihr steckt”, so Benbennek. Mehr als sie gestern gezeigt hat. Aber dafür kann die Serie starten.
Tore: 0:1 Marko Dimitrjevic (11.), 0:2 Karim Bellarabi (35.), 1:2 Nehad Shalaj (37.), 1:3 Mehmet-Ali Tozlu (68.).
Eintracht II: Later – Littmann, Dimitrjevic, Pieper, Göwecke – Basi (65. Badiki), Gos (54. Kluk), Thomsen, Tozlu – Bellarabi, Gierke (82. Taute). ht
Quelle: Wolfsburger Nachrichten
5:3 – MTV legt beim Neuling nach
Fußball-Oberliga: Gifhorn gewinnt souverän in Ahlerstedt – Bewernick mit Dreierpack – Führung durch Deppe
Von Jens Neumann
GIFHORN. Dem Befreiungsschlag folgte das Gastspiel bei den Ballermännern – und dort ballerte sich Fußball-Oberligist MTV Gifhorn den Frust der vorigen Wochen von der Seele! Die Schwarz-Gelben gewannen beim Aufsteiger SV Ahlerstedt/Ottendorf mit 5:3 (2:0) und zeigten den torhungrigen Gastgebern 85 Minuten die Grenzen auf.
Denn: Zu diesem Zeitpunkt hieß es noch 5:0 für die Gäste aus Gifhorn, die in den letzten zehn Minuten in Unterzahl agieren mussten – Dennis Busboom hatte wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen. Und das nutzten die Ahlerstedter, bei denen Torjäger Maik van Huffel bereits zur Pause ausgewechselt wurde, um Ergebniskosmetik zu betreiben. “In Unterzahl sehen wir einfach immer schlecht aus. Und wir spielen zu oft in Unterzahl”, sagte MTV-Coach Klaus Fricke. Es sollte jedoch sein einziger Kritikpunkt gewesen sein.
Die Gifhorner, sie legten einen “absoluten Traumstart” hin. “Mit unseren beiden frühen Toren haben wir Ahlerstedt aus dem Konzept gebracht, die Truppe verunsichert und danach immer wieder Nadelstiche gesetzt”, erklärte Fricke. Für den Traumstart zeichneten Manuel Deppe (9.) und Rick Bewernick (14.) verantwortlich, die jeweils per Kopf nach Freistößen von Ingo Vandreike erfolgreich waren. Kurzum: Die Gäste waren nach der angenehm kurzen Anfahrt aus Rotenburg, wo sie in der Jugendherberge Quartier bezogen hatten, von Beginn an hellwach.
Die Ahlerstedter Offensive, die zuletzt acht Tore gegen Bornreihe produziert hatte, fand lange Zeit gar nicht statt. Im Gegenteil: Die Möglichkeiten lagen vorerst nur auf Seiten der Gifhorner. Die beste Chance vergab Maximilian Dentz, der frei stehend an SV-Schlussmann David Mundt scheiterte. “Schade, ich hätte Maximilian das Tor gegönnt”, war der MTV-Coach mit dem zweiten Startelf-Einsatz des Ex-Magdeburger erneut sehr zufrieden.
Hinein in Durchgang 2, in dem die Gäste erneut einen Blitzstart hinlegten: Einen Konter über Dominik Lütge, der am Tag vor dem Spiel 28 Jahre alt geworden war, schloss Rick Bewernick nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff zum 3:0 ab. Für die Entscheidung sorgte dann Christian Skoda (58.), der auf Vorlage von Dentz zum 4:0 traf – das erste Punktspieltor des Eigengewächses. “Ich habe mich unheimlich für Christian gefreut”, unterstrich Fricke. Das 5:0 besorgte wiederum Bewernick (82.), der bereits in Unterzahl auf Vorarbeit von Pascal Klein erfolgreich war – der sechste Saisontreffer des Gifhorners.
Die Schlussminuten durften dem MTV-Trainer dann nicht mehr gefallen. Durch Matthias Meibohm (85.), Sascha Müller (90.) und Jannik Löhdens Tor in der Nachspielzeit verkürzten die Gastgeber noch auf 3:5. “Die Jungs wissen nun, dass es eben insgesamt noch nicht gereicht hat. Ein 5:1 für uns wäre aber verdient gewesen”, konstatierte Klaus Fricke, der nach dem zweiten Auswärtssieg der Saison jedoch insgesamt sehr zufrieden war mit seiner Elf, in der Philipp Peters (Magen-Darm) und Ralf Middendorf (Grippe) fehlten.
Tore: 0:1 Deppe (9.), 0:2, 0:3, 0:5 Bewernick (14., 47., 82.), 0:4 Skoda (58.), 1:5 M. Meibohm (85.), 2:5 Müller (90.), 3:5 Löhden (90.).
Gelb-Rot: Busboom (MTV, 80.).
MTV: Mechelk – Kreutzfeldt, Busboom, Deppe, Benke – Lütge, Vandreike, Skoda (70. Marchese), Barkallah – Dentz (77. Klein), Bewernick (84. von der Ohe).





