Arend stellt sich der Konkurrenz
Nordhorner will mit Lotte in die 3. Liga aufsteigen – „Andere Rolle als bisher“
Danny Arend hat sich bei den Sportfreunden Lotte trotz seines jungen Alters im ersten Jahr durchgesetzt. Sein Lohn: Er durfte bleiben. Jetzt peilt er mit vielen neuen Kollegen den Aufstieg in die 3. Fußball-Bundesliga an. „Das muss unser Ziel sein“, sagt der 22-Jährige selbstbewusst.
how Lotte. 32 Einsätze absolvierte Danny Arend in seiner ersten Saison für den Fußball-Regionalligisten, erzielte acht Treffer, darunter auch ganz wichtige. Keine schlechte Bilanz für einen Außenstürmer, der am Anfang der Spielzeit gerade einmal 22 Jahre alt geworden war und von Eintracht Nordhorn aus der Oberliga kam. Das dachten sich auch die Verantwortlichen des ambitionierten Klubs aus dem Tecklenburger Land – und verlängerten frühzeitig den Vertrag mit dem Talent. „Sie haben schon früh mit mir gesprochen. Der Trainer wollte mich halten und gesagt, was sie hier in Lotte vorhaben. Deshalb habe ich schnell und gerne zugesagt“, sagt Arend. Trotz anderer Angebote, darunter auch eines Klub aus der 3. Liga.
In die dritthöchste Spielklasse wollen die Sportfreunde Lotte auch. „Wir haben viele gute Spieler dazubekommen“, berichtet Arend, „mit einer solchen Mannschaft muss unser Ziel sein, in die 3. Liga aufzusteigen.“ Zehn Zugänge konnte Trainer Maik Walpurgis zum Trainingsauftakt am vergangenen Donnerstag begrüßen, nur neun Akteure kickten schon vorher in Lotte – darunter auch Danny Arend.
Die Rolle des Nordhorners, der in der 13000-Einwohner-Stadt seine Freundin kennengelernt hat und schnell heimisch geworden ist, wird sich in der nächsten Spielzeit verändern, das war schon in den ersten Trainingseinheiten zu spüren. „Ich habe mir hier schon einen kleinen Namen gemacht. Mein ,Standing’ ist auch im Training ein anderes, zumal ich hier bereits gespielt habe“, sagt Arend. Diese Einschätzung spiegelt nicht Arroganz wider, sondern gesundes Selbstbewusstsein.
Die Lotter Fußballer trainieren künftig zwei Mal täglich, nur ein Tag in der Woche bleibt frei. Am morgigen Dienstag geht es in ein viertägiges Trainingslager nach Middels an die Nordsee, und dort hat Coach Walpurgis sogar drei Einheiten pro Tag angesetzt. „Wir arbeiten bei den Sportfreunden sehr professionell“, sagt Arend und berichtet von einem Laktattest und weiteren Tests zur Leistungsdiagnostik am ersten Trainingstag. Um bei der großen Konkurrenz im eigenen Team zu bestehen, lebt Arend derzeit als Profi. „Anders ist das gar nicht möglich“, sagt der 22-Jährige, „ich konzentriere mich jetzt voll auf Fußball und schaue, was dabei herum kommt.“ Gestern gab es schon mal einen ersten Sieg der Sportfreunde, allerdings gegen den gerade erst aus der Oberliga abgestiegenen VfL Oythe. Die Lotter setzten sich am Ende leicht und locker mit 8:1 durch.
Bei Eintracht Nordhorn hat der pfeilschnelle Rechtsfuß regelmäßig bewiesen, dass er sowohl auf der linken als auch auf der rechten Außenbahn Akzente setzen kann. Er selbst fühlt sich auf der linken Seite am wohlsten, und auch Lottes Trainer Walpurgis sieht den Nordhorner offenbar auf dieser Seite. Trotz zehn neuer Spieler ist er zwar noch auf der Suche nach weiteren Verstärkungen – verpflichtet werden sollen aber ein Mann für’s zentrale Mittelfeld und ein Spieler für die rechte Außenbahn.
Quelle: Grafschafter Nachrichten





