Geerntet, was Victoria Gersten 1976 säte
SV Meppen für vorbildliche Arbeit im Mädchen- und Frauenfußball ausgezeichnet
dkr Meppen. Der SV Heidekraut Andervenne hat im vergangenen Jahr vorgelegt. Am Montagabend zog die zweite emsländische Hochburg im Mädchen- und Frauenfußball nach. Für ihre herausragende und vorbildliche Arbeit auf diesem Gebiet sind die seit Saisonbeginn kooperierenden Vereine SV Meppen und SV Victoria Gersten vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) mit der E.ON Avacon Trophine ausgezeichnet worden. Dazu gab es 2500 Euro, eine Plakette für das Vereinsheim und fünf Fußbälle.
„Der SV Meppen kann sicherlich noch nicht auf eine langjährige Tradition im Frauen- und Mädchenfußball zurückblicken. Dass der Verein dennoch in diesem Jahr mit seiner Bewerbung hat überzeugen können, ist in großem Maße dem langjährigen Engagement von Victoria Gersten zu verdanken“, betonte SVM-Vorstandsmitglied Dieter Barlage. Die über 30-jährige Frauen- und Mädchenfußballtradition des Vereins werde über die Kooperation mit dem SV Meppen fortgesetzt. „Das Preisgeld wird im Wesentlichen in den Trainings- und Spielstandort Gersten investiert werden, an dem bekanntlich die Mädchenteams beheimatet sind“, so Barlage. Der Preis sei ein Ansporn für den SV Meppen, die geleistete Arbeit verantwortungsbewusst weiterzuführen.
Barlage kündigte an, im Sommer mit den Regionalligaherren des SV Meppen in Gersten ein Spiel bestreiten zu wollen. Entweder gegen Victoria Gersten oder eine Samtgemeindeauswahl. „Überdies erscheint es uns sinnvoll und wichtig, die überwiegend ehrenamtliche Arbeit in Gersten – insbesondere von Maria Reisinger und Stefan Kerk – über die vergangenen Jahre herauszustellen“, sagt Barlage.
Der Fußballkreisvorsitzende Hubert Börger erinnerte daran, dass im Vorjahr sowohl Andervenne als auch Gersten eine Bewerbung abgegeben hatten. Andervenne habe damals aber die bessere Bewerbung vorgelegt. „Beide Vereine haben diese Auszeichnung mehr als verdient. Wenn ich beide Bewerbungen lese, kann man nur den Hut ziehen, dass das im Emsland möglich ist.“ Das Emsland sei sicherlich absolut vorbildlich, was Frauen- und Mädchenfußball anbetreffe.
Frauenfußball hat in Gersten Tradition. Schon seit 1976 sind die Frauen und Mädchen aktiv. Mit seinen zwei Frauenmannschaften und drei Mädchen- beziehungsweise Juniorinnenmannschaften war der SV Victoria Gersten im vorigen Sommer eine Kooperation mit dem SV Meppen eingegangen. Zielsetzung ist es, die bisherige geleistete Arbeit weiterzuführen und das in Gersten erlangte Niveau zu halten und sukzessive weiter auszubauen. Gerstens 1. Frauenmannschaft ist Mitbegründer der 2. Frauen-Bundesliga, die im Jahr 2004 eingeführt wurde. Seit dieser Saison trägt sie ihre Heimspiele in der MEP-Arena in Meppen aus. Die drei anderen Mannschaften spielen weiterhin in Gersten. Die B-Juniorinnen wollen sich dort für die Bundesliga qualifizieren.
Die Ehrung nahmen Karen Rotter, Vorsitzende des Verbandsfrauen- und -mädchenausschusses, und Helge Kristeleit (NVF-Referat Jugend- und Frauenfußball) in der Stadiongaststätte der MEP-Arena vor. Neben Vertretern des SV Meppen waren zur Preisübergabe Vertreter der Politik, des Kreisfußballverbandes Emsland sowie Mädchenmannschaften der beiden Kooperationspartner erschienen.
Vier Vereine aus dem Bezirk werden in diesem Jahr mit der E.ON Avacon Trophine ausgezeichnet. Neben dem SV Meppen handelt es sich um den SV DJK Schlichthorst (Kreis Osnabrück-Land), den VfL Oythe (Kreis Vechta) und den BV Cloppenburg (Kreis Cloppenburg). Um ausgewählt zu werden, mussten sich die Vereine schriftlich bewerben. Aus dem Emsland hatte nur der SV Meppen eine Bewerbung eingereicht.
Quelle: Emslandsport







