Das erste von 36 Endspielen

Aufsteiger SV Bad Bentheim will sich in der Landesliga etablieren

Heute steht der Bezirksligameister vor seiner ersten Bewährungsprobe: Die Mannschaft von Trainer Michael Schmidt startet bei Hansa Friesoythe in die Saison.

fh Bad Bentheim. Vor dem Start in die Fußball-Landesliga haben sie sich beim SV Bad Bentheim vor allem eines zum Ziel gesetzt: „Es kann nur darum gehen, nach 36 Spielen überm Strich zu stehen“, sagt Michael Schmidt, dessen Team heute, Freitag, bei Hansa Friesoythe (19.30 Uhr) das erste Saisonspiel bestreitet, „das erste von 36 Endspielen“, wie der Trainer sagt. Allerdings: Wo genau sich die Trennlinie zwischen Klassenerhalt und Abstieg am Saisonende einpendelt, ist noch gar nicht absehbar. Schmidt geht von mindestens fünf Mannschaften aus, die die Klasse verlassen müssen; die Zahl kann sich auf Grund der gleitenden Skala aber noch erhöhen.
Insofern hofft der Trainer, dass sich der Aufsteiger schell in der neuen Umgebung zurecht findet. „Das ist schon eine ganz andere Kategorie als die Bezirksliga“, sagt Schmidt, dessen Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 22,8 Jahren zu den jüngsten der Liga zählen dürfte. Dass seine Jungs technisch und taktisch mithalten können, davon ist er überzeugt. „Die sind fußballerisch alle gut ausgebildet.“ Doch was Widerstandskraft und mentale Stärke angeht, Eigenschaften, die vor allem in kritischen Situationen gefragt sind, „haben wir noch Luft nach oben“, findet der Übungsleiter.
Nach einer Vorbereitung, die der Trainer mit dem Prädikat „sehr gut“ versieht, hat er klare Vorstellungen davon, in welcher Formation der Bezirksligameister heute in Friesoythe auflaufen wird: Allenfalls auf ein, zwei Positionen ist er sich noch nicht ganz schlüssig. Sicher ist, dass der spielende Co-Trainer Benjamin Hettwer und Michael Weidekat (beide verletzt), Mario Fischer (privat verhindert) und Florian Eilering (beruflich verhindert) heute nicht zur Verfügung stehen. Das Gerüst des Teams wird aus der eingespielten Formation der vergangenen Saison gebildet. Doch haben sich in der Vorbereitung auch von den Neuen einige in den Vordergrund gespielt. Zum Beispiel Felix Fuchs: Der Verteidiger, der aus dem eigenen Nachwuchs aufgerückt ist, war bislang die positive Überraschung. „Er hat gute Chancen, von Beginn an zu spielen und hätte das auch absolut verdient“, sagt Schmidt.
Weil die Bentheimer ihre für den ersten Spieltag vorgesehene Partie gegen den SC Spelle-Venhaus verlegt hatten, konnten sie den heutigen Gegner bei dessen 2:3-Niederlage beim SV Bad Rothenfelde studieren. Co-Trainer Hettwer hat die nötigen Infos besorgt, um sich gewissenhaft auf den SV Hansa vorzubereiten. Die Gastgeber seien vorne gut besetzt, beherrschten das schnelle Umschalten und verfügten über ein gutes Pressing, berichtet Schmidt.
Mit dem Aufstieg sah er auch den Verein in der Pflicht. Erste Verbesserungen, was Trainingsmaterial oder Ausrüstung angeht, hat er zufrieden registriert. „Es muss ja auch nicht alles von heute auf morgen passieren“, vertraut er darauf, dass das Umfeld allmählich mit wächst. Damit die Entwicklung weiter voran geht und die Mannschaft weiter das Interesse der Zuschauer und der Wirtschaft in Bad Bentheim weckt, kommt es allerdings vor allem auf eines an: „Dass wir möglichst lange in der Liga bleiben“, sagt Schmidt. Der erste kleine Schritt dazu soll heute getan werden.

Quelle: Grafschafter Nachrichten

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