Dominanz der Defensiven Gerechtes 0:0 zwischen Bad Bentheim und Spelle-Venhaus
Von Frank Hartlef – Bad Bentheim. Der SV Bad Bentheim bleibt in der Fußball-Landesliga weiter ungeschlagen. Nach einem Start mit drei Siegen sprang gestern Abend für den Aufsteiger gegen den SC Spelle-Venhaus ein 0:0-Unentschieden heraus. Mit zehn Punkten behaupten die Obergrafschafter den zweiten Platz hinter dem SC Melle 03, der als einziges Team nach vier Spieltagen noch ohne Punktverlust ist.
„Es war ein typisches 0:0-Spiel, für die Zuschauer nicht unbedingt attraktiv“, urteilte SVB-Trainer Michael Schmidt. Doch er konnte mit dem Punkt ebenso gut leben, wie sein Speller Kollege und Namensvetter Michael Schmidt, dessen Team nach dem Platzverweis gegen Labinot Hasani (77.), der sich nach einer übertriebenen Aktion gegen Mirco Husmann die Rote Karte eingehandelt hatte, in Unterzahl weiter spielen musste: „Nach dem Platzverweis müssen wir über den Punkt letztlich noch froh sein“, sagte der SCSV-Trainer.
Allerdings hatte sein Team trotz Unterzahl noch die beste Chance, die Partie in der Schlussphase für sich zu entscheiden. Doch ein Kopfball von Erdem Cosar (84.) strich knapp am Bentheimer Tor vorbei. Auch die klarste Chance des Spiels bot sich den Gästen aus dem Emsland: Cosar hatte nach einer halben Stunde Bentheims Torhüter Christian Weidekat umspielt, entschied sich aus spitzem Winkel allerdings nicht für einen direkten Torschuss, sondern zu einem Rückpass zum zentral postierten Daniel Rehers, der den Ball allerdings nicht voll traf, sodass Felix Fuchs die brenzlige Situation bereinigen konnte. „Der Ball tickte vorher noch einmal auf und war schwer zu nehmen“, nahm Spelles Trainer Schmidt seinen Kapitän in Schutz.
Beide Mannschaften scheuten das letzte Risiko und legten den größten Wert darauf, in der Defensive nur keinen Fehler zu machen. So kamen die Bentheimer zwar einige Male gefährlich in Tornähe, doch eine richtig klare Chance sprang dabei nicht heraus. „Beide wussten um die Stärken des anderen in der Offensive“, erklärte SVB-Trainer Schmidt die vorsichtige Grundhaltung der Kontrahenten und sah ein: „Bei uns fehlte die letzte Überzeugung im Spiel nach vorne.“
SV Bad Bentheim: Weidekat; Meyering, Fuchs, Hesping, Lammers (67. Fischer), D. Küpers, T. Küpers, M. Husmann, J. Husmann, Kepplin (60. Töpker), Ennen (84. Moggert)
SC Spelle-Venhaus: Frik; Spies (55. Boerger), Gongoll, Poeling, Börger, Ricker, Niemeier, Subenko (72. Niehaus), Hasani, Reher, Cosar.
Zuschauer: 250.
Quelle: Grafschafter Nachrichten





