Die Talente immer im Blick
Martin Hermeling ist neuer Trainer beim DFB-Stützpunkt in Veldhausen
In seiner aktiven Zeit war der Gildehauser unter anderem für die Nordhorner Vereine Eintracht und Vorwärts am Ball. Mittlerweile hat sich der 38-Jährige der Nachwuchsförderung im Grafschafter Fußball verschrieben.
Von Hinnerk Schröer – Gildehaus. Wenn am Sonntag in Nordhorn die Endspiele der Hallenkreismeisterschaften über die Bühne gehen, werden sich von der F-Jugend bis zu den A-Junioren viele Nachwuchsfußballer aus der Grafschaft in der Kreissporthalle tummeln. Auch die Tribünen sind an dem Endspieltag traditionell dicht mit Verwandten und Fußballinteressierten besetzt. Gleich doppelt anstreichen konnte sich den Martin Hermeling den Termin. Das Mitglied des NFV-Kreis-Lehrausschusses in der Grafschaft Bentheim hat einerseits mit den E-Jugendlichen der JSG TuS Gildehaus/SG Bad Bentheim den Sprung ins Finale geschafft. Am Sonntag kämpft der Gildehauser, der bei der Jugendspielgemeinschaft zusammen mit Jürgen Brameier das Trainerduo bildet, gegen den Nachwuchs des SV Wietmarschen um den Kreismeistertitel in der Halle. Andererseits wird der 38-Jährige seinen Blick aber auch auf die anderen Endspielpaarungen richten – und da speziell auf das D-Jugend-Finale zwischen dem SV Bad Bentheim und dem ASC Grün-Weiß 49.
Denn zu Jahresbeginn hat Hermeling, der seit drei Jahren als E-Jugend-Kreisauswahltrainer tätig ist, eine neue Herausforderung in der vereinsübergreifenden Jugendarbeit angenommen: Als Trainer beim DFB-Stützpunkt in Veldhausen ist der 38-Jährige seit Januar zusammen mit Friedhelm Dove für die Förderung der besten D-Jugendfußballer aus dem Kreisgebiet verantwortlich. Der Gildehauser hat die Nachfolge von Jürgen Egbers angetreten, der sich aus beruflichen Gründen zurückgezogen hat.
Mit der Teilnahme des Jahrgangs 1999 bei der niedersächsischen Hallenmeisterschaft um den „Eon/Avacon-Cup“ in Barsinghausen und der Bezirkssichtung in Sögel (Jahrgang 2000) standen in den vergangenen Wochen bereits die ersten Turniere an. „Es sind einige viel versprechende Talente dabei“, sagt der neue Stützpunkttrainer, der viele der Akteure bereits als E-Jugend-Kreisauswahltrainer unter seinen Fittichen hatte.
Bevor der dreifache Familienvater, der als Pflegedienstleiter im sozialen Bereich arbeitet, seinen neuen Posten antreten konnte, musste er allerdings noch einmal die „Schulbank“ drücken. Ende des vergangenen Jahres absolvierte Hermeling in Barsinghausen die dreiwöchige Ausbildung zum C-Trainer (Leistungsfußball). Und Ende diesen Jahres steht mit dem B-Schein der nächste Schritt auf dem Programm. Auf dem Weg dahin ist Hermeling froh, mit Friedhelm Dove einen erfahrenen Trainer an seiner Seite zu haben. „Von ihm kann ich mir wirklich noch viel abschauen“, sagt Hermeling über die Zusammenarbeit mit dem Kreislehrwart, bei dem er vor vier Jahren auch seinen ersten Trainerschein überhaupt gemacht hat.
Dabei verfügt der Obergrafschafter selbst über einen großen Erfahrungsschatz in Sachen Fußball. In seiner aktiven Karriere war der Vollblutstürmer gleich bei mehreren Vereinen aus der Grafschaft am Ball. Vom TuS Gildehaus wechselte er in die Jugend von Eintracht Nordhorn, die zu der Zeit das ranghöchste Nachwuchs-Team war. Später kehrte er zu seinem Heimatverein zurück und erlebte dort mit Trainer Wolfgang Schmidt eine gute Zeit. „Rückblickend betrachtet war das mein bester Trainer“, betont Hermeling, dessen Herz in der Bundesliga für den 1. FC Kaiserlautern schlägt. Es folgten Jahre im Oberliga-Team von Eintracht Nordhorn, bei Vorwärts Epe und Vorwärts Nordhorn.
An den Spielfeldrand kam er durch seinen ältesten Sohn Lukas, den er ab der Mini-Kicker trainierte. Sportlich geht’s aber auch beim Rest der Familie Hermeling zu: Tochter Laura spielt Handball und betreibt Leichtathletik, der jüngste Sohn Robin hingegen eifert seinem Papa und seinem Bruder bei den kleinsten Fußball-Minis nach. Die nächsten Talente sind also schon in Sicht.
Quelle: Grafschafter Nachrichten







