Burdenski wechselt zum 1. FC Magdeburg

von Fabian Speckmann

Oldenburg. Der VfB Oldenburg muss ab sofort auf Fabian Burdenski verzichten. Der Mittelfeldspieler wechselt mit Beginn der Rückrunde zum 1. FC Magdeburg. „Ich möchte die Chance nutzen, mich in der Regionalliga durchzusetzen“, erklärte der Sohn von Ex-Nationaltorhüter Dieter Burdenski auf Nachfrage des Hunte Report.

Über einen möglichen Wechsel des Mittelfeldspielers zum Tabellenfünfzehnten war von der Magdeburger Presse bereits am Montag spekuliert worden. Pikant: Eine Zeitung machte Burdenski dort zum Stürmer. „Die Verantwortlichen wissen, dass ich das nicht bin“, sagt er lachend. Für den VfB hat Fabian Burdenski in dieser Saison 15 Spiele bestritten, kam dabei achtmal über die volle Distanz zum Einsatz, blieb aber ohne Treffer. Gleich zweimal kassierte der immer mal wieder emotional auftretende Mittelfeldspieler die gelb-rote Karte.

VfB-Trainer Andreas Boll nimmt die Personalie derweil sehr entspannt zur Kenntnis. „Fabian hat unseren sportlichen Leiter Frank Neubarth und mich früh informiert. Er will die Chance, in der Regionalliga zu spielen, ergreifen und diesem Wunsch haben wir entsprochen“, stellt er sachlich fest. Ersatz für den 20-jährigen hat der VfB-Trainer nicht im Visier. „Wir lassen uns beim Thema möglicher Neuzugänge überhaupt nicht unter Druck setzen. Ich habe großes Vertrauen in unseren Kader und wenn niemand mehr kommen sollte, ist es auch gut“, sagt er.

Tatsächlich wäre das allerdings eine Überraschung. Dem Vernehmen nach sondieren die Verantwortlichen den Markt, ohne sich dabei auf ein Zeitfenster festlegen zu wollen. Klar ist, wenn der VfB noch Spieler holt, müssen sie die Mannschaft auf Anhieb stärker machen. „In der Breite sehe ich überhaupt keinen Handlungsbedarf. Wenn ein Spieler kommt, muss er die Qualität für die erste Elf haben. Aber und das betone ich, er muss sich erstmal gegen die durchsetzen, die wir haben“, so Boll, der auch keine Position favorisiert, für die zwingend ein neuer Spieler zu holen ist. Gleichwohl ist klar, dass durch den Weggang von Burdenski und den freiwilligen Verzichte auf Mehmet Ari und Jan Löhmannsröben, der nach seiner Suspendierung die Vorbereitung in der U23 mitmachen wird, im Mittelfeld Planstellen frei geworden sind.

Ob neben Burdenski noch andere Spieler den VfB verlassen werden, ist derzeit offen. „Ich Moment gehe ich nicht davon aus“, sagt der Trainer. Sicher ist indes, dass Andreas Boll den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen wird. Der Pädagoge setzt ganz klar auf Disziplin und eine hohe Trainingsbeteiligung. Zwei Akteure hoffen derweil darauf, zeitnah wieder ins Training einsteigen zu können. Die beiden Torhüter Nils Reinke (Schulterverletzung) und Mansur Faqiryar (Kreuzbandriss) würden lieber heute als morgen wieder gegen den Ball treten. Doch während Faqiryar schon zum Trainingsauftakt wieder dabei sein dürfte, wird sich Reinke noch einige Zeit gedulden müssen.

Quelle: Hunte Report

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