Heimspiel gegen Spitzenreiter aus Herford
(ms) Beflügelt durch die Erfolgserlebnisse in Liga und Pokal gehen die Frauen der SG Wattenscheid 09 ihre nächste Aufgabe an, die sich ungleich schwieriger gestalten dürfte, als die jüngsten Punktspiele. Mit dem Herforder SV kommt am Sonntag (14:00 Uhr) der verlustpunktfreie Tabellenführer ins Lohrheidestadion.
Das Team des Spitzenreiters wird trainiert von Tanja Schulte, die lange Jahre in verschiedensten Funktionen für die SG 09 tätig war und wegweisend am rasanten Aufschwung des Wattenscheider Frauenfußballs nach der Jahrtausendwende mitgewirkt hat. Gegenwärtig strebt sie mit ihrem aktuellen Verein die sofortige Rückkehr in die Bundesliga an und scheint dabei auf einem sehr guten Weg.
“Herford hat vorne zwei Stürmerinnen, die wissen wo das Tor steht”, hebt Wattenscheids Trainer Jörg Amthor am Beispiel von Marie Pollmann und Jennifer Ninaus die individuelle Klasse der Ostwestfälinnen hervor, um aber vielversprechend anzufügen: “Individuelle Qualität allein entscheidet kein Spiel. Herford geht zwar als absoluter Favorit in die Begegnung, aber wir haben schon viele Favoriten straucheln sehen.”
Und er hat auch eine Menge Grund dazu, sein Team im Vorfeld des Spieles nicht klein zu reden.. “Wenn wir uns als Kollektiv wieder so engagiert und leidenschaftlich präsentieren, wie in den letzten Wochen, dann werden wir uns besser darstellen, als in den Spielen gegen Herford in der Vorbereitung”, erkennt der Trainer spürbare Fortschritte in der Entwicklung seiner jungen Mannschaft. “Wir waren zuletzt dreimal das spielbestimmende Team. Herford ist sicher ein ganz anderes Kaliber. Wir müssen denen die Spielräume schließen, sie vom Tor fernhalten und dürfen sie einfach nicht ins Spiel kommen lassen”, will der Trainer die jüngst gezeigten Leistungen noch mal bestätigt sehen. Und im Spiel nach vorn erhofft er sich etwas mehr Effektivität. “Wir werden nicht die Vielzahl an Torchancen bekommen, wie wir sie in Kiel hatten. Wenn wir uns Chancen herausarbeiten, müssen wir diese konsequenter nutzen.” Den Fans im Lohrheidestadion verspricht der Trainer auf jeden Fall einen heißen und packenden Kampf.
Personell hat das Wattenscheider Team einen gewissen Aderlass zu verkraften. Sara Doorsoun wird wohl aufgrund von Leistenproblemen passen müssen, während Katharina Rogalla durch eine Grippe schachmatt gesetzt wurde. Laura Kill hingegen hat nach überstandenem Muskelfaserriss am Donnerstag wieder mit leichtem Lauftraining begonnen. “Ansonsten sind am Sonntag aus den ersten Dreizehn von Kiel alle dabei”, schildert Jörg Amthor die Personalsituation vor dem Duell David gegen Goliath.
Die SG Wattenscheid 09 hofft, dass aufgrund der verlockenden Konstellation zahlreiche Fußballfreundinnen und -freunde den Weg an die Lohrheide finden. Das junge, aufstrebende Team der 09 Ladies hat sich die Unterstützung von außen redlich verdient.
Nächstes Spiel:
SG Wattenscheid 09 – Herforder SV Borussia Friedenstal
2. Bundesliga – 6. Spieltag
Sonntag, 25. Oktober 2009, 14:00 Uhr
Lohrheidestadion
Autor: Michael Seiss





