Nur Gewitter stoppt St. Pauli
4:0 in Werlte: 2000 Fans beim Jubiläumsspiel
dhe Werlte. Die erhoffte Sensation ist ausgeblieben: Mit 4:0 (2:0) hat Fußball-Zweitligist FC St. Pauli am Samstag den Sportverein Sparta Werlte bei der Partie zum 100-jährigen Bestehen der Emsländer geschlagen. Dabei zeigten die Hümmlinger eine engagierte Leistung und waren bei der Regenschlacht vor rund 2000 Zuschauern phasenweise ein ebenbürtiger Gegner. Das Führungstor schoss Lennart Thy, dessen Mutter in Lingen geboren wurde.
„Wenn es nicht zweistellig wird, bin ich zufrieden“, sagte Spartas Meiko Budde vor dem Anpfiff. Kotrainer Rainer Sandmann hoffte, dass die Gäste noch ein anstrengendes Training vom Vormittag in den Beinen haben würden. Der Auftakt ging auch klar an die Kiezkicker. Sparta verteidigte gut, musste sich aber nach 13. Minuten erstmals geschlagen geben. Lennart Thy, von Werder Bremen gekommener Stürmer, traf zum 1:0. Sieben Minuten später erhöhte Mahir Saglik auf 2:0. Doch statt eines Schützenfestes musste die Partie danach erst mal wegen eines Gewitters abgebrochen werden. „St. Pauli hat aber Verständnis für die Entscheidung gehabt und gleich gesagt, dass sie es nach der Unterbrechung zu Ende spielen wollen“, erklärte Schiedsrichter Lennart Dornieden (Eintracht Papenburg). Leicht fiel ihm die Entscheidung nicht: „Da schaut man mehr auf den Himmel als auf den Platz.“ Dornieden leitete die Partie gemeinsam mit Daniel Bojer (Viktoria Ahlen-Steinbild) und Jens Kampling (SV Herbrum).
Nach Wiederanpfiff kam Werlte mit dem rutschigen und unter Wasser stehenden Platz besser klar und war über den Rest der Spielzeit ein fast ebenbürtiger Gegner. „Wenn wir etwas weniger Respekt gehabt hätten, wäre vielleicht auch das ein oder andere Tor drin gewesen“, sagte Waldemar Kowalczyk nach seinem Trainerdebüt in Werlte. Eine der besten Möglichkeiten aufseiten der Gastgeber vergab Geburtstagskind Henning Suhl bei einem Freistoß. Auch wenn der neue Trainer noch nicht auf die kommende Saison schließen möchte, habe die Mannschaft Potenzial und einen tollen Kampf gezeigt. Die Tore machte aber dennoch St. Pauli: Mario Ebbers (50.) und Daniel Ginczek (88.) stellten den Endstand her.
Zufrieden war auch Spartas Spieler Marius Lisik: „Wir haben den Zuschauern einen ordentlichen Kampf gezeigt.“ Es sei toll, mal vor so einer Kulisse spielen zu können. Auch Budde war zufrieden: „Für so was lebt man als Fußballer.“
Nicht ganz so glücklich war St. Paulis Manager Rachid Azzouzi. Der Hamburger war zwar begeistert vom Werlter Umfeld: „Zu der Veranstaltung und der Kulisse kann man Werlte nur gratulieren.“ Die Mannschaft sei freundlich aufgenommen worden. Das Ergebnis gefiel ihm aber nicht so gut: „Wir hätten vielleicht ein paar Tore mehr machen müssen.“ Aber seine Mannschaft habe aufgrund von angeschlagenen und verletzten Spielern lange Zeit mit zehn Mann gespielt. Zudem sei es nach dem Regen schwierig gewesen, auf dem Platz zu spielen. Daher sei die Partie aus sportlicher Sicht schwierig zu bewerten.
Quelle: Emslandsport







